Leserbriefe

Wurden die Autofahrer auch gefragt?

Leser zu der Studie, die ermittelte, dass sich die Bürger weniger Autoverkehr in den Städten wünschen

Von einer Umweltbewusstseinsstudie habe ich nichts bemerkt. 82 Prozent der Deutschen fordern einen Ausbau der Fuß- und Fahrradwege mit einhergehender Ausbremsung des Autoverkehrs? Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ließ die Befragung wohl an Bushaltestellen und Radfahrern durchführen. 14- bis 17-Jährige zu befragen, verfälscht die Öffentlichkeitsmeinung. Man muss erst selbst einen Pkw fahren und die Freiheit erleben um entscheiden zu können, ob man einen Pkw, Busse und Bahnen oder das Fahrrad nutzen möchte. Ich selbst fahre gerne Fahrrad, aber auch mit dem Auto.

W.-D. Braun, per E-Mail

Erst die Umweltzonen, dann das jetzt gebrochene Versprechen keine Maut einzuführen, jetzt wieder eine Studie über angeblich „autofeindliches“ Bewusstsein, das ist wirklich nicht mehr zu ertragen. Sollen wir alle demnächst nur noch zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren? Viele Pendler sind auf das Auto angewiesen, um ihrem Beruf nachgehen zu können. Um zwei oder drei Kinder zur Schule zu bringen, benutzen Eltern das Auto. Mir erschließt sich nicht, was daran so schlecht sein soll, zumal unsere heutige Autogeneration technisch effizient ist, der Spritverbrauch gering ist, wie auch die Schadstoffemission! Man sollte daher solche Aussagen in Studien wirklich kritisch hinterfragen und nicht dauernd dem „Zeitgeist“ hinterherrennen!

Christian Lukner, per E-Mail

Maut bleibt ein Bürokratie-Monster und verkehrspolitischer Unsinn

Zum Artikel: „Bundestag beschließt Pkw-Maut“ vom 28. März

Die Pkw-Maut der bayerischen Splitterpartei CSU ist und bleibt ein Bürokratie-Monster ohne zusätzlichen Nutzen für Autofahrer und die Umwelt. Sie diskriminiert vielmehr Autofahrer in benachbarten EU-Staaten und macht sie auf bundesdeutschen Autobahnen zu Menschen zweiter Klasse, die von der Bundesregierung abkassiert werden. Bleibt zu hoffen, dass der Europäische Gerichtshof in Luxemburg diesen verkehrspolitischen Unsinn der CDU-CSU-SPD-Bundesregierung stoppt und verbietet.

Albert Alten, per E-Mail

Die Sommerzeit sollte abgeschafft werden

Zum Artikel: „Die Sommerzeit hat begonnen “ vom 29. März

Ich hoffe sehr, dass die Regierungen endlich dieses widersinnige Unterfangen abschaffen. Da mehrere Studien bereits festgestellt haben, dass die damit beabsichtigten Einsparungen keinesfalls erreicht wurden und der natürliche Biorhythmus der Menschen dadurch negativ beeinflusst wird, spreche ich mich für die Abschaffung der Sommerzeit aus.

Ivonne Herrmann, Berlin-Gatow

Die Wolfspopulation müsste auf ein erträgliches Maß reguliert werden

Zum Artikel: Spaziergänger entdecken erschossenen Wolf“ vom 31. März

Während viele Mitbürger die Regulierung der Wolfspopulation auf ein land- und forstwirtschaftlich erträgliches Maß begrüßen würden, wird im Land Brandenburg noch immer der ungehemmten Vermehrung der Raubtiere unter Ausrottung des Schalenwildes zugearbeitet. Dazu gehört es auch, die Jägerschaft, die die verhätschelten Wölfe bisher nicht bejagen und tot aufgefundenen Tieren nicht einmal nahekommen darf, zu kriminalisieren. Auf Begegnungen mit Wölfen müssen wir uns auch im Raum Berlin einstellen. Immer häufiger tauchen im Verkehrsfunk Hinweise auf „Hunde am Rande der Autobahnen“ auf. Wir sollten wissen, dass in diesen Wochen die einjährigen Wolfswelpen aus den Rudeln abgebissen werden bzw. freiwillig zur Neugründung eigener Rudel abwandern, da der diesjährige Nachwuchs die Alttiere beschäftigt. Auch Berlin mit seinen haustierreichen Außenbezirken ist „Wolfserwartungsland“.

Joachim F. Hildebrandt, Berlin-Buckow

Frankreich hat eine bessere Politik dringend nötig

Zum Artikel: „Sarkozy ist der Retter" vom 29. März

Ich finde den Kommentar von Jacques Schuster erstklassig! Jeden Satz könnte ich unterstreichen. Schon bei der Europa-Wahl haben die Franzosen der kraftlosen Hollande-Administration die Rote Karte gezeigt. Unser Nachbarland hat eine bessere Politik dringend nötig, um nicht auch noch zum Problemfall für den Euro zu werden.

Helmut Maier, Westend