Leserbriefe

„Endlich härtere Strafen und Ausweisung der Täter“

| Lesedauer: 3 Minuten

Zum Artikel: „Die Polizei als Gegner“ vom 9. Juni

Erneut muss der Zeitungsleser erfahren, dass mehrere Polizeieinsätze mit zahlreichen Verletzten in Berlin zur Schlichtung von Streitigkeiten bei Migranten-Familien erforderlich waren. Auch von Hamburg wird berichtet, dass die Polizei massiv eingreifen musste, um den Streit zweier arabischen Clans vor einem Autohandel zu schlichten. Immer wieder werden arabische Großfamilien genannt, die zum Teil auch bekannt sind. Da die Gewaltbereitschaft dieser Großfamilien und Clans ein bundesweites Problem ist, sind endlich härtere Strafen und die Ausweisung dieser kriminellen Migranten erforderlich. Dann werden wohl auch wieder mehr Polizeibeamte für ihre eigentlichen Aufgaben eingesetzt werden können.

Frank Petzsch, Prenzlauer Berg

Die Häufung tätlicher Angriffe auf Polizeibeamte ist ein Signal, denn damit wird der Staat angegriffen. Die Polizei ist das sichtbares und greifbare Symbol unseres Rechtsstaates, das längst in bestimmten Kreisen und Gegenden der Stadt jeglichen Respekt verloren hat. Die Polizei wird dort als Gegner wahrgenommen und nicht als Ordnungshüter und Helfer in vielen Bereichen unseres Lebens. Das ist eine Entwicklung, die keineswegs durch die oft unverständliche Nachsicht mit den Straftätern gebremst wird. Der Eindruck, dass die Politik sich bei diesem Thema abduckt, trügt nicht.

Robert Nickel, Lichtenrade

Kontinuierlich ist der Respekt gegenüber der Polizei und deren Beamten seit den 80er-Jahren gesunken. Damals wurden besetzte Häuser in West-Berlin geräumt und die Alternative Liste fing an, der Polizei an Ausschreitungen die Schuld zu geben, woraufhin der damalige CDU-Innensenator Heinrich Lummer entlassen wurde. Als dann Rot-Grün an die Regierung kam, wurde die Einheit für besondere Lagen und einsatzbezogenes Training (EbLT) aufgelöst und die Polizei zum Prügelknaben – öffentlich und politisch. Die folgenden Innensenatoren und Polizeipräsidenten waren mit ihren Aufgaben überfordert und standen nicht hinter ihren Beamten. Daran hat sich kaum etwas geändert. Noch immer werden Polizisten bei Einsätzen verletzt, die Besoldung wird nicht wie versprochen bis 2017 auf Bundesniveau angehoben sein und die zweigeteilte Laufbahn ein Luftschloss bleiben.

Ralf Ruß, per E-Mail

Ungutes Gefühl zu beinahe jeder Tages- und Nachtzeit

Zum Artikel: „Betrunkener Mann bedroht S-Bahn-Fahrgäste mit Axt“ vom 4. Juni

Vor Jahren wurde mit großem medialem Aufwand vom Innensenator die Einstellung von 50 zusätzlichen Polizeibeamten verkündet, die wegen der Vorfälle in etlichen deutschen Großstädten für mehr Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln sorgen sollten. Diese zusätzlichen Polizeibeamten dürften mittlerweile längst mit der Ausbildung fertig sein. Nur, wo sind sie? Wer als täglicher Nutzer der U- und S-Bahnen durch Berlin fährt, weiß, welches ungute Gefühl sich beinahe zu jeder Tages- und Nachtzeit angesichts der vielen Typen, die die Bahnen benutzen und sich auch auf den Bahnhöfen selbst herumtreiben, beim Fahrgast einstellt. Innensenator Henkel und Polizeipräsident Kandt sollten inkognito mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, dann wüssten sie, was da los ist.

G. Werner, Spandau