Leserbriefe

„Berlin weiß sich zu wehren“

Leser zu der Beendigung der Flüchtlingsaktion auf dem Breitscheidplatz durch die Polizei

Danke für den Polizeieinsatz. Der ist mal so abgelaufen, wie man es sich wünscht. Danke an die Polizeiführung. Es gibt doch noch Einsätze, die nicht von einem Maulwurf verraten werden. Eine Minderheit in dieser Stadt, die sich über den Polizeieinsatz aufregt, ist schnell vergessen. Was bleibt ist: Auch Berlin weiß sich zu wehren.

Helmut Scheel, Wedding

Endlich werden Recht und Gesetz wieder für alle Berliner nachvollziehbar hergestellt. Die Protestierer und Residenzpflichtverletzer haben und hatten in Sachsen-Anhalt ein Dach über dem Kopf, Nahrung, Schutz, Beratung und alles, was sie brauchen. Die ausschließlich von Unterstützern implizierten Forderungen waren von Beginn an unrealistisch und unerfüllbar und dienten nur der Instrumentalisierung von Menschen. Jetzt hat der Spuk hoffentlich ein Ende, denn rechtsfreie Räume darf es bei uns nicht geben.

Klaus Wollschläger, per E-Mail

Es wurde höchste Zeit, dass nach Recht und Gesetz gehandelt wurde. Dies hätte auch schon so am Oranienplatz geschehen müssen.

Peter Zeller, per E-Mail

Wie können Kirche und Opposition den Abtransport der Flüchtlinge verurteilen? Die Berliner Polizei hat nur einen unrechtmäßigen Zustand beendet. Die Flüchtlinge haben, mit Hilfe linksextremer und selbst ernannter Unterstützer, immer unverschämtere Forderungen gestellt. Dabei haben Flüchtlinge in Deutschland durchaus umfangreiche Rechte. Sie dürfen auch ohne Visum und ohne Geld an unser europäisches Tor klopfen und um Aufnahme bitten. Dann wird geprüft, ob Fluchtgründe im Sinne unseres Asylrechts vorliegen. Oder ob nur auf Kosten der Europäer ein neues Leben begonnen werden soll. Diese Prüfung steht auch den Flüchtlingen von der Gedächtniskirche zu. Und diese Prüfung erfolgt nun wie vorgesehen in Magdeburg. Mehr sollten die Männer nicht erwarten. Unser Asylrecht werden wir ganz bestimmt nicht ändern. Deutschland lässt sich nicht erpressen, und politische Mehrheiten gibt es für solch eine Änderung auch nicht.

Ralf Drescher, Lichtenberg

„Wehret den Anfängen“ kann man in der Sache ja schon lange nicht mehr sagen. Jetzt, wo endlich konsequent vorgegangen und das Recht durchgesetzt zu werden scheint, melden sich Bedenkenträger zu Wort und reden von Würde und Demonstrationsrecht. Asylrecht ist durch die Verfassung geschützt. Darüber muss man nicht diskutieren. Es bedeutet aber nicht, dass die Asylsuchenden ständig anderes deutsches Recht missachten dürfen.

Rainer Gottlieb, Lankwitz

Nichterfüllung von Verträgen ist nicht zu akzeptieren

Zum Artikel: „Butter bei die Fische“ vom 20. Mai

Mich erstaunen Formulierungen wie „Hertha-Manager Preetz verlangt Entscheidung von Lasogga“. Pierre-Michel Lasogga steht doch bis Juni 2015 bei Hertha BSC unter Vertrag. Wenn Hertha auf einer Vertragserfüllung besteht, hat Lasogga nach meinem Verständnis überhaupt nichts zu entscheiden. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass in einer vergleichbaren Situation vor einem Jahr Borussia Dortmund eine Entscheidung von Robert Lewandowski verlangt hat; man hat ganz einfach – und trotz des Verzichts auf eine Millioneneinnahme – selbst entschieden, dass Lewandowski nicht freigegeben wird. Man sollte den ohnehin schon viel zu großen Einfluss des Managements der Profi-Fußballer nicht noch dadurch aufwerten, dass man die Nichterfüllung von Verträgen als gegeben hinnimmt beziehungsweise darstellt.

Prof. W.-R. Heilmann, Schöneberg

Immer noch nur die wichtigste Nebensache der Welt

Zum Artikel: „Fußballfrei in Berlin und Brandenburg“ vom 20. Mai

Fußball ist eine interessante Unterhaltung, aber immer noch die wichtigste Nebensache der Welt. Wenn den Kindern und Jugendlichen eingeräumt wird, wegen der Fußball-Weltmeisterschaft später zur Schule gehen zu dürfen, wird dem Spiel eine viel zu große Bedeutung verliehen. Die Maßstäbe zwischen der Schulpflicht und dem Vergnügen werden völlig auf den Kopf gestellt und für das spätere Berufsleben absolut falsche Prioritäten gesetzt. Man kann die Spiele auch später in der regulären Freizeit anschauen, dafür gibt es genug Möglichkeiten.

Dr. Klaus Pade, per E-Mail