Leserbriefe

„Sie sind Gäste in unserer Stadt“

Leser zum Asylbewerber-Camp und zu der Drohung, andere Orte zu besetzen, sollte es geräumt werden

Es ist erstaunlich und irritierend zugleich. Asylbewerber haben per Gesetz Rechte, gut so. Ihnen ist aber anscheinend nicht bewusst, dass sie mit ihrem Verhalten in die Rechte der Berliner eingreifen. Unabhängig vom bestehenden Asylverfahren, sind sie erst einmal Gäste in unserer Stadt. Als Gast sollte man sich den Regelungen des Gastgebers anpassen. Sie sollten in Kenntnis gesetzt werden, dass so mancher Berliner nicht derartig umsorgt wird wie sie selbst. Deshalb sollten sie mit ihren Forderungen auf dem Teppich bleiben.

Gerd Boese, per E-Mail

Unsere Grundrechte sehen vor, Verfolgten zu helfen, was auch völlig richtig ist. Was sich jetzt aber in Berlin abspielt, ist nicht mehr zu akzeptieren. Es wird gefordert, es wird gedroht. Das wird alles hingenommen und auch noch von bezirklicher Seite mit den Worten „Eine Räumung ist keine Lösung“ kommentiert. Natürlich wäre eine Räumung des Oranienplatzes eine Lösung, genau wie in München. Aber hier in Berlin ist das nicht möglich. Warum nicht?

Andre Geier, Reinickendorf

Hätte man vor einem Jahr das Camp am Oranienplatz unverzüglich geräumt und die sich dort illegal aufhaltenden Asylbewerber in ihre zugewiesenen Orte gebracht, wäre uns das Theater erspart geblieben. Es muss doch jedem normal denkenden Menschen aufgefallen sein, dass hier die Asylbewerber von dubiosen Gruppierungen missbraucht werden.

Wolfgang Schindelhauer, Berlin-Spandau

Man kann sich nur wundern, was sich Berlin so alles bieten lässt. Asylbewerber stellen Forderungen, anstatt sich zu freuen, was der Steuerzahler alles ermöglicht: sichere Unterkunft, Ernährung, medizinische Versorgung und Sicherheit. Aber das alles reicht ja anscheinend nicht! Man müsste mal als Normalo versuchen, an zentraler Stelle ein Zelt aufzuschlagen. Ehe man sich umdrehen würde, wäre man „weggeräumt“. Die halbe Welt schüttelt vermutlich bereits über diese Berliner Mentalität des Multikulti-Verständnisses den Kopf – der normale Steuerzahler in Berlin sowieso!

Katrin Walz, Reinickendorf

Belastungen in den Schulen nehmen für Lehrer immer mehr zu

Zum Artikel: „Zu viele Lehrer krank: Chaos an Berliner Schulen“ vom 23. November

Das Durchschnittsalter der Lehrer wird immer höher. Die Belastungen in der Schule, bedingt durch die gestiegene Unterrichtsverpflichtung und ständig sich vermehrende administrative Aufgaben, führen zum Abbau der Widerstandskräfte. Wie häufig werden Kinder krank zur Schule geschickt, die dann dort eine Quelle der Ansteckung bilden. Selbstverständlich ist eine 100-prozentige Ausstattung zu gering. Kinder sind keine Aktenberge, die man liegen lassen kann. Die Reserve muss endlich eingestellt werden, damit Unterricht kontinuierlich vertreten werden kann.

Marion Kittelmann, per E-Mail

Einnahmen-Verlust ist ein hausgemachtes Problem

Zum Artikel: „Einnahmen aus Lotto und Spielbank in Berlin um 50 Prozent eingebrochen“ vom 25. November

Das Problem der sinkenden Spielsteuern ist wieder mal selbst gemacht und zeigt, dass die Gutmenschen-Erziehung in Deutschland im modernen internationalen Wettbewerb keine Chance mehr hat. Nach dieser Theorie darf ein großes Kind mit seinen Eltern keinen Lottotipp mehr im Laden abgeben, da die Spielsucht hinter der Tür lauert, während im Netz mit ein paar Klicks alles möglich ist. Dazu kommt, dass mit ein bis zwei Millionen Euro im Jackpot eben viele nicht mehr zu locken sind, wenn im Nachbarland von der ersten Ziehung an ein Jackpot winkt, der hier erst nach mehreren Wochen erreicht werden kann, dazu noch mit einer deutlich besseren Gewinnwahrscheinlichkeit.

Andreas Maaß, per E-Mail

Sponsoren kümmern sich um die Sanierung von Denkmälern

Zum Artikel: „Rosa Röhre kann saniert werden“ vom 23. November

Na bitte, geht doch. Man lässt jetzt in Zukunft wertvolle Baudenkmäler vergammeln und hofft auf einen Sponsor, der das Elend nicht mehr ansehen kann. Hier bestes Beispiel die Wüstenrot-Stiftung. Die Gelder, die man für die Sanierung gespart hat, werden dann in eine überflüssige Bibliothek reingepulvert, die dann zur Folge hat, dass Bezirksbüchereien den Bach runtergehen. Als Nächstes ist das ICC dran, mal warten, bis sich ein Sponsor findet.

Thomas Hansen, Reinickendorf