Leserbriefe

„Notfalls Geld für die Oper kürzen“

Leser zum Thema, dass Spielplätze aus Geldmangel geschlossen und Geräte nicht repariert werden

Da die Zahl der Kinder in Berlin wieder steigt, wird es Zeit, dass genügend Mittel für die Sanierung von Kinderspielplätzen bereitgestellt wird. Notfalls müssen die Mittel für Oper und Co. zugunsten der Kinder einige Jahre reduziert werden, damit wieder ausreichend ausgestattete und benutzbare Kinderspielplätze zur Verfügung stehen. Und notfalls müssen auch beim BER die Mittel gestreckt werden. Es wäre kein Verlust, wenn der BER erst zwischen 2018 bis 2020 in Betrieb geht, einen echten Bedarf für ihn gibt es zurzeit nicht, weil die Kapazitäten in Tegel und Schönefeld noch ausreichen. Die Beseitigung der zahlreichen Baumängel am BER kann doch sowieso vermutlich nicht vor 2017 erledigt werden. Es wäre sinnvoll, wenn der Senat von Berlin einen Sonderfonds für Kinderspielplätze über die nächsten fünf Jahre einrichtet.

Thomas Splittgerber, Lichterfelde

Genau das ist „be Berlin“. An den Kindern und Jugendlichen wird gespart, aber Geld für die Umgestaltung von Plätzen und den Rückbau von Straßen ist vorhanden. Was verstehen Berliner Politiker eigentlich unter Zukunftssicherung? Wir dürfen uns nicht wundern, wenn die nachfolgenden Generationen immer unzufriedener und auch gewalttätiger werden.

Ralf Seebold, per E-Mail

Es ist frustrierend, als Bürger zu sehen, dass Steuern, die unter anderem für Spielplätze, Straßen, Schulen, Turnhallen, also für die Allgemeinheit, gezahlt werden, dann dort nicht mehr ankommen, sondern anderweitig eingesetzt werden. Den Menschen, die in Berlin leben, die hier ihre Steuern zahlen, erklärt dann die Politik im Zuge der Flüchtlingsthematik, dass „wir alles im Überfluss hätten“, um Bedürftigen zu helfen. Dann los, ihr Politiker, tut auch mal etwas für eure Steuerzahler! Besonders hinweisen möchte ich noch einmal auf die Tatsache, dass die meisten Spielplätze in Friedrichshain-Kreuzberg außer Betrieb sind. Liebe Verantwortliche der Grünen: Warum kümmert ihr euch mehr um die Bedürfnisse der Flüchtlinge, als um das Wohl eurer Anwohner im Bezirk? Wobei die Grünen die Flüchtlinge in der Schule in Kreuzberg auch sich selbst überlassen, weil es dort ja keine Rechten zu bekämpfen gibt und populistische Sammelaktionen dort nicht medienwirksam sind.

Lars Wittenberg, per E-Mail

Gesetze müssen konsequent angewandt werden

Zum Artikel: „Prügelattacke auf Berliner Polizistin: Senator fordert härtere Gesetze“ vom 31. August

Da fordert der Innensenator mal wieder härtere Gesetze. Wozu eigentlich? Der Artikel listet die Verstöße auf, wegen der jetzt die Staatsanwaltschaft ermittelt. Wenn sie vielleicht noch prüft, ob der das Auto fahrende Haupttäter charakterlich ungeeignet ist, ein Fahrzeug zu führen, und den Führerschein einzieht, wäre der rabiate Fahrer doch gut bedient. Führerschein weg und zwei bis drei Jahre Gefängnis ohne Bewährung, das dürfte reichen. Wir brauchen nicht mehr und härtere Gesetze, sondern die konsequente Anwendung derselben.

Ralf Drescher, Lichtenberg

Keine Unterstützung mehr, weil bei uns die Altersarmut zunimmt

Zum Artikel: „Mehrheit gegen weitere Kredite für Griechenland“ vom 30. August

Dass die Mehrheit der Deutschen gegen eine weitere Vergabe von Krediten an Griechenland ist, ist verständlich. Bei uns nimmt die Altersarmut sowie die notwendige Sozialunterstützung ständig zu, und für Erhöhungen ist kein Geld da. Außerdem kommen unsere Steuergelder nicht der griechischen Normalbevölkerung zugute, es werden Banken und Reiche damit unterstützt, die ihr Geld rechtzeitig ins Ausland gebracht haben und bringen. Kein Politiker wird vor der Wahl sagen, dass weiterhin Geld nach Griechenland fließt. Nur Herr Schäuble hat sich wohl versprochen. Eine Regierung, die erst nach ihrer möglichen Wiederwahl ihren Bürgern die Wahrheit sagt, sollte endlich nach Hause gehen.

A. Panske, per E-Mail

Der falsche Weg, um Berlinern den ÖPNV schmackhaft zu machen

Zum Artikel: „Finanzsenator für jährliche Erhöhung der BVG-Ticketpreise“ vom 25. August

Wenn wir die letzte Erhöhung des Einzelfahrscheins zugrunde legen, von 2,40 auf 2,60 Euro, so waren das mehr als acht Prozent. Behalten wir diese Steigerung jährlich bei, so wird der Einzelfahrschein im Jahr 2015 fast drei Euro kosten. Ja, geht’s denn noch? Das ist nicht der richtige Weg, um den Menschen den ÖPNV schmackhaft zu machen.

Werner Scholz, per E-Mail