Leserbriefe

„Der Platz ist hochgefährlich“

Leser zu dem Mord an einem 30-Jährigen auf dem Alexanderplatz und zum Einsatz der Polizisten

Was muss denn noch passieren? Der jüngste Fall ist symptomatisch für die Situation am Alexanderplatz. Jeder weiß doch, dass es bei der extrem angespannten sozialen Brisanz dort und den lokalen Gegebenheiten mit internationalem Tourismus immer wieder zu derartigen Ausschreitungen kommt, kommen muss. Die Frage ist nicht, ob es nun eine mobile Polizeiwache oder ein festes Revier geben soll. Es gibt nur eine einzige Lösung: Mehr Polizei muss Tag und Nacht zu sehen sein. Natürlich kann sie nicht alles verhindern, doch die jetzt kaum vorhandene Sicherheit und Ordnung müssen verbessert werden. Es muss zum Bild des Platzes gehören, dass uniformierte Beamte ständig dort sind. Die Aussage von Innensenator Frank Henkel (CDU), es sei kein Personal vorhanden, weil man es woanders abziehen müsste, ist ein Armutszeugnis für ihn und die Stadt.

Wolfgang Pickert, per E-Mail

Ein volljähriger Täter mit einem Messer in der Tasche, das nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, ersticht vorsätzlich einen 30-Jährigen. Für diesen Mord muss es die Höchststrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung wegen Gefährdung der Öffentlichkeit geben.

Karin von Paczkowski, per E-Mail

Selbstverständlich ist es am sinnvollsten, Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit an ihren Wurzeln zu bekämpfen. Natürlich sollte man alle Ansatzpunkte nutzen, um Aggressivität und körperliche Gewalt von vornherein zu unterbinden. Aber das entbindet den Staat nicht von der Notwendigkeit, auch das akute Gewaltpotenzial einzudämmen. Und da ist es doch völlig unbestreitbar, dass die Präsenz der Polizei und deren besonnenes, aber eben auch entschlossenes Eintreten im Konfliktfall der Prävention und Deeskalation dienen. Kontraproduktiv und eine Verhöhnung von Gewaltopfern und deren Angehörigen beziehungsweise Hinterbliebenen sind dagegen äußerst milde Urteile, die sogar in Fällen von polizeibekannten Intensivtätern ausgesprochen werden. Dies ist gewiss nicht der Ruf nach einem Richter Gnadenlos, aber die Forderung nach angemessenen Strafen für extreme Gewalttaten.

Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Heilmann, Schöneberg

Die Polizei und die anderen Verantwortlichen dieser Stadt haben es immer noch nicht begriffen. Dieser Platz ist insbesondere nachts hochgefährlich. Die tägliche Bewachung von wenigen Beamten reicht nicht aus. Die Bekenntnisse, die von allen Seiten nach dem Tod von Jonny K. abgegeben worden sind, sind angesichts der vielen und schweren Überfälle nichts als Makulatur. Diese Stadt ist nicht mehr sicher, und der Alexanderplatz nachts eine No-go-Area.

Lothar Wirth, per E-Mail

Der Alexanderplatz macht zurzeit einen dreckigen Eindruck. Der ganze Platz ist zu weiträumig und deshalb kaum zu kontrollieren und auch kaum richtig zu säubern. Insgesamt ein Pflaster, das üble Gestalten und Kriminelle anzieht. Innensenator Frank Henkel (CDU) muss endlich Flagge zeigen und der Bevölkerung beweisen, dass es dort laufend versteckte und vorzeigbare Polizeipräsenz gibt, die den Bürger schützt. Vor allem könnte sich Berlin ein Beispiel an New York nehmen. Dort existiert die Null-Toleranz-Strategie für Straftäter. Außerdem sollte der Alexanderplatz endlich kleinteilig mit Grün umgeplant werden.

Thomas Hansen, per E-Mail

Weitere Proteste oder Camps dürfen jetzt nicht mehr zugelassen werden

Zum Artikel: „108 Flüchtlinge vom Oranienplatz sollen Berlin verlassen“ vom 25. August

Endlich wird gehandelt. Die Flüchtlinge tanzen unserem Senat auf der Nase herum. Weitere Proteste oder gar Camps dürfen jetzt nicht mehr zugelassen werden. Wer wirklich bei Ankunft in Deutschland in Not ist, verhält sich nicht so aufmüpfig, sondern ist zufrieden, ein Dach über dem Kopf zu haben.

Karin Rohde, per E-Mail