Leserbriefe

„Entscheidungen allesamt autofeindlich“

Leser zu Plänen, die Bahnhofsstraße in Lichtenrade in den kommenden Jahren attraktiver zu machen

Wer will nicht erreichen, dass die Bahnhofsstraße in Lichtenrade eine prosperierende Entwicklung nimmt. Dabei die Tunnelfrage beim Ausbau der Dresdener Bahn auszuklammern, ist schlicht ein Schildbürgerstreich. Das Ensemble am S-Bahnhof mit der Mälzerei und dem Landhaus unter Denkmalschutz zu stellen ist ein Hemmnis für die Entwicklung dort. Man verhandelt mit Investoren über eine Einbindung des Ensembles und verschreckt sie während einer Bauplanung – wie geschehen – mit dem Denkmalschutz für das Landhaus.

Rainer Welz, Lichtenrade

Wenn die im Bürgerforum getroffenen Entscheidungen nicht allesamt autofeindlich wären, würde es sicher keine Fördermittel geben. Da es aber massive Einschränkungen in der Mobilität per Automobil geben wird, werden die Fördermittel fließen. Das ist besonders in der Schließung des Park&Ride-Parkplatzes in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof zu sehen. Dieser Platz beherbergt zurzeit nicht nur den Park&Ride-Parkplatz für Pendler aus dem Umland, sondern auch die Endhaltestellen für mehrere Buslinien. Dort wurde in der Vergangenheit schon mit einem Marktplatz erfolglos experimentiert. Was herauskommt, wenn eine der zwei Ost-West-Achsen in Lichtenrade verengt wird, durften wir gerade für mehrere Wochen während durchgeführter Bauarbeiten feststellen. Der Tempelhofer Damm hingegen kommt nicht in den Genuss solcher Fördermaßnahmen, obwohl die dort dringender benötigt würden, um das Image als Pommes-, Döner- und Ein-Euro-Laden-Straße abzulegen. Da die B96 eine Hauptverkehrsstraße ist, kann man die nicht so einfach in einen ländlichen Feldweg wie die Bahnhofsstraße verwandeln.

Angelika Pfleger, per E-Mail

Frauen als billige Arbeitskräfte für den Arbeitsmarkt sichern

Zum Artikel: „Forscher zweifeln am Nutzen des Ehegattensplittings“ vom 28. August

Das Ergebnis der Studie ist frauenfeindlich. Es dient dazu, dem Arbeitsmarkt billige Arbeitskräfte (Frauen) zu sichern. Auf die einschlägigen Studien zur Einkommenssituation der Geschlechter wird verwiesen. Dass die Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig (SPD), die Ergebnisse positiv darstellt, verwirrt.

Bernhard Siegemund, per E-Mail

Wirkliche Hilfe nur durch Beteiligung an Kampfeinsätzen

Zum Artikel: „Bundeskanzlerin bezeichnet IS-Terror als Völkermord“ vom 28. August

Es ist gut, Waffen an bestimmte Gruppen im Irak zu liefern, nur Frieden dürfte das kaum bringen. Wer glaubt, mit Nachtsichtgeräten und kugelsicheren Westen zum Frieden beitragen zu können, streut den Menschen bewusst Sand in die Augen. Um den notleidenden und um ihr Leben kämpfenden Menschen wirklich helfen zu können, müsste sich die Bundeswehr an Kampfeinsätzen beteiligen. Doch dazu gibt es weder eine Bereitschaft in der Politik noch in unserer Gesellschaft.

Christoph Luban, per E-Mail

Wir haben zu wenig junge Leute, die etwas riskieren

Leserbrief zum Artikel: „In der hintersten Reihe“ vom 12. August

Es werden die Fraktionslosen in den Parlamenten gegeißelt, die als Hinterbänkler keine oder nur wenig Macht ausüben können. So wie der Abgeordnete Dirk Stettner, dem Kredit- und Subventionsbetrug sowie Konkursverschleppung angelastet wird und der daher die CDU-Fraktion verlassen hat. Die Berufungsverhandlung steht noch aus. Der Unternehmer Stettner hat möglicherweise Termine übersehen oder Fristen versäumt. Er reiht sich damit wie viele andere junge, zupackende Unternehmer in die Schar der Überflieger ein, die nicht schnell genug den gewünschten Erfolg erzielen können. Ihn deshalb zu diskreditieren, ist unangebracht.

Prof. Dr. Peter Kolbe, Weißensee

Gehirn macht Bilder aus Vergangenheit der Objekte

Zum Artikel: „Plaudern mit E.T.“ vom 17. August

Wellenfronten zu beobachtender Objekte müssen erst die Sensoren der Teleskope oder unsere Netzhaut erreichen. Computer beziehungsweise unser Gehirn machen daraus die Bilder – aus der Vergangenheit dieser Objekte. Selbst das Bild der Sonne ist 8,5 Minuten alt. Objekte in Echtzeit zu beobachten ist unmöglich.

Peter Krisch, per E-Mail