Leserbriefe

„Die Hängepartie kann so nicht weiter gehen“

Zum Artikel: „Alexis Tsipras verprellt seinen wichtigsten Fürsprecher“, vom 8. Juni

Jetzt rächt sich die vorschnelle Einführung des Euro in Griechenland, ohne dass dafür damals überhaupt die notwendigen rechtsstaatlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen vorgelegen haben und ohne eine qualifizierte Finanzprüfung vonseiten der EU. Für die Griechen wäre es besser gewesen, wenn sie den Euro als Bargeld nie in die Finger bekommen hätten. Denn dann hätten die Reichen in Griechenland ihr Geld nicht bei den Banken abheben und/oder ins Ausland transferieren können. So ist Griechenland nach der Banken- und Staatsschuldenkrise bereits seit fünf Jahren pleite und keinen scheint es wirklich zu interessieren.

Ronald Frede, per E-Mail

Inzwischen wissen alle Beteiligten, dass es besser gewesen wäre, Griechenland 2010 sanft aus dem Euro zu entlassen. Die Schulden lagen damals bei den Banken, dort hätte man sie auch lassen sollen, so wie in Zypern. Stattdessen wurden die Schulden, die immer größer wurden, auf die Bevölkerung abgewälzt.

Dass dies nicht gut gehen konnte, war klar und wurde auch von vielen Ökonomen vorhergesagt. Das Land liegt trotz oder wegen des Euro wirtschaftlich und finanziell am Boden. Und nur mit Oliven, Ziegen und Tourismus können die Griechen ihre Schulden nicht zurückzahlen, geschweige denn auf die Beine kommen.

Lothar Wirth, Schöneberg

Es ist eine Endlosschleife, Griechenland immer wieder eine letzte Chance zu geben. Wie oft wurde das schon geäußert? Wie verhält sich das Finanzamt mit uns Bürgern, wenn wir unsere Steuern nicht pünktlich zahlen? Soviel zur Glaubwürdigkeit der Politik.

M. Faris, per E-Mail

Wenn die Griechen jetzt nicht endlich etwas unternehmen, verschlimmert sich die Schuldenlage nur noch mehr. Man kann natürlich die Renten auf Pump ausbezahlen, aber die junge Generation wird dafür blechen müssen. Die Versprechungen von Tsipras sind Luftblasen. Wenn er ein anderes politisches System bevorzugt, dann soll er es sagen und von sich aus den Bankrott erklären und aus der EU austreten. Die Hängepartie kann so nicht weiter gehen.

Christian Luckner, per E-Mail

Fanmeile ohne Übertragung des Endspiels ist lächerlich

Zum Artikel: „Berlin kann großen Sport“ vom 8. Juni

Manches sieht man klarer, wenn man die rosarote Brille abnimmt. Ich denke, die etwa 5000 Barca-Anhänger, die am Flughafen Schönefeld ohne Informationen zum Abflug, ohne Sitzgelegenheit und ohne Wasser auf ihren verspäteten Abflug gewartet haben. Das Berliner Problem ist, dass wir uns für die Besten und Größten halten, auch wenn es offensichtlich an vielen Stellen hakt, beispielsweise daran, dass eine Fanmeile ohne Übertragung des Endspiels eingerichtet wurde. Das ist doch absolut lächerlich.

Wolfgang Aengst, per E-Mail

Fantastische Kolumne, in der nur der Politikername fehlte

Zum Artikel: „Hose, Frau und Unglück“ vom 4. Juni

Die Kolumne Ihrer Autorin Cordula Schmitz war fantastisch. Nur, warum wird der Name des Politikers aus Pakistan nicht genannt?

Marlene Holtz, per E-Mail