Leserbriefe

„Ein Zeichen gegen die Gräueltaten“

Leser zu einem öffentlichen Friedensgebet und einer Kundgebung gegen Extremismus von Muslimen

Es ist sicher lobenswert, das Muslime in Deutschland ein Zeichen gegen die Gräueltaten der Terrormiliz IS gesetzt haben. Leider ist jedoch davon auszugehen, dass dieses Zeichen weder bei den Terroristen und Sympathisanten der IS, noch bei den anderen weltweit agierenden islamischen Terrororganisationen und Extremisten ankommt. Es wäre vielmehr an der Zeit, dass sich Muslime aktiv gegen ihre abtrünnigen Glaubensbrüder wehren, anstelle nur immer davon zu sprechen, wie friedlich der Islam doch in Wirklichkeit sei. Es ist die Aufgabe der Muslime dafür zu sorgen, dass diese islamischen Auswüchse bekämpft und letztlich beseitigt werden. Sicherlich wäre man dann auch eher dazu bereit, den Islam als eine friedliche Religion anzusehen.

Stefan Mehrholz, per E-Mail

Es ist sehr begrüßenswert, wenn sich nun islamische Verbände nach dreieinhalb Jahren Religionskrieg von der IS distanzieren und zum Frieden aufrufen. Der zweite wesentliche Schritt müsste sein, dafür Sorge zu tragen, dass die Stellen im Koran, die zum Töten der Ungläubigen – Grundlage dieser Religionskriege – auffordern, endlich als politisch motivierte „Abrogationen” (spätere Einfügungen) aus dem Koran getilgt würden. Zumindest müssten alle, die jetzt nach Frieden rufen, auch dieses Anliegen laut fordern.

Prof. Ludger Schiffler, per E-Mail

Dass sich muslimische Verbände, nach längerem Zögern und auf Drängen der Politik, nun zu einem Protest gegen die IS aufgerafft haben, war mehr als überfällig. Der eilfertige Beifall von Politik und Kirche scheint mir etwas verfrüht, nun müssen den Worten auch Taten folgen. Hasspredigern und Volksverhetzern dürfen keine Moscheen zur Verfügung gestellt werden. Es reicht nicht, sich nur verbal zu distanzieren. Es muss erkennbar werden, dass nicht unterschieden wird zwischen schlechter und gerechtfertigter Gewalt, zum Beispiel gegen Ungläubige. Auch muss darauf hingewirkt werden, dass die Werte der freiheitlichen und säkulären Gesellschaft, in der zu leben man sich entschlossen hat, geachtet und akzeptiert werden.

Ingo Janke, per E-Mail

Trainer Jos Luhukay erreicht die Mannschaft nicht mehr

Zum Artikel: „Ein einziger Lichtblick“ vom 21. September

Hertha BSC hat nach einer erneuten desolaten Leistung ohne echte Torchance einen mehr als glücklichen Punkt in Freiburg geholt. Das Gerede, dass sich die Mannschaft noch finden müsse, geht am eigentlichen Problem vorbei. Auch andere Mannschaften haben verletzte Spieler zu beklagen und müssen neue Spieler integrieren. Fakt ist, dass Hertha saisonübergreifend nur eines der letzten 16 Bundesligaspiele gegen den späteren Absteiger aus Braunschweig gewonnen hat. Die Tatsache, dass die Mannschaft trotz neuer Spieler genauso schlecht wie in der Rückrunde der vergangenen Saison agiert, muss sich der Trainer zuschreiben lassen. Jos Luhukay hat zweifellos viel für Hertha getan, aber jetzt erreicht er die Mannschaft nicht mehr.

Horst Lähn, per E-Mail

Auch Europa sollte nach noch mehr Einigung streben

Zum Artikel: „Schottland bleibt – Regierungschef geht“ vom 20. September

Es entspricht dem gesunden Menschenverstand, dass sich die Schotten für den Verbleib im Mutterland England entschieden haben. Der Zeitgeist und das Konkurrenzgebot gegenüber den Volkswirtschaften Asiens und Amerika gebieten dies schon allein. Deshalb sollte Europa nach Einigung streben, anstatt sich in noch kleinere Staaten (siehe auch Spanien) aufzugliedern. Dies trifft auch für Deutschland zu. Berlin besteht immer noch aus 12 selbständigen Bezirken und die Bundesrepublik aus 16 Ländern. Eine Zusammenlegung würde Milliarden einsparen.

Gottfried Hecht, per E-Mail

Nach den Wahlen werden die Karten neu gemischt

Zum Artikel: „Stöß, Saleh und Müller eröffnen Wahlkampf“ vom 20. September

Von den drei Kandidaten ist Michael Müller noch der Bekannteste. Bei den zwei Mitstreitern kann man davon ausgehen, dass Müller das Rennen macht. Seine 16 Jahre Verwaltungserfahrung sind nicht schlecht und reichen unter Umständen aus, um diesen vakanten Job erst einmal 22 Monate auszuführen. Nach den Wahlen werden die Karten neu gemischt.

Thomas Hansen, Reinickendorf