Leserbriefe

„Das ICC endlich sanieren“

Leser zu den Forderungen des Berliner Hotel- und Gaststättenverbandes nach einem Kongresszentrum

Wieder einmal soll das Gelände des einstigen Flughafens in Tempelhof herhalten, wenn in Berlin ein Platz für etwas Neues gebraucht wird. Ein Kongresszentrum dort, wo schon jetzt auf dem Tempelhofer Damm täglich der Verkehr Richtung A 100 zusammenbricht, es gerade mal eine U-Bahnlinie gibt und die S-Bahnstation Tempelhofer Damm einen halben Kilometer entfernt ist. Und weit und breit kein größeres Hotel. Welcher Kongressveranstalter will schon mehrere Tage in die teils maroden Hallen des ehemaligen Flughafens? Die taugen gerade mal für Mode- oder Weinmessen. Das ICC liegt verkehrs- und infrastrukturmäßig genau an der richtigen Stelle. Man muss sich endlich zur Sanierung durchringen, sonst ade Messemetropole Berlin.

Matthias Cramer, Tegelort

Es war abzusehen, dass, nachdem das ICC als weltweit führendes Kongresszentrum auf dem Altar der rot-roten Hauptstadtpolitik geopfert wurde, eine Lücke bei den Kongressen entstehen wird. Nun gilt es Schaden von Berlin fernzuhalten, dazu sollte man das ICC sanieren und schnell wiedereröffnen. Die Argumentation, das ICC sei unwirtschaftlich, ist so oder so falsch, denn Kongressgäste lassen Geld überall in der Stadt, nicht nur bei den Gebühren für die Veranstaltung im ICC. Das sichert Arbeitsplätze, bringt zahlreiche Steuereinnahmen und ist eine tolle Werbung für die Stadt.

Werner Melch, Lichterfelde

Berlin etwas von seinem alten Herz zurückgeben

Zum Artikel: „Zurück zur Vergangenheit“ vom 29. Dezember

Berlin braucht Wohnungen und wieder einen historischen Bezug zu seiner alten Stadtmitte. Der Vorschlag der Gesellschaft Historisches Berlin (GHB) bietet dreierlei: In bester Innenstadtlage könnten Hunderte Wohnungen entstehen, durch die Wiederbelebung des Stadtraumes die Kriminalität zurückgedrängt und dem zugigen, ungemütlichen Gebiet zwischen Fernsehturm und dem im Bau befindlichen Stadtschloss ein neues altes Gesicht gegeben werden. Für ebenso wichtig halte ich den Vorschlag der GHB, sich bei der Gestaltung der Häuser an traditioneller Architektur zu orientieren. Eine Bebauung in heute leider üblicher Lego-Bauklotz-Architektur würde dem Vorhaben eher schaden, Berlin etwas von seinem alten Herzen zurückzugeben. Eine Stadt muss architektonisch erkennbar und unverwechselbar bleiben oder es wieder werden. Deshalb plädiere ich für den Wiederaufbau alter, herausragender Gebäude wie Petrikirche, schinkelsche Bauakademie oder Anhalter Bahnhof.

Marco Rosenwick, Wilhelmsruh

Fast alle Spieler bleiben 20 Prozent unter ihren Möglichkeiten

Zum Artikel: „Wie ein altes Auto im Winter“ vom 24. Dezember

Kontinuität in der Trainerfrage ist sicherlich sehr wünschenswert, aber auch, wenn man möglicherweise absehbar in der 2. Liga landet? Hertha war das schlechteste Team der Rückrunde der Saison 2013/14, insgesamt sieht es für das gesamte Jahr 2014 nicht viel besser aus. Der Torwarttrainer-Wechsel hat ebenfalls keine Verbesserung gebracht, überhaupt hat sich kein Spieler 2014 spielerisch verbessert, fast alle spielen 20 Prozent unter ihren Möglichkeiten. Die meisten Spieler wurden erst einmal klein gemacht, landeten auf der Bank, der Tribüne oder gar bei der U23. Kein Wunder, wenn sie wenig motiviert sind. Wer wissen will, wie der Trainer tickt, muss sich an ein belangloses Beispiel erinnern. Das letzte Spiel von Ramos gegen Dortmund zum Ende der vergangenen Saison. Jeder rechnete damit, Ramos in der Startaufstellung vorzufinden, der Trainer aber wollte ein Zeichen seiner Macht setzen und ließ ihn 60 Minuten auf der Bank. Da er das mit den meisten Spielern so handhabt, ist es kein Wunder, wenn sie weit unter ihren Möglichkeiten spielen. Mein Wunsch: Mirko Slomka, übernehmen Sie das Traineramt!

Thomas Hauptmann, Rudow

Sanktionen des Westens werden keinen Kurswechsel bewirken

Zum Artikel: „Rubel-Absturz: Russland droht eine schwere Krise“ vom 28. Dezember

Die russische Bevölkerung, die weitgehend hinter ihrem Präsidenten Wladimir Putin steht, wird die Rubel-Krise überstehen müssen. Auch weitere Sanktionen des Westens werden Putin nicht zu einem Kurswechsel im Verhältnis zu Krim und Ukraine bewegen.

Thomas Splittgerber, per E-Mail