Leserbriefe

„Äußerungen waren keine Beleidigungen“

Zum Artikel: „Kramp-Karrenbauer setzt Homo-Ehe mit Inzucht gleich“ vom 4. Juni

Was soll die Aufregung um die Äußerung der saarländischen CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie hat lediglich gesagt, es gebe in Deutschland bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau. „Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen“, mahnte Kramp-Karrenbauer – womit sie recht hat. SPD Generalsekretärin Yasmin Fahimi sowie die Grünen-Parteichefin Simone Peter sollten ihren Blutdruck normal halten und nichts exemplifizieren, was überhaupt nicht gesagt wurde. Schwule und Lesben wurden durch Kramp-Karrenbauers Äußerungen nicht beleidigt.

Klaus Okrafka, per E-Mail

Die CDU/CSU ist mit ihrer Meinungsbildung und Weltanschauung irgendwo im Mittelalter stecken geblieben. Das haben sogar erzkonservative Völker und Menschen erkannt. Die Welt hat sich weitergedreht, aber viele haben es bis heute nicht bemerkt.

Lothar Wirth, per E-Mail

Die Feststellung ist sicher richtig, dass gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder zeugen können. Jedoch besteht bei heterosexuellen Paaren zumindest die Möglichkeit dazu. Das muss von staatlicher Seite gefördert werden. Bei der Gleichstellung einer Homo-Ehe wird der Geburtenrückgang in Deutschland beschleunigt, an deren Ende es überhaupt keine Ehen mehr geben wird.

Gottfried Hecht, per E-Mail

Ehe ist die Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau. Kinder brauchen Vater und Mutter, um sich gesund zu entwickeln. Eine Minderheit terrorisiert uns, obwohl das gar nicht nötig ist. Denn niemand verachtet Homosexuelle oder Lesben. Eingetragene Lebenspartnerschaft, wo einer für den anderen eintritt, sollte juristisch und steuerlich gewertet werden, aber nicht noch mit dem Segen der Kirche, da dies nicht der biblischen Lehre entspricht. Sollte die CDU ihren bisherigen Standpunkt aufgeben, wird sie viele Wähler verlieren.

Dorit Schmidt, per E-Mail

Kleinere Klassen und individuelle Betreuung

Zum Artikel: „Sekundarschulen sollen attraktiver werden“ vom 2. Juni

Schon lange ist allen Verantwortlichen bekannt, dass die Integrierte Sekundarschulen ohne Oberstufe eine Fehlkonstruktion sind, denn an ihnen werden zumeist die Schüler ohne Aussicht auf den Übergang in die Oberstufe unterrichtet. Diese Schulen sind oft aus Hauptschulen entstanden. Nur die Bedingungen an den Hauptschulen waren mit erheblich niedrigeren Klassenfrequenzen für alle Beteiligten so, dass Unterricht mit Erfolgsaussichten noch möglich war. Das scheint nach dem, was an Ergebnissen des MSA 2015 signalisiert wird, kaum noch möglich zu sein. Wir brauchen für diese Schüler, die nicht gelernt haben zu lernen, Schülercoaching an allen diesen Schulen, um ihnen eine faire Chance zu geben. Sie müssen individuell betreut und zu einem Abschluss wenigstens mit der Berufsreife geführt werden. An diesen Schulen brauchen wir also keine Oberstufe, sondern kleinere Klassen und individuelle Betreuung.

Marion Kittelmann, per E-Mail