Leserbriefe

„Der Spirale der Gewalt endlich Einhalt gebieten“

Zum Artikel: „Terrorangriff auf Urlauber“ vom 27. Juni

Die unglaublich brutalen Anschläge in Tunesien, Frankreich und Kuweit haben erneut einen islamistischen Hintergrund. Trotzdem hören wir zwischendurch immer wieder von den politischen Führern dieser Religion in Deutschland, dass der Islam friedlich sei. Wenn dann aber solche Anschläge passieren, sind diese Personen merkwürdig still. Es sind keine Verurteilungen dessen zu hören, aber vor allem keine Gedanken und Vorschläge, was man dagegen tun kann. Wahrscheinlich nichts, denn der IS wird immer stärker, ebenso die Boko Haram und die Taliban, die sich längst wieder erholt hat.

Helmut Meinicke, per E-Mail

Nicht jeden Tag und nicht jede Woche, aber künftig immer öfter wird es in Europa solche Anschläge geben. Nicht nur in Frankreich, auch in Deutschland und den anderen europäischen Ländern gibt es viele, hoch radikalisierte IS-Unterstützer. „Die Gewaltbereitschaft dieser sogenannten ,einsamen Wölfe‘ ist sehr groß und nicht zu unterschätzen“, sagte Terrorismus-Experte Professor Peter Neumann. Ich will mich an so etwas nicht gewöhnen. Ich will in Deutschland Parteien an der Macht, die deutsche Interessen durchsetzen, so wie andere Staaten ihre Interessen durchsetzen. Unsere politische Korrektheit und Toleranzbesoffenheit werden uns noch in den Abgrund reißen.

Ulrich Reinwald, per E-Mail

Die drei islamistischen Attentate zeigen, dass die bundesdeutsche Vorratsdatenspeicherung rund um die Uhr sinnlos ist. Terroristen interessieren sich nicht für geltende Gesetze und entscheiden autonom und willkürlich, wann sie Terroranschläge ausführen. Egal, wer gerade mit wem telefoniert oder auf welcher Internetseite surft. Der totale Überwachungsstaat hat noch nie einen Terroranschlag verhindert.

Albert Alten, per E-Mail

Wie lange will sich das die westliche zivilisierte Welt noch gefallen lassen? Selbst im Urlaub ist man in Gefahr. Die internationale Staatengemeinschaft muss härter gegen diese menschenverachtenden Clans vorgehen.

Christoph Luban, per E-Mail

Die Anschläge galten dem Westen mit seinen noch liberalen, menschlichen Werten. Wenn man sich erinnert, wie der ehemalige Bundespräsident Wulff die Meinung vertrat, der Islam gehöre zu Deutschland und die Kanzlerin dieser These auch beipflichtete, kann man nur verständnislos den Kopf schütteln. Klar ist, Muslime sind Bestandteil der westlichen Welt und gehören zur Allgemeinkultur, mehr ist dazu nicht zu sagen. Doch fanatische Auswüchse sind mit allen Möglichkeiten und aller Härte zu bekämpfen und sollten von gemäßigten Islamisten verurteilt werden. Hier wäre ein Bekenntnis zur Gewalteinschränkung wohl notwendig, damit dieser Gewaltspirale endlich Einhalt geboten wird.

Thomas Hansen, per E-Mail

Selten war die Fallhöhe vom Elfenbeinturm ideologischer Realitätsverweigerungen zu den harten Fakten der aktuellen Sicherheitslage höher. Dass Deutschland von Anschlägen dieser Qualität bisher verschont geblieben ist, ist nicht die Folge einer effizienten Kriminalpolitik. Vielmehr sind islamistische Terrororganisationen intelligent genug, nicht den Staat gegen sich aufzubringen, der ihrem Treiben weitgehend untätig zusieht.

Bernd Walter, per E-Mail