Leserbriefe

„Politiker sind die falsche Wahl“

Leser zum Interview mit IHK-Präsident Schweitzer, der sich Wowereit als BER-Aufsichtsratschef wünscht

Wowereit ist Berlins bester Verkäufer“ – diese Aussage passt für Klaus Wowereit. Bisher hat er viele Sachen in Berlin verkauft. In welcher Stadt lebt denn Eric Schweitzer, wenn er meint, Wowereit sei der beste Mann als BER-Aufsichtsratsvorsitzender?

Wowereit musste vom Vorsitz zurücktreten, weil der Eröffnungstermin nicht eingehalten wurde. An die Spitze des Aufsichtsrats muss endlich eine Person, die Ahnung von der Materie hat. Politiker sind da eher die falsche Wahl.

Karl-Heinz Hoffmann, per E-Mail

Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein intelligenter Mann wie Eric Schweitzer Klaus Wowereit als besten Verkäufer Berlins bezeichnet. Wowereit mag ein guter Partymeister sein, ansonsten taugt er nicht viel. Es ist ungeheuerlich, dass die BER-Aufsichtsratsmitglieder trotz dieses Wissens ihm immer wieder – wie jetzt kommissarisch – den Aufsichtsratsvorsitz übertragen. Wowereit gehört ins Abseits. Dann würde es Berlin und dem BER besser gehen.

Harald G. A. Becker, per E-Mail

Bundesnetzagentur sollte Ansinnen der Deutschen Post ablehnen

Zum Artikel: „Und wieder steigt das Porto“ vom 16. November

Die Pläne der Deutschen Post können bis auf die Tatsache, dass ein Monopolist immer seinen Gewinn über den Preis maximieren will, nicht überzeugen. Schließlich hat der Konzern in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel dadurch eingespart, indem Tätigkeiten wie etwa das Entleeren von Briefkästen an günstigere Subunternehmer ausgelagert wurden. Deswegen täte die Bundesnetzagentur gut daran, an ihre gesellschaftliche Verantwortung zu denken und das Vorhaben abzulehnen.

Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

Mehr Geld für die Arbeit der Polizei zur Verfügung stellen

Zum Artikel: „‚Hilfe! Hier ist jemand vom Dach gesprungen‘“ vom 17. November

Vielen Dank für den Bericht von Judith Luig über die Arbeit in der Notruf-Zentrale und Dank an die dort arbeitenden Polizisten. Der Finanzsenator sollte mehr Geld für die Polizei lockermachen. Für blödsinnige Projekte wie Flughafen und Schloss ist das ja vorhanden.

Elis Paul, per E-Mail

Anstieg bei Löhnen wird durch höhere Fahrpreise kompensiert

Zum Artikel: „BVG garantiert Lohnplus“ vom 9. November

Ich habe mehrere Tage gebraucht, um die tarifpolitische Ungeheuerlichkeit zu verdauen. Es kann nicht richtig sein, dass man sich bei einem hoch verschuldeten Staatsbetrieb ständig Löhne und Gehälter erhöht. Das geht zulasten der Fahrgäste, die höhere Fahrpreise hinnehmen müssen. Der zuständige Senator muss diesem Ansinnen energisch entgegentreten.

Wolfgang Heller, Westend

Amerikanische Verhältnisse sind nur gut für die Wirtschaft

Zum Artikel: „EU-Kommission mahnt Deutschland zu mehr Reformen“ vom 16. November

Warum erzielt unsere Wirtschaft so viele Überschüsse? Solange es in Deutschland keinen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gibt, wird es uns gegenüber alle anderen Ländern Europas besser gehen. Selbst 8,50 Euro sind bei einer 40-Stunden-Woche nur 1300 Euro brutto im Monat. Davon gehen noch Steuern, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ab. Wie sollen sich junge Leute da eine Zukunft aufbauen. Der Staat muss mit dem Aufstocken aufhören, Arbeitsagenturen dürfen nur Arbeit mit normalen Gehältern vermittelt, 450-Euro-Jobs müssen abgeschafft werden. Amerikanischen Verhältnisse, wo die Arbeitnehmer mehrere Jobs benötigen, sind nur gut für die Wirtschaft und die Unternehmer. Billigarbeitskräfte und Leiharbeit sind moderne Sklavenarbeit.

Bernd Boseck, per E-Mail

Nur nachvollziehbar, wenn man selbst Kinder hat

Zum Artikel: „Rettungspaket fürs Schnuffelhäschen“ vom 16. November

Eine hervorragenden Kolumne von Hajo Schumacher. Meine Frau und ich haben uns köstlich amüsiert und so herzhaft gelacht wie schon lange nicht mehr. Wir haben selbst vier Söhne, die schon vor einiger Zeit aus dem Nest geflogen sind, und haben Ähnliches erlebt, was Hajo Schumacher dort so genial erzählt und beschrieben hat. Diese Erlebnisse kann man eigentlich nur wirklich nachvollziehen, wenn man eigene Kinder hat.

Karl-Peter Dassow, Eichkamp

Diese Zuschriften geben die Meinung unserer Leser wieder, nicht die der Redaktion. Wegen der großen Zahl an Briefen ist es uns leider nicht möglich, jede Zuschrift zu veröffentlichen oder zu beantworten. Die Leserbriefe werden auch im Internet auf www.morgenpost.de veröffentlicht.

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen. Mathias Stengel kümmert sich als Redakteur um die Leserbriefe. Er ist Ansprechpartner und Mittler zwischen Lesern und Redaktion.