Leserbriefe

„Das grenzt an Abzockerei“

Leser zur Rundfunkgebühr, gegen die das Unternehmen Rossmann und ein Anwalt klagen

Man kann der Firma Rossmann nur viel Erfolg bei der Klage wünschen. Die Zeiten des öffentlich-rechtlichen Deckmantels für die Staatssender sind überholt. Veraltete Konzepte wie ESC sind überholt und verschlingen genau wie übertriebene Berichte vom Wintersport Unmengen von Geld, um dann durch massenhafte Wiederholungen von Sendungen den Kunden zu langweilen. Die Rundfunkgebühr gehört generell abgeschafft.

Christian Hahn, Friedenau

Abgesehen davon, dass auch monatlich 17,50 Euro an Rundfunkgebühr total überhöht sind für ein angebotenes Programm, das sich aus ständigen Wiederholungen, Heimatfilmen aus den 80er-Jahren und Gewinnsendungen zusammensetzt, und es ansonsten nur wenig für die jährlichen Gebühren zu sehen gibt: Weshalb werden so lächerlich geringe Beitragssenkungen so lange hinausgezögert? Wenn es bei den Politikern um die eigenen Diäten geht, werden Gesetzesänderungen innerhalb weniger Tage durchgezogen. Man sollte ein System wie zum Beispiels in Dänemark einführen, wo man sich sein Senderangebot selbst zusammenstellen kann und auch nur dafür bezahlen muss.

Dieter Fath, Spandau

Die Klage von Rossmann halte ich durchaus für berechtigt. Letztlich bezahlen einzelne Bürger über die Firma den zigfachen Betrag, ohne auch nur irgendeinen Nutzen von den Segnungen des öffentlichen Rundfunks zu erfahren, geschweige denn, einen Gebrauch davon zu machen. Denn letztlich werden die Kosten ja von den Mitarbeitern zu decken sein. Dass Haushalte den Betrag zahlen müssen, mag gerechtfertigt sein. Dass aber jedes Büro, das einen PC verwendet, mit dem Betrag belastet wird, grenzt an Abzockerei. Hinzu kommt die penetrante Art und Weise, die Beträge einzusammeln. So habe ich innerhalb von vierzehn Tagen trotz bereits abgeschickten Formulars (bitte frankieren Sie selbst!) drei Benachrichtigungen bekommen, nachzuweisen, dass ich in einem Haushalt wohne, der den Beitrag bezahlt. Noch ein Mal, dann schicke ich die Verfasser der Schreiben zum Landeseinwohneramt.

Ronald Lengefeld, Mitte

Tatort überzeugte mit schauspielerischer Leistung

Zum Artikel: „Von brennenden Häusern und traurigen Menschen“ vom 23. März

Endlich mal wieder ein Tatort, der echte schauspielerische Leistungen abverlangte und auch brachte. Kein Gestammel, Nörgeln, Stottern. Susanne Wolff und Ben Becker überzeugten so in diesem traurigen Tatort, dass es einem schon an die Nieren ging. Das Drehbuch war zum größten Teil realistisch und düster. Zu wünschen wäre, dass der neue Assistent von Ballauf und Schenk, Patrick Abozen, weiterhin seinen Dienst bei den Kommissaren versieht. Zum Schluss: Schenk hat unnatürlich abgenommen, hoffentlich ist er nicht einem unnatürlichen Schlankheitswahn verfallen, das könnte mit Sicherheit schlicht falsch für ihn und auch gegenüber den Zuschauern sein.

Thomas Hansen, Reinickendorf

Bemühen um Bildung und Sprachkenntnisse wird begrüßt

Zum Artikel: „Mehr Flüchtlinge in Berlin – Ausgaben verdoppeln sich“ vom 24. März

Ich bin der Meinung, jeder kann zu uns kommen und jeder sollte willkommen sein. Das Problem ist nicht das Kommen, das eigentliche Problem ist, wie sich die Flüchtlinge in unsere Gesellschaft einbringen. Wird das Land durch Einwanderung gestärkt oder geschwächt? Durch Druck und Erpressung wie gegenwärtig am Oranienplatz gewinnt man nicht die Sympathien der Bevölkerung. Ich bin mir sicher, die große Mehrheit der Bevölkerung würde Schritte der Migranten auf uns zu, das Bemühen um eine friedliche Integration, um Sprachkenntnisse und Bildung begrüßen und honorieren. Dann haben Flüchtlinge und Migranten jede Unterstützung verdient.

Peter Reimann, Prenzlauer Berg

Wo sind die vielen Pumpen in Berlin geblieben?

Zum Artikel: „Streit um Kosten für Absenkung des Grundwassers“ vom 25. März

Das Grundwasser steigt in Berlin – warum? Ich lebte während des Krieges und in den langen Nachkriegsjahren in Berlin. Da gab es an fast jeder Straßenecke einen Brunnen, oder besser eine Pumpe, die Grundwasser nach oben pumpte – und das war sauber und wurde immer und irgendwo gebraucht. Und diese Pumpen hielten den Grundwasserspiegel niedrig. Heute sind sie größtenteils abmontiert – warum?

Wilhelma Witzke, per E-Mail