Leserbriefe

„Gesetzlos und ohne Regeln“

Leser zur Gefahr durch Flüchtlinge, die in einer besetzten Schule Gegenstände aus dem Fenster werfen

Offenbar haben Asylbewerber in Kreuzberg-Friedrichshain einen Freibrief, so zu leben, wie sie möchten. Das von den Grünen dominierte Bezirksamt lässt sie gewähren und signalisiert, dass man in Deutschland tun und lassen kann, was man will. Regeln und Gesetze gibt es nicht. Es ist für jeden rechtschaffenen Bürger empörend, dass dieses Verhalten mit seinen Steuern finanziert wird, während es in allen Bereichen wegen Geldmangels zu Einschränkungen kommt. Es kann nicht sein, dass Asylverfahren sich mithilfe einer ganzen Anwaltsindustrie über Jahre hinziehen.

Rolf Lehmann, Rudow

Die Besetzung der Gerhart-Hauptmann-Schule durch Flüchtlinge seit über einem Jahr hat den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bisher 115.761Euro gekostet. Monatlich gehen mögliche Mieteinnahmen von 14.000 Euro durch diese vom Bezirksamt geduldete zweckfremde Nutzung verloren. Der Schaden beläuft sich bisher somit auf mindestens 300.000 Euro. Gleichzeitig verdrecken und verfallen Schulen, verwildern Grünanlagen und zerbröseln Straßen, weil der Bezirk angeblich kein Geld hat. Da stimmt doch etwas nicht mit unserem System.

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) sollte für diese Veruntreuung von Steuergeld haftbar gemacht werden.

Michael Koch, per E-Mail

Gibt es keinen Dolmetscher, der den Leuten klarmacht, dass man Müll und Gegenstände nicht einfach aus dem Fenster wirft? Unterstützer der Besetzer sollten sich um Ordnung und Sauberkeit kümmern. Wenn unsere Politiker immer wieder betonen, dass Menschen aus anderen Ländern bei uns willkommen sind, so meinen die damit bestimmt Menschen, die sich an hiesige Gepflogenheiten anpassen wollen.

Karin Rohde, per E-Mail

Die Berliner werden sich an die Lebensgewohnheiten der Neubürger gewöhnen müssen – und nicht umgekehrt. Denn in nicht einmal einer Generation wird das die Mehrheit sein. In Neapel oder Marseille würde die Nachricht, dass Hausmüll durchs Fenster entsorgt wird, nicht einmal Platz auf der allerletzten Seite einer Zeitung finden. Besonders widerwärtig ist die Rolle der Politik. Die zuständige Bezirksbürgermeisterin garantiert den Flüchtlingen unbegrenztes Bleiberecht und ermuntert sie, sich wie zu Hause zu fühlen und zu benehmen. Der Innensenator faselt von Räumung. Der Regierende Bürgermeister entscheidet: Reden und berichten. Ja, woher sollen die armen Flüchtlinge eigentlich wissen, woran sie sind?

Liz Böhm, per E-Mail

Man fragt sich wirklich, wie weit die Freiheiten von Flüchtlingen in unserer Stadt noch ausgelegt werden. Da wird eine Schule widerrechtlich besetzt, und das wird vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg geduldet, anfallende Kosten werden Steuermitteln beglichen, obwohl Berlin und der Bezirk bekanntlich notorisch klamm sind.

O. Freund, per E-Mail

Gesellschaft wird Fachkräfte künftig besser bezahlen müssen

Zum Artikel: „Studieren lohnt sich – nicht immer“ vom 19. Januar

Der Artikel beschreibt zutreffend die häufig prekäre Arbeitssituation junger Akademiker. Die Einkommensunterschiede zwischen etwa Zahnärzten und Bibliothekaren waren schon immer erheblich. Heute kommen ein erhöhtes Akademikerangebot und ein deregulierter Arbeitsmarkt hinzu. Richtig bleibt, dass eine gute Ausbildung die beste Lebensversicherung ist. Zwar braucht die Wirtschaft Fachkräfte, doch das hat wenig mit einer Erhöhung der Akademikerquote zu tun. Mit dem Begriff Fachkräftemangel ist meist das unerwünschte Fehlen von Facharbeitern, Gesellen, Meistern, Technikern und Akademikern bestimmter Fachrichtungen als auf dem Arbeitsmarkt verfügbares Angebot gemeint. Das ist die zutreffende Definition, und genau in dieser Reihenfolge fehlen sie am Arbeitsmarkt. Die Gleichung Studium gleich Einkommensanspruch ist in einer dynamischen Gesellschaft zunehmend irrig. Deshalb gilt unverändert: Das Studium sollte nicht nur materielles Auskommen sichern, sondern auch der Persönlichkeitsbildung dienen, indem man das Lernen lernt. Wer so studiert, der wird auch den Lohn seine Studiums einfahren. Wer diesen Studienantrieb nicht verspürt, der sollte einen guten Ausbildungsberuf erlernen und ihn durch Fortbildungen weiterentwickeln. Selten waren die Perspektiven als Handwerker, Facharbeiter oder anderweitig fähige Fachkraft so gut wie heute. Denn unsere Gesellschaft wird diese Fachkräfte brauchen und – auch wenn sie das heute noch nicht erkennt – schon bald besser bezahlen müssen.

Michael Milz, per E-Mail