Leserbriefe

„Großfamilie ist im Interesse der Gesellschaft“

Zum Artikel: „15 Wochen zu früh – Frühchen sind Hochrisikopatienten“ vom 28. Mai

Annegret Raunigk hat mit 65 Jahren jetzt neben ihren 13 Kindern nun auch noch Vierlinge. Damit ist sie die älteste Vierlingsmutter der Welt. Im Zeitalter des demografischen Wandels kann ihre Lebensleistung nicht hoch genug geschätzt werden. Denn Deutschland leidet unter akutem Bevölkerungsschwund, einer niedrigen Geburtenrate, einer Vergreisung der Gesellschaft, einem Fachkräftemangel, der Schließung von Schulen und Arztpraxen auf dem Lande und einer Verödung unserer Dörfer. Deshalb ist Annegret Raunigk ein Vorbild, ihrem Beispiel einer Großfamilie zu folgen – im Interesse unserer Gesellschaft. Bundespräsident Joachim Gauck sollte ihr das Bundesverdienstkreuz verleihen und Pate der Vierlinge werden.

Ronald Frede, per E-Mail

Schon die künstliche Befruchtung einer Seniorin widersprach jeglichen natürlichen, altersbedingten biologischen Vorgängen im menschlichen Körper. Ärzte haben im Vorfeld auf die Risiken und Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt hingewiesen. Nun müssen die Frühchen in den Brutkasten, was die Versichertengemeinschaft mit 360.000 Euro belastet. Diese Frau hat uns einen Bärendienst erwiesen. Aber ein Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde dürfte ihr sicher sein.

Bernhard Adomeit, per E-Mail

Fast-Food-Müll verschandelt die deutschen Innenstädte

Zum Artikel: „CDU stoppt eigenen Umweltpolitiker: Keine Steuer auf Pappbecher“ vom 27. Mai

Gut zu wissen, dass sich die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD endlich für eine umweltfreundliche Verpackungssteuer nicht nur aufgrund der vielen Papp-Kaffeebecher einsetzen. Der Fast-Food-Müll der amerikanischen Imbissketten verschmutzen und verschandeln immer mehr die deutschen Innenstädte und Parkanlagen. Sollte es zu einer erhöhten Verpackungssteuer für Plastikmüll für die bekannten Fast-Food-Restaurants und den allgegenwärtigen Papp-Kaffeebechern auf den Straßen kommen, könnten diese zusätzlichen Steuereinnahmen sozial- und arbeitsmarktpolitisch sinnvoll zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut hierzulande investiert werden.

Albert Alten, per E-Mail

Ich war gerade für einige Tage in Rom und fand es wunderbar, so gut wie keine Leute mit Kaffee im Pappbecher gesehen zu haben. Die Italiener haben eben noch Stil und genießen ihren Kaffee aus Porzellantassen. Auch ich würde nie einen Coffee to go trinken. Man sieht ja, was da jetzt für Müllprobleme entstehen. Mein Vorschlag wäre, wenn schon Kaffee für

unterwegs, dann doch bitte den Kaffeebecher von zu Hause mitbringen, die

stehen bei den meisten zu Dutzenden im Schrank rum.

Monika Wunderlich-Eichkamp, per E-Mail

Finanzielle Hilfe und Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit

Zum Artikel: „Ein neues Zuhause“ v. 28. Mai

Generell ist die Mithilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen ein Gebot der Menschlichkeit. Offensichtlich ist Deutschland aber bereits jetzt damit komplett überfordert. Es fehlt an vielem, vor allem an Unterbringungsmöglichkeiten, finanzieller Unterstützung vom Bund und ernsthafter Hilfe zur Bekämpfung der sinnlosen Fremdenfeindlichkeit.

Constanze Thietz, per E-Mail