Leserbriefe

„Jede Gelegenheit nutzen“

Leser zu den Plänen der Senatsverwaltung für den stadtweiten Bau von mehr bezahlbaren Wohnungen

Wir alle wissen, dass man durch bloßen Neubau von Wohnungen nach dem herkömmlichen Prinzip die wirklichen Probleme auf dem Wohnungsmarkt nicht löst. Für viele Menschen sind die Mieten in Großstädten schon jetzt kaum bezahlbar. Wenn man den kontinuierlichen Mietenanstieg ausbremsen will, muss man den gesetzlich erlaubten Mietanstieg drastisch senken und jede Gelegenheit nutzen, um preiswerten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Darüber hinaus darf der Staat den Wohnungsbestand und -neubau nicht profitorientierten Großinvestoren zuspielen, sondern muss breiten Schichten der Bevölkerung Wohneigentum ermöglichen. Es reicht aber nicht aus, einfach nur Wohnungen in hohen Stückzahlen zu errichten, sondern man muss auch den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Die Wohnungen müssen sowohl für junge als auch für alte Menschen geeignet sein.

Günter Dawid, per E-Mail

Dass Wohnungsneubau dringend benötigt wird, steht außer Frage. Da fallen einem in Berlin auch allerhand scheinbar geeignete Freiflächen auf. Die geplante Randbebauung des ehemaligen Flughafens Tempelhof ist da ein durchaus nachvollziehbarer Plan. Aber ausgerechnet in einem Bericht über den Abriss von Grunewald-Villen und dem Neubau von Luxusarealen wie „Grunewald Living“ oder „Grunewald Villa“ von der SPD-Bezirksbürgermeistern Monika Thiemen vernehmen zu müssen, dass man bei aller Kritik nicht vergessen dürfe, „dass durch die Neubauten neuer Wohnraum entstehe, der in Berlin dringend benötigt werde“, grenzt schon an Hohn. Ein paar Absätze zuvor erfahren wir nämlich in dem besagten Artikel, dass der Quadratmeter einer solchen Wohnung schon mal bis zu 7000 Euro kosten kann. Für wen soll denn hier neuer Wohnraum geschaffen werden?

Heike Goldbach, Berlin-Steglitz

Vergrößerung der Wahlkreise würde erhebliche Einsparungen bringen

Zu: „Der Bundestag konzentriert sich“ vom 4. Mai

Landgemeinden und -kreise werden in Deutschland, wie auch 2001 die Berliner Bezirke, vergrößert, um so auch Personal zu sparen. Warum werden die Wahlkreise der Bundestagsabgeordneten nicht vergrößert, um die Anzahl der Abgeordneten zu reduzieren? So könnte man die 41,6 Millionen Euro plus die möglichen Baupreissteigerungen sparen, die jetzt für die Bundestagskonzentrierung benötigt werden, und könnte das Geld für soziale Zwecke verwenden. Die Bundestagsabgeordneten und ihre Parteien sollten sich darüber Gedanken machen.

Wolfgang Priese, per E-Mail

Sinnvoll wären derartige Parkflächen im Bereich von Kreuzungen

Zu: „Parkplätze nur für die Kleinen“ vom 7.Mai

Gilt nicht der Gleichheitsgrundsatz? Was ist etwa mit den Behinderten, die ihren Rollstuhl im Kofferraum haben, wo können die parken? Eine gute Lösung wäre, solche kurzen oder Miniparkplätze an den Kreuzungen einzurichten, damit das wilde Parken dort endlich aufhört.

Konrad Götze, per E-Mail

Hetze gegen Verkehrsprojekte muss ein Ende haben

Zu: „Autobahngegner zücken die Spaten“ vom 6. Mai

Der Weiterbau der A 100 ist sicher vernünftig, juristisch abgesegnet und ein Standortvorteil für Berlin. Die Zeit der Proteste ist vorbei, da kann ein Störenfried noch so viele Spektakel veranstalten. Es gibt eben Menschen, die leben mit Spaßfaktoren, und es gibt deutlich mehr Menschen, die auf wirtschaftliche Faktoren angewiesen sind. Die Hetze und Miesepeterei gegen Verkehrsprojekte muss ein Ende haben. Wer gegen in letzter Instanz bestätigte Projekte stänkert und aktiv wird, sollte dafür juristisch und materiell verantwortlich gemacht werden.

Ralf Drescher, Lichtenberg

Bricht mit Tradition und gefährdet Markenidentität eines Klassikers

Zu: „Microsoft will Windows 8 überarbeiten“ v. 7. Mai

Seit Herbst 2012 gibt es das neue Computerbetriebssystem Windows 8 von Microsoft – und fast niemand kauft es. Verwundern darf das keinen, denn dieses Betriebssystem ist bedienerunfreundlich. In der Welt von Smartphones, Facebook, Twitter und Co. braucht kein Menschen die neue Software von Microsoft. Windows 8 vergrault auch noch den letzten längjährigen Windows-Nutzer, der sich seit mehr als 20 Jahren an seinen Start-Schalter und die bunte Bildschirmoberfläche gewöhnt hat. Windows 8 kann man mit der neuen A-Klasse von Mercedes-Benz vergleichen: Sie ist ein radikaler Bruch mit der Tradition und gefährdet die Markenidentität eines wertbeständigen Klassikers.

Albert Alten, per E-Mail