Leserbriefe

„Klimadebatte ist wenig glaubwürdig“

Leser zum New Yorker Klimagipfel und der Resolution der Teilnehmer zum Kampf gegen die Erderwärmung

Wie oft haben sich die Staatschefs schon zum Klimawandel beziehungsweise zu verbindlichen Regelungen bekannt? Passiert ist nichts, es gibt noch nicht mal eine Trendwende. Bevölkerung, Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen werden in den kommendem Jahren dramatisch ansteigen, egal, was auf welchen Klimakonferenzen beschlossen wird. Die Entwicklung ist schon weitgehend programmiert, man kann ja die physikalischen Gesetze, nach denen die Erderwärmung abläuft, schlecht ändern. Man müsste schon den CO2-Ausstoß verbieten, das will aber niemand tun. Die Politik tut sich ja schon schwer genug mit der Einführung von ökonomischen Instrumenten, um das CO2 zumindest einzudämmen. So wird unsere Atmosphäre weiter mit Klimagasen verpestet, weil die Entsorgung derselben nichts kostet. Die internationale wie nationale Klimadebatte ist also wenig glaubwürdig und verantwortungslos gegenüber künftigen Generationen, die alles ausbaden werden müssen. Anders kann man dieses Verhalten nicht bezeichnen.

Christian Lukner, per E-Mail

Bereits 1870 prognostizierte Jules Verne, dass Wasserstoff auf „unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“ wird. Technisch ist dessen „grüne“ Erzeugung und Nutzung längst gelöst. Was fehlt, sind moderne, nachfolgende Generationen schützende Gesetze zur sofortigen Einführung dieser wirksamen Waffe gegen den Klimawandel.

André Dusedeau, Haselhorst

Der Schauspieler Leonardo DiCaprio bringt es treffend auf den Punkt. Denn selbst, wenn der Klimawandel viel langsamer als bislang prognostiziert verläuft, handelt es sich hierbei um die größte Herausforderung unserer Zeit, da die ökologischen Folgen wie etwa Wasserknappheit bis hin zu neuen Kriegen führen können. Somit stehen die politischen und wirtschaftlichen Eliten in einer besonderen Verantwortung, den Planeten in einem möglichst heilen Zustand an künftige Generationen zu übergeben. Deswegen ist es unverständlich, dass sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel (SPD), die sich beide noch vor einigen Jahren vor schmelzenden Eisbergen in Szene gesetzt haben, beim so wichtigen Termin in New York fehlten.

Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

Gefahr durch Terrorangriffe vom Boden aus wird unterschätzt

Leserbrief „Atomreaktor in Wannsee ist ein Auslaufmodell“ vom 21. September

Der Forschungsreaktor soll noch bis 2019 betrieben werden. Bis dahin bleiben aktuelle Probleme weiterhin ungelöst. Gravierender als die Gefahr aus der Luft ist eine weitere, aktuelle Bedrohung, die terroristischer Angriffe vom Boden aus auf den ungeschützten Reaktor und die ungeschützte Lagerhalle der ZRA. Die Konsequenz müsste sein, nicht nur wegen der gravierenden Sicherheitsmängel der Reaktoranlage, sondern auch wegen der Terrorgefahr den Forschungsreaktor sofort abzuschalten und die Abwicklungsprozesse, auch hinsichtlich der gelagerten radioaktiven Abfälle, mit Sicherungsmaßnahmen zu begleiten. Da bisher auf nationaler Ebene nichts geschieht, haben sich Bürger entschlossen, auf europäischer Ebene mit einer Petition und einer Umweltschutzbeschwerde auf diese radioaktive Bedrohung durch die Terrorgefahren hinzuweisen und gefordert, dass die Bundesrepublik veranlasst wird, entsprechende Umweltschutzmaßnahmen zu prüfen und gegebenenfalls durchzuführen.

Dierk Stelzer, Wannsee

Überprüfung der Maßnahmen der Energiesparverordnung

Zum Artikel: „Zu hohe Heizkosten: Berliner sparen ihre Wohnung kaputt“ vom 25. September

Kostendruck durch hohe Energiepreise treibt Mieter in den Ruin. Außerdem verführt die staatlicherseits propagierte Energiewendedebatte dazu, dass durch Wärmedämmmaßnahmen die Wohnung hermetisch abgeriegelt wird. Der Einbau dichter Fenster tut sein Übriges. In der Folge kommt es zu Schimmelbildung und anderen Schäden. Diese übertriebenen Sparmaßnahmen gehören auf den Prüfstand.

Ch. Lubanski, per E-Mail

Korrektur

Zum Artikel: „Die Ente kehrt in den Spiegelpalast zurück“ vom 26. September

Bei der Bildunterschrift ist uns ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Die Frau auf dem Foto neben Kolja Kleeberg ist dessen Lebesngefährtin Katharina Kriebel. Wir bitten für dieses Versehen um Entschuldigung.