Leserbriefe

„Es fehlt ohnehin an Personal“

Leser zur Kriminalstatistik 2013 und der geplanten Zusammenarbeit mit der Brandenburger Polizei

Im Zusammenhang mit der Kriminalitätsstatistik 2013, die am 24. Februar in einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, stellt sich die Frage, warum trotz hoher Zahlen bei Einbruch, Diebstahl und Kfz-Diebstahl nicht wie im Land Brandenburg auch in Berlin auf künstliche DNA als eine der möglichen Arten von Prävention gegen Eigentumskriminalität in Häusern und Wohnungen gesetzt wird. In der Morgenpost vom 21. Februar wurde ausführlich über die guten Ergebnisse der Ermittlungsbehörden im Land Brandenburg hinsichtlich etwa der Vorbeugung bei Diebstählen durch künstliche DNA berichtet. Obwohl die Berliner Polizei führend und innovativ bei der Ermittlungsarbeit mit natürlicher DNA war und ist, werden positive Ergebnisse einer Studie in Bremen ignoriert und den Umlandgemeinden Neuenhagen, Kleinmachnow und nun auch Zossen die Führungsrolle bei der Bekämpfung der Eigentumskriminalität überlassen.

Brigitte Knuth, Französisch Buchholz

Schön und gut, was der Innenminister aus Brandenburg da verkündet. Demnach soll es künftig eine bessere Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei geben. Dabei könnte länderübergreifend ein Zehlendorfer Funkwagen auch in Kleinmachnow tätig werden, um beispielsweise bei Wohnungseinbrüchen tätig zu werden. Wie er sich das vorstellt, ist blauäugig. Das Randgebiet zu Brandenburg ist kein Ausweichort für die Berliner Polizei, die nach wie vor an dem bekannten Personalmangel leidet und gar nicht in der Lage ist, bei Einsätzen im Nachbarland durch Funkwageneinsatz zu helfen. Das ohnehin zu schwach befahrene heimische Einsatzgebiet kann gar nicht abgedeckt werden. Die Bewohner in Zehlendorf würden sich bedanken, wenn es noch länger dauern sollte als bisher, wenn ein Wagen eintrifft. Natürlich wäre es erstrebenswert, die dortigen Kollegen zu unterstützen, doch gerade in Brandenburg hat die unselige Polizeireform zum Personalabbau geführt. Das sollte schleunigst behoben werden, ehe man an Hilfe aus Berlin denkt.

Wolfgang Pickert, per E-Mail

Die Wähler sind von den Politikern tief enttäuscht

Zum Artikel: „Gauck kritisiert Nichtwähler“ vom 23. Februar

Bundespräsident Joachim Gauck sollte, bevor er öffentlich Wähler kritisiert, die nicht von ihrem Wahlrecht zur Europawahl am 25. Mai diesen Jahres Gebrauch machen wollen, erst einmal fragen, warum sie nicht zur Wahl gehen wollen. Dann würde er bestimmt hören, wie enttäuscht die Bevölkerung von den gebrochenen Wahlversprechen der Politiker ist. Auch müsste sich Herr Gauck die Frage gefallen lassen, was die Wahlen mit Demokratie zu tun haben, wenn die Politiker nach Wahlen machen, was sie wollen, und ganz besonders zu ihren persönlichen Gunsten wie jetzt bei der Erhöhung ihrer eigenen Diäten. Auch sollte Joachim Gauck einmal beantworten, ob es irgendeiner Partei peinlich war, dass zur Europawahl 2009 nur 43,3 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht gebrauch gemacht haben. Das lässt doch die Parteien kalt wie Hundeschnauze. Warum also wählen gehen, nur zum Wohl der Politiker?

Wolfgang Priese, per E-Mail

Die Schuld ist nicht allein beim Moderator zu suchen

Zum Artikel: „‚Wetten, dass..?’ mit Markus Lanz verliert erneut Zuschauer“ vom 24. Februar

Es wundert mich, dass nach jeder Sendung dem Moderator Markus Lanz die Schuld gegeben wird, dass das Interesse an der Sendung immer geringer wird. Ich war noch nie von dieser Sendung begeistert und sehe sie mir auch nur selten an. Ich fand und finde, dass solche Wetten in keine Sendung gehören. Am schlimmsten war es ja, als der junge Wettkandidat schwer verunglückte und seitdem gelähmt ist. Es wäre passend gewesen, wenn man das als Anlass genommen hätte, um mit der Sendung Schluss zu machen. Zu Markus Lanz möchte ich abschließend sagen, dass ich ihn äußerst sympathisch finde, er sieht sehr gut aus und ist charmant. Was sollte er besser machen?

Ch. Rinck, per E-Mail

Ein tolles Publikum, eine perfekte Darbietung

Zum Artikel: „In Glitzerkostümen die Showtreppe hinauf und hinab“ vom 24. Februar

Durch glückliche Umstände konnte ich diese außergewöhnliche Show erleben. Ein tolles Publikum, eine perfekte Darbietung. Andrea Berg und ihre Veranstaltungen sind mir lieber als Sportveranstaltungen oder politisch geprägte Runden mit hochkarätigen Steuerbetrügern, Politikern und anderen Klugrednern.

Heinrich Mathew, per E-Mail