Leserbriefe

„Sommerzeit auch im Winter“

Leser zur Zeitumstellung an diesem Wochenende und den Folgen für den Feierabend und den Freizeitsport

Jetzt reicht es mir: Ich bin für die Abschaffung der „Winterzeit“, die zum Glück sowieso nur fünf Monate dauert. Jetzt ist auch noch Hajo Schuhmacher auf den Mainstream aufgesprungen. Kasupke – vielen Dank – ist ja wohl nicht der einzige, der die Sommerabende genießt. Haben denn alle schon vergessen, wie schrecklich die Zeit Anfang November ist, wenn man morgens im Dunkeln los muss und abends im Dunkeln nach Hause kommt? Dann rafft man sich nicht mehr zum Joggen und Radfahren auf, einfach weil es dunkel ist. Alle sehen schlechter. Vielen Laufkollegen geht es wie mir: Man fürchtet sich schon zwei Wochen vorher vor der Umstellung Ende Oktober. Auch Sportmuffel sind aktiver, wenn sie zum Feierabend noch Tageslicht haben. Wann gibt es endlich eine Petition zur Abschaffung der Winterzeit?

Angelika Schwarz, per E-Mail

Ich finde die Ablehnung der Sommerzeit nicht gut. Die Sommerzeit ist klasse, weil man abends viel länger bei Tageslicht was unternehmen kann. Die Sommerzeit erhöht die Lebensqualität. Ich arbeite zum Beispiel noch gerne im Garten. Was spricht eigentlich gegen die Sommerzeit? Von mir aus könnte das ganze Jahr Sommerzeit sein.

Erwin Doll, per E-Mail

Lasst die Sommerzeit auch im Winter. Es bleibt länger hell und es gibt dann keine Zeitumstellung mehr. Wir können länger ins Schwimmbad und in den Biergarten oder spazieren gehen. Jedes Jahr will sich irgend jemand profilieren und in die Medien kommen. Wie viele Menschen fliegen rund um die Welt und müssen mit einer Zeitverschiebung zurechtkommen. Höchstens daraus könnte sich eine Steigerungen der Herzinfarkte ergeben.

Herbert Fehrmann, per E-Mail

Wichtiger als die Frauen-Quote ist die gleiche Bezahlung

Zum Artikel: „Quote verfehlt“ vom 27. März

Gewiss darf man sich darüber entrüsten, wenn Politiker wie der Justizminister Heiko Maas (SPD) nicht in ihrem eigenen Arbeitsumfeld dafür sorgen, die selbst vollmundig geforderte sogenannte Frauen-Quote durchzusetzen. Dass dies nach so vielen Jahren der „Frauen an den Herd-Moral“ problematisch ist, dürfte aber auch klar sein. Aber immerhin haben wir ja eine Bundeskanzlerin und eine Verteidigungsministerin. Könnte ja sein, dass es Unterschiede nicht nur zwischen Mann und Frau sondern auch zwischen Frau und Frau und zwischen Gleichstellung und Gleichmacherei gibt. Wesentlicher als die Quote selbst empfinde ich die immer noch vorhandenen Unterschiede in der Entlohnung für gleiche Arbeit.

Jakob Wassermann, Reinickendorf

Besserer Klimaschutz durch Renaturierung der Moore

Zum Artikel: „Im Moor versickert“ vom 23. März

Die Frage bezüglich der Effizienz von Klimaschutzmaßnahmen (was ist effizienter, Moorrenaturierung oder neue Fenster?) ist relativ einfach zu beantworten. Die Antwort steht in der „Machbarkeitsstudie Klimaneutrales Berlin 2050“, die unter Leitung des Potsdamer Klimaforschungsinstituts erarbeitet wurde: Maßnahmen zu Schutz, Pflege und Renaturierung von Moorstandorten leisten einen hohen Beitrag zum Klimaschutz, Maßnahmen zur Erhöhung des Fensterstandards einen mittleren Beitrag. Im gesamten Handlungsfeld „Gebäude und Stadtentwicklung“ sind die Maßnahmen zum Moorschutz die einzigen Maßnahmen, die einen hohen Effekt aufweisen, während die anderen aufgelisteten Maßnahmen dieses Handlungsfeldes nur einen niedrigen oder mittleren Effekt erreichen. Dennoch halten wir den Einbau von Isolierglasfenstern natürlich für eine sinnvolle Maßnahme zur CO2-Reduktion. Es stimmt: Man kann über Sinn und Unsinn von Klimaschutzprojekten trefflich streiten. Aber bereits die Diskussion bei Einführung der Klimaschutzabgabe 2009 ergab, dass Moorrenaturierungen am effektivsten zur Kompensation der bei Dienstflügen entstehenden Treibhausgasemissionen führen.

Reinhard Dalchow,Tiergarten

Adrian Ramos sollte bei Hertha BSC bleiben

Zum Artikel: „Luhukay schlägt Alarm“ vom 27. März

Adrian Ramos ist ein ungemein wichtiger Spieler für Hertha BSC. Er ist fast der einzige, der Tore schießt. Aber in der ersten Halbzeit ist er auch am wenigsten gelaufen. Ich habe keine Statistik gemacht, aber viele Ballkontakte hatte er auch nicht. Für das schnelle Spiel von Dortmund ist er nicht geeignet. Er sollte besser bei Hertha bleiben.

Wolfgang Plautz, per E-Mail