Leserbriefe

„Chaos auf allen Gebieten“

Leser zum jüngsten „Berlin Trend“, nach dem die Sympathiewerte von Wowereit weiter gesunken sind

Es ist nicht verwunderlich, dass Klaus Wowereit (SPD) in Berlin immer unbeliebter wird. Auch wenn man fairerweise sagen muss, dass der Regierende Bürgermeister nicht alleine verantwortlich für das BER-Desaster ist, so hat er doch darüber hinaus in den vergangenen zehn Jahren genug politische Fehler gemacht, die sich nun rächen. Vor allen Dingen seine rigorose Sparpolitik bekommt wohl jeder Bürger zu spüren, wenn er mal einen Behördengang machen muss. Meist endet diese Bekanntschaft mit dem Bürger-, Ordnungs- oder Finanzamt dann in einem Horrortrip, weil Personalmangel und Chaos in den Amtsstuben herrschen. Behördliche Hygienekontrollen finden mangels Personal kaum noch statt, Schulbauten und Schwimmbäder verkommen, die Straßen werden zu gefährlichen Schlaglochpisten. Für alle diese Missstände trägt vor allen Dingen Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister die Verantwortung. Doch wer glaubt, die CDU würde es besser machen, irrt gewaltig.

Thomas Henschke, per E-Mail

Als Polizeibeamter hoffe ich, dass der Senat, insbesondere die SPD, in der Wählergunst noch tiefer fällt. Wowereit und Co. sind nicht mehr tragbar. Die Stadt verwahrlost, die Kriminalität steigt ständig. Der Bürger fühlt sich nicht sicher. Multikulti ist gescheitert. Die Landesbeamten werden ständig vertröstet und hingehalten, deren Geduldsfaden ist gerissen.

Ralf Ruß, per E-Mail

Als Berliner muss man sich eigentlich die Frage stellen, warum noch immer 32 Prozent der hier Wahlberechtigten mit der Arbeit des Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zufrieden sind, da jeder Berliner irgendwie durch seine bisherige Arbeit betroffen war und weiter ist. Sein Ansehensverlust ist nicht nur dem Debakel um die erneute Eröffnungsverschiebung des Flughafen BER zuzuschreiben, wo er als Aufsichtsratsvorsitzender total versagt hat. Nein, dass war nur noch das letzte Desaster seiner verfehlten Politik für Berlin. Auf allen Gebieten wie Schule, Personal, Polizei, Schließung Flughafen Tempelhof und Tegel oder Integrationspolitik nur Chaos. Mit seiner bisherigen geleisteten Misswirtschaft wird Berlin noch Jahrzehnte zu kämpfen haben. Für die Bundes-SPD ist Klaus Wowereit somit nur eine Belastung, besonders wenn man an die Bundestagswahlen im September denkt.

Klaus Okrafka, per E-Mail

Treffend wurde der persönliche Zustand unseres Regierenden Bürgermeisters beschrieben. Nach 13 Jahren als Berliner Regierungschef ist ihm die Amtsmüdigkeit ins Gesicht geschrieben. Von Bewegung, Aktivität und politischer Führung ist er meilenweit entfernt. Man könnte von Lustlosigkeit oder gar Gleichgültigkeit aufgrund seiner Misserfolge in der Vergangenheit sprechen. Es sollte daher nun endlich genug sein. Berlin braucht einen agilen, positiv führenden Regierenden Bürgermeister, der das Zepter in die Hand nimmt und den Bürger auch politisch erreicht.

Michael Klages, Staaken

Rücksichtslosigkeit der Lehrkräfte sollte Konsequenzen haben

Zum Artikel: „Berliner Lehrer wollen während der Abi-Prüfungen streiken“ vom 19. April

Man kann es nicht glauben. Der an diesem Tag geplante Lehrerstreik ist eine beispiellose Verantwortungslosigkeit. An einem Prüfungstag und auch im Vorfeld benötigen die Prüflinge ihre gesamte Konzentration für die anstehenden Aufgaben und dürfen nicht durch derartige Machenschaften ihres Lehrkörpers verunsichert werden. Lehrer haben ein gesichertes Einkommen und nagen nicht am Hungertuch. Ausgerechnet an einem Tag zu streiken, an dem für viele Schüler die Weichen für das spätere Leben gestellt werden, ist eine nicht hinzunehmende Rücksichtslosigkeit, die für die streikenden Lehrkräfte Konsequenzen haben sollte.

P. Markowiak, per E-Mail

Unverschämt, was sich Airlines, Piloten und Flugsicherung erlauben

Zum Artikel: „Neuer Flugrouten-Radar“ vom 14. April

Mit dem Flugrouten-Radar hat die Berliner Morgenpost einen echten Knüller gelandet. Seit langer Zeit steigt die Zahl der Überflüge über die Innenstadt rasant. Pünktlich um 6 Uhr geht es los. Wir wohnen im Hansaviertel, da sind diese Überflüge gut zu hören. Es ist eine Unverschämtheit, was sich die Airlines, Piloten und die Flugsicherung erlauben. Apropos Flugsicherung. Es ist ja wohl ein Unding, dass bei all den Sicherheitsüberlegungen die Flugrouten direkt über das Kanzler- und Bundespräsidialamt gehen. Neben der Feinstaubbelastung kommt jetzt auch immer mehr die Kerosinbelastung dazu. Der Bundesverkehrsminister hat im Herbst 2012 Aufklärung versprochen. Am Himmel ist jedoch nichts passiert.

Wilma Harzenetter, Hansaviertel