Leserbriefe

Leserbriefe

Häufig wenig verständliche Tempolimits

Zum Artikel: „Blitzermarathon: Polizei kontrolliert 24 Stunden lang“ vom 7. Oktober

Es ist sonderbar, dass gerade dann Blitzer aufgestellt werden beziehungsweise sogar ein Blitzermarathon durchgeführt werden soll (sicherlich hauptsächlich vor Schulen), wenn gerade Ferien und dort überhaupt keine Kinder sind. Da in Berlin bereits Haupt- und Durchgangsstraßen in Tempo-30-Zonen umgewandelt wurden, muss man sich fragen, was heutzutage eigentlich noch als Raserei gilt. Ist man bei einer Tempoüberschreitung um zehn Kilometer pro Stunde in einer Haupt- oder Durchgangsstraße bereits ein Raser? Ich glaube, man täte besser daran, sich bei der Einrichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen künftig mehr Mühe zu geben, damit auch die Akzeptanz bei den Verkehrsteilnehmern größer wird.

Martin Hertel, per E-Mail

Mag der Sprecher der Berliner Polizei noch so oft betonen, es ginge nicht um Abzocke, genau das ist der Blitzermarathon aber. Das beweist schon ein Teil der veröffentlichten Kontrollstellen. Allein für Treptow-Köpenick sind das Ernst-Ruska-Ufer (Autobahnzubringer) und die Spindlersfelder Straße (Spreebrücke) zu nennen, an denen es gar keinen relevanten Fußgängerverkehr gibt. Ergo können diese dort auch nicht gefährdet werden. Die Rechnung, dass bei Tempo50 etwa 60 Prozent der zu Fuß gehenden Unfallopfer eine Überlebenschance hätten, mag richtig sein. Bei Tempo 10 wäre die Chance vermutlich 95 Prozent. Trotzdem kommt niemand auf die Idee, diese Geschwindigkeit zu fordern.

Ralf Drescher, Lichtenberg

Offensichtlich lukratives Geschäft für Caterer

Zum Artikel: „Viele Köche verbessern das Schulessen“ v. 7. Oktober

20 Bewerber sprechen für ein lukratives Geschäft für Caterer, aber nicht für ein gesundes Schulessen. Mengenangaben von Gemüse und Salat sagen nichts über die Frische und die Qualität der angebotenen Speisen aus. Am besten ist es, wenn das Schulessen selbst hergestellt wird. Qualifiziertes Personal kocht täglich frisch aus saisonalen Rohstoffen aus der Region – und der Profit bleibt bei der betreffenden Einrichtung.

Ludwig Gäng, per E-Mail

Geld für Instandsetzung der Straßen verwenden

Zum Artikel: „Der Zaun des Anstoßes“ vom 5. Oktober

Es gibt in Berlin viele Möglichkeiten, Feste zu feiern. Warum muss die Straße des 17. Juni so oft gesperrt werden? Diese Straße ist zum Fahren gebaut worden. Der Zaun, der den Tiergarten einschließen soll, kann nicht ernst gemeint sein. Die dafür vorgesehenen etwa 3,25 Millionen Euro sollte der Senat besser für die Instandsetzung maroder Straßen ausgeben. Feste können auf dem Tempelhofer Flugfeld gefeiert werden.

Karl-Heinz Hoffmann, per E-Mail