Leserbriefe

„Auch Preetz sollte zurücktreten“

Leser zur Entlassung von Hertha-Trainer Jos Luhukay nach dem Absturz der Mannschaft in die Abstiegszone

Es ist wie es immer ist: Die Mannschaft spielt schlecht – und das liegt dann immer am Trainer. Wer steht denn auf dem Platz? Eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft ohne klaren Führungsspieler. Wenn der Trainer gehen muss, dann auch endlich Manager Michael Preetz, der für die desolate Einkaufspolitik bei Hertha BSC verantwortlich ist. Den Mut wird er aber wohl nicht haben.

Thomas Kramer, per E-Mail

Jetzt hat Hertha BSC den Trainer entlassen. Aber das Problem liegt ganz woanders. Als erstes müsste der Manager entlassen werden. Wegen dessen katastrophaler Einkaufspolitik musste Hertha bereits zweimal absteigen. Die meisten Verpflichtungen, seien es Trainer oder Spieler, lagen in seiner Verantwortung. Unter Preetz-Vorgänger Dieter Hoeneß hatten wir wenigstens Spieler wie Marcelinho, Pantelic, Voronin oder Simunic. Wenn Hertha-Präsident Werner Gegenbauer nicht endlich aufhört, sich schützend vor Preetz zu stellen, sollte auch er zurücktreten. Solange sich an dieser Kombination nichts ändert, wird uns Preetz wieder geradewegs in die 2. Liga lotsen. Man sieht an Mainz, Gladbach oder Augsburg, dass es auch ohne viel Geld möglich ist, eine vernünftige Mannschaft zusammenzustellen.

Peter Zigan, Friedenau

Der Trainer muss gehen, der Manager aber darf bleiben. War der nicht an den Neueinkäufen beteiligt? Ein kleiner Trost: Den dritten Abstieg wird er als Hertha-Manager bestimmt nicht überleben.

Klaus-Peter Rosemann, per E-Mail

Erneut wird sich die Geschichte wiederholen, Hertha BSC zum dritten Mal in sechs Jahren absteigen. Und das alles wäre nicht nötig, wenn rechtzeitig gehandelt worden wäre. Man kann den Spielern keinen allzu großen Vorwurf machen, denn das sind Profis, die kommen, wenn sie verpflichtet werden. Ob diese Einzelspieler aber zusammenpassen, sie für Hertha eine gewisse Qualität mitbringen, ist fraglich. Schon in der Hinrunde hat man gesehen, dass es in dieser Mannschaft vorne und hinten nicht passt. Sie spielt mit Abstand den ängstlichsten Fußball der Bundesliga und wird taktisch immer wieder anders ausgerichtet. Spieler, die man für viel Geld geholt hat, werden teilweise demontiert und Nachwuchstalente bekommen keine Chance. All das passiert unter den Augen von Präsidium, Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Leider gibt es in jedem Mannschaftsteil nur einen Spieler, der den Anforderungen der Bundesliga entspricht. Daran wird auch der jetzt erfolgte Trainerwechsel nichts mehr ändern, denn bereits vor der Winterpause hätte man handeln müssen.

C.-P. Paege, Reinickendorf

Erhebliche Temposteigerung vergrößert Gefahr im Verkehr

Zum Artikel: „Ein Rad für jeden Typ“ vom 28. Januar

Keine Frage: Fahrrad fahren ist gesund. Wenn nun auch noch die Grundregeln beachtet werden, kann es nicht besser sein. Aber die Zunahme der E-Bikes macht mich besorgt. In Rio de Janeiro konnte ich die explosionsartige Zunahme bei den E-Bikes erleben. Es fahren dort sehr viele ohne jede Hemmung und vor allem mit rasantem Tempo. Schon jetzt haben wir Probleme mit den Radfahrern. Das Verhalten mancher, natürlich nicht aller, lässt Kritik zu. Dieses zum Teil verkehrswidrige und rücksichtslose Benehmen, verbunden mit großer Temposteigerung, erhöht die Gefahr im Straßenverkehr. Und zwar auch, weil es keine Ordnungshüter gibt, die eventuelle Verstöße ahnden. Anders in Rio, da gibt es genügend Personal und es wird auch spürbar kontrolliert. Wir sollten uns durchringen und endlich zumindest eine Basisprüfung für Radfahrer einführen und auch darüber Gedanken machen, wer für einen eventuellen Schaden bei Unfällen aufkommt. Denn viele Radfahrer sind nicht versichert.

Lothar Otterstätter, Mariendorf

Betrunkene Radfahrer sind Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer

Zum Artikel: „Verkehrsexperten wollen neue Promillegrenze für Radfahrer“ vom 24. Januar

Warum ein Radfahrer mehr Alkohol trinken darf als ein Autofahrer, war mir noch nie erklärlich. Ungerecht ist auch, dass Radfahrer geringere Strafen bei Verkehrsverstößen zahlen als Autofahrer. Es sollte für Fahrrad- und Autofahrer gleiche Strafen und gleiche Promillegrenzen geben, weil alkoholisierte Rad- und Autofahrer für alle anderen Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellen.

Thomas Splittgerber, Lichterfelde