Leserbriefe

„Der Aufsichtsrat muss aufpassen“

Leser zu Finanzsenator Ulrich Nußbaum und dessen Einflussnahme bei den Berliner Landesbetrieben

Endlich nimmt mit Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) mal ein Aufsichtsratsvorsitzender seine Aufgabe ernst, da wird über ihn hergezogen. Man sollte sich mal die Aufgabe eines Aufsichtsratsvorsitzenden anschauen. Die Vorstände werden vom Aufsichtsrat beaufsichtigt, der Aufsichtsrat muss die Finger schon in die Wunden legen, sonst brauchte man ja keinen Aufsichtsrat. Die Damen und Herren Vorstände sind keine Alleinherrscher, sondern sie haben auch noch einen Chef, wie jeder andere Arbeitnehmer auch, das ist der Aufsichtsrat. Weiter so, Herr Nußbaum. Man sieht es ja am BER, was ein Aufsichtsrat bewirkt, der seine Befugnisse nicht richtig wahrnimmt.

Bernd Bosecki, per E-Mail

Der in den Medien meist freundlich lächelnde Finanzsenator scheint ein Erfolgsmensch zu sein, aber wohl weniger Mensch gegenüber quasi Untergebenen, wie die Analyse zeigt.

Hans-J. Künzel, per E-Mail

Gerettet wurden das Finanzsystem und unzählige Arbeitsplätze

Zum Artikel: „Bank-Abwicklung: Investoren müssen künftig zahlen“ vom 13. Dezember

Die Journalisten haben bisher ein recht schiefes Bild von der Bankenrettung gezeichnet. Es ist leider nicht so, dass erst jetzt Anleger, Aktionäre und Investoren in die Pflicht genommen wurden. Bei der sogenannten Finanzkrise, die eigentlich eine Schuldenkrise war und ist, haben sehr wohl Anleger, Aktionäre und Investoren große Verluste hinnehmen müssen. Beispiele dafür sind die Hypo Real Estate, die IKB, die Depfa, die Commerzbank und einige Landesbanken. Hier nun zu meinen, dass Handlungsbedarf bestünde, ist populistisch. Was in Wirklichkeit gerettet wurde, sind das Finanzsystem und die unzähligen Arbeitsplätze in der Finanzwirtschaft. Nicht auszudenken, wenn es diese Rettungsaktion nicht gegeben hätte!

Wolfgang Heller, Westend

Personalverteilung im Kabinett entspricht nicht dem Wählervotum

Zum Artikel: „Acht Frauen im neuen Bundeskabinett“ vom 16. Dezember

Das Verteidigungsministerium ist der sogenannten Frauenquote zum Opfer gefallen. Wie kann es sein, dass eine Person, die nie gedient hat, auf solch einen Posten kommt? Wir brauchen eine konservative Regierung der Mitte, die den Bedürfnissen und Wünschen der Mehrheit der Bevölkerung entspricht und nicht nur für kleine Grüppchen da ist. Was wir jetzt als Bundesregierung haben, entspricht nicht dem Wählervotum, hier hat sich klar die SPD durchgesetzt. Schade. Hoffentlich gibt es keinen Stillstand, denn Europa steht vor großen Herausforderungen.

Uwe Schumann, Kaulsdorf

Was würde wohl Willy Brandt zum neuen Kabinett sagen? „Wer nur vier oder fünf Flaschen Wein im Keller hat, hat relativ wenig, wer aber vier oder fünf Flaschen im Kabinett hat, hat relativ viel.“

Ronald Frede, per E-Mail

Wenn man sich auch darüber freuen kann, dass knapp drei Monate nach der Bundestagswahl dieser Stellenpoker endlich ein Ende hat, so kommt man trotzdem nicht umhin, sich über so manche Neuerung zu wundern. Es ist seltsam, dass eine Partei, welche ausschließlich in Bayern vertreten ist, mit gleich drei Ressorts in der Bundesregierung bedacht wurde. Außerdem fragt man sich, was eine siebenfache Mutter mit Erfahrung in Sachen Arbeit, Soziales und Familie plötzlich dazu befähigt, sich um das Ressort Verteidigung und damit Rüstung und Afghanistan kümmern zu können. Außerdem erschließt sich einem nicht so ganz, was zwei grundverschiedene Dinge wie Verkehr und Digitales so vereint, dass man es offensichtlich in ein Ministerium packt. Mittlerweile grassiert eine Politikverdrossenheit par excellence angesichts eines undurchschaubaren Hin und Her.

Constanze Thietz, per E-Mail

Vor allem bei deutschen Fahrzeugen besteht noch Nachholbedarf

Zum Artikel: „Wie ein kleiner Trick viel Kraftstoff spart“ vom 14. Dezember

Natürlich ist das ein guter Ansatz, aber der Hinweis „eine neue Technik“ gibt mir zu denken. Denn die gibt es schon lange beim sogenannten Hybrid-Antrieb. Das Abstellen eines Antriebs ist einer der herausragenden Vorteile dieser Fahrzeuge. Natürlich ist die Vorstellung eines Start-Stopp-Systems positiv. Vor allem für deutsche Fahrzeuge, da es dort ja technisch noch einigen Nachholbedarf gibt – leider.

Detlef Schoof, per E-Mail