Leserbriefe

Ihre Meinung ist uns wichtig

Parteien haben das Desaster nicht begriffen

Zum Artikel: „Gegen große Koalition“ vom 28. September

Wenn wir Bürger die Kommentare lesen, haben wir den Eindruck, dass die Parteien SPD und Grüne nicht mitbekommen haben, wie tief sie mit ihrem Wahlergebnis abgerutscht sind. Das heißt, SPD und Grüne sind mit ihren Parteiprogrammen bei der Bevölkerung nicht gut angekommen. Wann werden sie endlich ihr Desaster begreifen? Jetzt wollen sie durch die Hintertür als eventuelle Koalitionspartner der CDU/CSU ihre von der Bevölkerung nicht angenommenen Zielversprechungen durchsetzen. Bundespräsident Gauck sollte Neuwahlen anordnen.

Wolfgang Schwaneberg, Charlottenburg

Steinbrück hat alle Vorurteile bestätigt

Zum Artikel: „Peer Steinbrück zieht sich zurück – Basis soll über Koalition entscheiden“ vom 28. September

Das war es dann für Peer Steinbrück, und leider hat er alle Vorurteile voll bestätigt. Er tritt ab und will keine verantwortungsvolle Position in der Partei oder in der Fraktion übernehmen. Aber Bundestagsabgeordneter, das bleibt er. Ist das doch ein toller Posten, um teure Honorare für Festvorträge zu kassieren und gleichzeitig sicher im Sattel zu sitzen. Und was ist mit den sozialdemokratischen Positionen und Inhalten? Jetzt wäre die Chance da, trotz einer Wahlniederlage in den Koalitionsverhandlungen wenigstens einen Teil davon in praktische Politik umzusetzen.

Gerald Gruner, Tempelhof

Ein Sieg der Diplomatie und Kommunikation

Zum Artikel: „Kompromiss nach Jahren der Lähmung“ vom 28. September

Der UN-Sicherheitsrat hat sich einstimmig für die sogenannte Syrien-Resolution ausgesprochen. Geht doch! Ein Sieg der Diplomatie und Kommunikation. Bekommen jetzt Putin und Obama gemeinsam den Friedensnobelpreis? Wer bezahlt aber die Vernichtung von Syriens Chemiewaffen, deren Kosten Baschar al-Assad mit einer Milliarde Dollar veranschlagt? Die USA mit ihrer gigantischen Staatsverschuldung von über 16,4 Billionen Dollar, wo doch bereits der Pleitegeier über Washington und dem US-Haushaltsausschuss gesichtet wurde?

Roland Klose, per E-Mail

Berlin erfüllt heute schon nicht alle Aufgaben

Zum Artikel: „Streit um Berliner Stadtwerk: Machtkampf in der Koalition“ vom 26. September

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Volksentscheid zugunsten Berlins ausfallen kann. Die Stadt ist schon heute nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen, und verliert sich meist in endlosen Streitigkeiten. Flughafen, Schulen, Straßen und vieles mehr braucht die besondere Aufmerksamkeit und alle Geldressourcen. Daher ist es verwunderlich, dass ein so sensibles Gebiet wie die Stromversorgung einem erfahrenen Unternehmen genommen werden soll und so ein Risiko für die Versorgung entsteht.

Lothar Otterstätter, Mariendorf

Energieministerium könnte Abhilfe schaffen

Zum Artikel: „Ringen um jedes Grad“ vom 28. September

Leider hat sich die Politik als unfähig erwiesen, das Klimathema entsprechend zu organisieren. Die Zersplitterung von Zuständigkeiten und die ständigen Streitigkeiten verhindern, dass wir in dieser Sache wirklich vorwärtskommen. Vielerorts herrscht Chaos! Nur ein eigenes Energieministerium auf Bundesebene könnte hier Abhilfe schaffen, vielleicht ein Thema für die anstehenden Koalitionsgespräche.

Christoph Luban, per E-Mail