Leserbriefe

Eines Kanzlerkandidaten unwürdig

Leser zum Bundestagswahlkampf und dem Foto von SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück mit Stinkefinger

Es vergeht kaum ein Tag, an dem sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nicht der Lächerlichkeit preisgibt. Patzer und Skandale gehören inzwischen zum Markenzeichen in der Bilanz von Pannen-Peer. Damit nicht genug, zeigt er den Deutschen nun auch noch den Stinkefinger. Damit hat er nun endgültig bewiesen, wessen Geistes Kind er ist.

Andreas Hehn, Spandau

Wollte uns Steinbrück mit dem Mittelfinger zeigen, wo es mit ihm langgeht? Steinbrücks Stil ist dem eines Kanzlerkandidaten einfach nicht würdig. Ein Hauch von Proll im Kanzleramt – das ist nicht Deutschland. Wer noch im Zweifel war, dass Steinbrück eigentlich nicht Kanzler werden will, der hat mit dessen Stinkefinger den letzten Beweis erhalten.

Roger Morell, per E-Mail

Pannen-Peer, Problem-Peer und Peerlusconi war gestern. Jetzt scheint SuPeer seine Rolle im Bundestagswahlkampf 2013 gefunden zu haben. Als Peerminator in dem Film „Die Schöne und das Biest“. Aber wem zeigt der Peerminator im Hinblick auf die Bundestagswahl am 22. September 2013 den Stinkefinger? Natürlich Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Roland Klose, per E-Mail

Ich gehe seit mehr als 40 Jahren zu jeder Wahl, hielt es in einer Demokratie für ein Muss. Diesmal frage ich mich, ob ich mich nicht mitschuldig mache an Dingen, die in unserem Land passieren, wenn ich wählen gehe. Ich will mich durch meine Stimme nicht mitschuldig machen an Vorgehensweisen und Entscheidungen unserer Volksvertreter etwa bei Themen wie NSA, NSU, Energieverteuerung zulasten der privaten Haushalte, Bankenrettung auf Kosten der Steuerzahler, Verteuerung im Gesundheitswesen, Lobbyismus oder Korruption. Ich habe die Nase voll, mich als Wähler von allen Parteien nur noch missbrauchen zu lassen, um als Rechtfertigung für die oftmals unverständlichen Entscheidungen unserer Politiker zu dienen.

Thomas Hauptmann, per E-Mail

Die Grünen gelten nach aktuellen Umfragen als Steuererhöhungspartei und sollten sich nicht wundern, wenn selbst grüne Stammwähler, immerhin die Besserverdienenden in diesem Lande, sich von ihnen abwenden. Deren Spitzenkandidat Jürgen Trittin wird bei einer grünen Wahlschlappe die politische Verantwortung dafür übernehmen müssen.

Albert Alten, per E-Mail

Nur erneuerbare Energien ist in Millionenmetropole nicht machbar

Zum Artikel: „Tauziehen um das Berliner Stromnetz“ vom 4. September

Eine Umstellung des Berliner Stromnetzes nach den Vorstellungen der Opposition im Abgeordnetenhaus würde den Strompreis nur noch weiter erhöhen. Eine totale Umstellung auf erneuerbare Energien ist doch in einer Millionenmetropole wie Berlin überhaupt nicht machbar. Für mich ist Strom nichts anderes als ein Mittel zum Zweck, kein Selbstzweck wie für einige grüne Strategen, um nicht zu sagen Ideologen. Wir haben in Berlin eine bewährte, gut funktionierende, sichere Versorgung, die durch Experimente solcher Art keineswegs aufs Spiel gesetzt werden sollte. Die Strompreise werden durch das, was der Energietisch vorhat, auch nicht billiger. Eher ist das Gegenteil zu befürchten. Mieten und Nebenkosten würden weiter steigen, das sollte jeder bedenken, wenn man in Berlin mit neuen Strukturen und Öko-Stadtwerken liebäugelt.

Christian Lukner, per E-Mail

Unpünktliches Abfahren an den Endstellen gefährdet Fahrplan

Zum Artikel: „Problem Pünktlichkeit“ vom 12. September

Solange das BVG-Management es nicht schafft, dem Fahrpersonal klar zu machen, dass die Hauptursache für Rudelfahrten das unpünktliche Abfahren von der Endhaltestelle ist, ist eine Verbesserung bei den unwirtschaftlichen Leerfahrten kaum zu erwarten. Denn je später ein Bus am Anfang seiner Linie losfährt, desto voller, langsamer und verspäteter wird er: Die nachfolgenden Wagen schließen wenig besetzt oder leer auf. Die Schutzbehauptung der BVG, daran seien Baustellen Schuld, lässt sich leicht widerlegen. Denn bei Baustellenstaus nehmen zwar Verspätungen zu, der Abstand der Wagen bleibt aber der gleiche. Dabei gäbe es ein einfaches Mittel, die Rudel aufzulösen: Fährt ein leerer Wagen zum vorherigen auf, müsste er diesen überholen und die nächsten, schon übervollen Haltestellen als erster anfahren, während der verspätete erste Bus in Ruhe seine Überlastung abbauen könnte.

Jürgen Czarnetzki, Spandau