Leserbriefe

„Widerwärtige Äußerungen“

Leser zum umstrittenen Video von Rapper Bushido und zu der Strafanzeige von Klaus Wowereit

Es ist doch Panikmache, dieses Lied so aufzubauschen. Hat der Regierende Bürgermeister nichts Besseres zu tun, als für Bushido solch eine kostenlose Reklame zu schieben? Der Burda-Verlag sieht keine Veranlassung, Bushido den Bambi abzuerkennen. Unsere Gesellschaft ist durch und durch moralisch am Boden, da ist Bushido nur das i-Tüpfelchen darauf. Ein Prozess, zumal unter der Teilnahme des Regierenden Bürgermeisters, wertet den geschmacklosen Song nur ungebührlich auf. Und Bushido wird sich ins Fäustchen lachen, hat er doch, auch unter Umständen vorhersehbar, die Justiz auf seiner Seite.

Thomas Hansen, Reinickendorf

Moritz Bleibtreu outet sich als Freund und Fan von Bushido. Ich hätte ihm, dem Bleibtreu, mehr Niveau zugetraut. Aber so lassen doch einige die Masken fallen. Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hätte anstelle seiner USA-Reise lieber hierzulande seine obskuren Freunde beobachten lassen sollen.

Lutz-Peter Schmitz, Mitte

Hoffentlich hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit mit seiner Strafanzeige Erfolg. Die widerwärtigen Äußerungen des Bushido sind inakzeptabel.

Berthold Falk, per E-Mail

Wahlplakate haben keine Aussage und sollten verboten werden

Zum Artikel „Wahlplakate in der Stadt“ vom 15. Juli

Ich frage mich überhaupt, warum noch Wahlplakate aufgehängt werden und wen das interessieren soll. Die Plakate haben zu fast 100 Prozent null Aussagen, und es ist nur ein Konterfei von einem Politiker abgebildet, den die meisten ohnehin nicht kennen. Vielleicht soll das Aussehen eines Politikers über den Wahlerfolg entscheiden. In jedem Fall wird das Stadtbild verschandelt. Das sollte verboten werden.

D. Kurth, Wilmersdorf

Deutschland braucht eine Wertedebatte – auch im Wahlkampf

Zum Artikel: „Studie: Deutsche halten nicht gut zusammen“ vom 17.Juli

Das Ergebnis der Studie kommt nicht überraschend. Denn dass der Zusammenhalt der Gesellschaft hierzulande nur äußerst gering ausgeprägt ist, lässt sich schon alleine daran ablesen, dass sich kaum jemand am Pflegenotstand stört – obwohl bereits der Leitgedanke der Politik, die Betroffenen vor allem unter Kostenaspekten zu sehen und die Verantwortung möglichst auf die Angehörigen abzuschieben, in eklatanter Weise einem christlichen Menschenbild widerspricht. Deswegen benötigt Deutschland dringend eine Wertedebatte, die auch in den Bundestagswahlkampf Eingang finden muss.

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

Wieder eine unnütze Studie, die viel gekostet hat, aber nichts Positives bewirkt. Im Gegenteil führt sie dazu, sich über die negative Entwicklung in Deutschland Gedanken zu machen. Dabei stelle ich für mich persönlich fest, dass auch Multikulti diesen Zusammenhalt der Deutschen eher gefährdet, weil eine Identifikation mit einem immer fremder werdenden Deutschland immer schwerer wird. Abgesehen davon würde uns Deutschen ein größerer Zusammenhalt als Fremdenfeindlichkeit vorgeworfen werden. Wie richtig festgestellt wurde, nimmt dadurch erst recht die Akzeptanz demografischer Vielfalt ab.

Wolfgang Heller, per E-Mail

Ströbeles Prozess um die Milchwerbung war überflüssig

Zum Artikel „Ströbele und die Mogelpackung“ vom 16. Juli

Hat der gute Herr Ströbele eigentlich nichts anderes zu tun, als einen aus meiner Sicht unnötigen Prozess bei der ohnehin schon überlasteten Justiz zu führen? Es ist doch vollkommen egal, was auf der Packung steht. Ich kaufe das Produkt, und wenn es mir zusagt, kaufe ich es erneut oder lasse es sein. Die Sorgen eines Politikers möchte ich haben.

Rainer Feldmann, per E-Mail

Schmerzgrenze beim zu erwartenden „Promi-Bonus“ ist überschritten

Zum Artikel „Uli Hoeneß darf auf milde Strafe hoffen“ vom 14. Juli

Das ist wieder mal ein typischer Fall von „Was passt, wackelt und hat Luft?“ Der zu erwartende „Promi-Bonus“ überschreitet in kaum zu ertragendem Maße die Schmerzgrenze eines jeden ehrlich Steuer zahlenden Normalbürgers.

Margret Claes, per E-Mail