Leserbriefe

„Der Grunewaldsee ist als Alternative zumutbar“

Zum Artikel: „Ein Sonntag ohne Hunde am Ufer des Schlachtensees“ vom 18. Mai

Nach Inkrafttreten des undemokratischen Hundeverbots an Schlachtensee und Krummer Lanke am 15. Mai soll nun die Einhaltung des Verbots durch Polizei und Ordnungsamt überwacht und das Übertreten mit Strafe belegt werden. Ich finde, man sollte die Aufgaben noch erweitern. Das Zurücklassen von Müll jeder Art streng beobachtet und verfolgt. Das Radfahren auf dem Uferweg verboten, rüpelhafte Jogger verfolgt und erfasst. Partys und laute Musik sind nicht mehr statthaft. Damit hätten die Aufpasser genügend Aufgaben und es würde Geld in die Bezirkskasse fließen. Im Ergebnis dessen könnten Erholungssuchende ungefährdet in Ruhe spazieren gehen, sonnenbaden und schwimmen – alles ohne Lärm und Dreck. Welch eine Wohltat!

H.-Jürgen Anker, Dahlem

Das Thema Hundeverbot wird wohl immer die Gesellschaft in zwei Lager spalten: das der Hundeliebhaber mit deren Anspruch auf Auslauf für ihre Hunde und das derjenigen, die Hunde gerne ganz aus dem Stadtbild verbannen würden. In unserem Nachbarland Niederlande wird nicht verordnet und verboten, dort pflegt man den Dialog. Auch dort wird eine Hundesteuer erhoben, aber im Gegensatz zu Deutschland wird dort mit diesem Geld auch etwas für die Hunde und deren Besitzer getan. Es gibt dort genügend Abfallbehälter für die Hinterlassenschaften und extra errichtete Pinkelsteine für die Rüden. So etwas sucht man in hierzulande vergebens.

Dagmar Kley, Wilhelmstadt

Es ist richtig, dass am Schlachtensee das Hundeverbot eingeführt wurde und durchgesetzt wird. Der Grunewaldsee ist heute leider nicht mehr für Schwimmer nutzbar, er ist völlig verdreckt.

Anita Stemplinski, per E-Mail

Statt Auslaufgebiete für Vierbeiner zu sperren, sollte sich die Umweltstadträtin von Steglitz-Zehlendorf erst mal darum kümmern, dass die Hinterlassenschaften der Hunde von den Haltern von Gehwegen entfernt werden. Aber anscheinend stören sie die Kothaufen nur am Schlachtensee.

Bernhard Adomeit, per E-Mail

Bei der Diskussion um das Hundeverbot an Schlachtensee und Krumme Lanke vermisse ich die Einbeziehung des Grunewaldsees. Der war auch mal Badesee, nur im nördlichen Teil als Hundebadestelle ausgewiesen. Inzwischen ist er vollkommen von Hunden vereinnahmt und entsprechend verseucht, sodass hier kein Anlieger mehr baden kann. Wenn man den Grunewaldsee-Anliegern zumutet, zum Baden zur Krummen Lanke oder zum Schlachtensee zu wandern, ist es dann zu viel verlangt, wenn Schlachtensee-Anlieger mit ihren Hunden zum Grunewaldsee laufen müssen?

Horst Reusch, per E-Mail

Von Spekulationen über Fortpflanzungszustand abraten

„Eine Geigerin, die fasziniert und verstört – Die Kanadierin Lara St. John gastiert im Kammermusiksaal“ vom 2. Mai

Es freut mich sehr, dass Herr Stephan das Konzert genossen hat. Ihrer Zeitung würde es gut anstehen, Ihren Kritikern von spekulativen Annahmen hinsichtlich des Fortpflanzungszustands von Künstlern abzuraten. Um Mark Twain zu paraphrasieren: „Ich fürchte, sein Bericht über meine Schwangerschaft war stark übertrieben.“

Lara St. John, per E-Mail