Leserbriefe

„Im Fahrstuhl nach unten“

Leser zu den schwachen Resultaten von Hertha BSC und zu den Gefahren eines möglichen Abstiegs

Mit etwas mehr finanziellem Spielraum zeigt Michael Preetz, was er bei Dieter Hoeneß gelernt hat. Wie gebe ich am besten Geld für Spieler aus, die bei Zweitligisten mehr oder weniger die Wasserflaschen reichen dürften. Wir suchen einen großen Innenverteidiger und finden einen alten holländischen Ex-Nationalspieler vom Absteiger Fulham mit 1,80 Meter. Marvin Plattenhardt von Absteiger Nürnberg spielte erstmals und zeigt, warum ihn keiner haben will. Jens Hegeler ist ein Totalausfall und wer für Valentin Stocker mehr als drei Millionen zahlt, der denkt auch, dass 16 Treffer für Lille reichen, um in der Bundesliga einen Zweikampf zu gewinnen. Roy Beerens ist bemüht, leider alles brotlos. Dazu sind wir das lauf- und zweikampfschwächste Team der Liga, kurzum, so spielt ein Absteiger.

Detlef Ritter, Rudow

Die alte Dame Hertha hat es nicht geschafft, die nötigen Punkte zusammenzuraffen. Jetzt ist die erste Liga auch in Gefahr. Und jetzt kommen auch noch schwere Gegner. Bayern und Dortmund sind zu Gast. Also Fans, lasst die alte Tante nicht im Regen stehen. Bei starken Gegnern wächst Hertha enorm.

Thomas Hansen, Reinickendorf

Nach dem enttäuschenden „Almabtrieb“ in Bielefeld habe ich mich noch mit der Feststellung beruhigt, naja, Pokal wie jedes Jahr! Dann erfolgte jedoch in Paderborn eine von mir nicht erwartete Fortsetzung einer Spielphilosophie, die nicht von Erfolg gekrönt sein konnte. Dann der vorläufige traurige Höhepunkt am Freitagabend im Olympiastadion gegen Hannover 96. Ich kann mich nur schwer erinnern, wann ich ein so destruktives, nur auf Zufall aufgebautes Spiel von Herta BSC in der Vergangenheit gesehen habe! Muss bei den Personaldispositionen nicht die Frage im Vordergrund stehen, welcher Spieler mir an welcher Stelle helfen kann, meine gesteckten Ziele zu erreichen? Wenn dem so sein sollte muss jetzt nach dem elften Spieltag kritisch hinterfragt werden, wo konnte Herr Hegeler, Herr Plattenhardt, Herr Haraguchi, Herr Heitinga bislang der Mannschaft nachhaltig helfen?

Axel Thiele, Nikolassee

Spannende Bundesliga, ein Auf und Ab. Nur die Reisegruppe Preetz sitzt wieder mal im Fahrstuhl nach unten und merkt es nicht.

Joachim Marquardt, Lichtenrade

In jedem anderen Verein wären schon Köpfe gerollt. Wie lange schaut sich der Aufsichtsrat noch das Rumgemurkse von Trainer und Geschäftsführer an? In einem Wirtschaftsunternehmen, wie es Hertha auch ist, hat leider der Aufsichtsrat keine sportliche Kompetenz, anders ist es nicht zu erklären, warum dem Geschäftsführer, Herrn Preetz, immer wieder die alleinige Verantwortung übergeben wird. Er hat es in den letzten vier Jahren bewiesen, mit Hertha abzusteigen, obwohl diese Abstiege unnötig waren und bei besserem Management nicht nötig gewesen wären. Diesmal könnte Hertha BSC voll gegen die Wand gefahren werden, nicht nur mit einem kleinen Karosserieschaden, sondern mit einem Totalschaden.

Claus-Peter Paege, Reinickendorf

Gewerkschaftsführer sollte beim nächsten Mal an alle denken

Zum Artikel: „Bahn und GDL nach Streikende gesprächsbereit“ vom 10. November

Und nun sollen wir sicher auch noch dankbar dem Herrn Weselsky dafür sein, den Streik abgesagt zu haben. Was für eine perfide Planung. Ich habe absolut kein Verständnis für einen geplanten Streik an einem der bedeutendsten Wochenenden für Berlin und für Deutschland. Vor 25 Jahren fiel nicht nur die Mauer, es war das Ende des Kalten Krieges. Die Menschen wollten problemlos reisen und mit der Bahn vielleicht nicht nur nach Berlin fahren, sondern diesen Tag vielleicht auch mit ihren Liebsten – wo auch immer – verbringen. Hoffentlich hat der Gewerkschaftsführer gelernt, an alle zu denken und beendet sein persönliches Machtstreben.

Lothar Otterstätter, Mariendorf

Strom wurde nach einer halben Stunde abgedreht

Zum Artikel: „Wo einst Agenten ausgetauscht wurden“ vom 11. November

Hat das hoch verschuldete Berlin vielleicht seine Stromrechnung nicht bezahlt? Schon um 18.30 Uhr war die groß angekündigte Illumination der Glienicker Brücke auf der einen Seite wieder dunkel.

Hajo Allgaier, per E-Mail