Leserbriefe

„Das geht zu weit“

Leser zum Vorschlag von Peer Steinbrück (SPD), getrennten Sportunterricht in der Schule einzuführen

Peer Steinbrück, die Mutter aller Fettnäpfchen, hat wieder zugeschlagen. Nach seinem Vorschlag eines Trennbankensystems in Deutschland sollen jetzt nach seinem Willen Mädchen und Jungen beim Schulsport aus Rücksicht auf muslimische Schüler getrennt werden. Wohin steuert unsere freiheitlich-demokratische Bundesrepublik mit Steinbrück? Brauchen wir überhaupt einen Möchtegern-Kapitän wie ihn, der das Traumschiff Deutschland zum Kentern bringt und dann noch als Erster von Bord geht? Was kommt von Steinbrück als Nächstes? Es wird höchste Zeit, dass sich Steinbrück endlich zurückzieht.

Ronald Frede, per E-Mail

Hat denn Steinbrück keine anderen Sorgen, als sich jetzt um getrennten Sportunterricht von Mädchen und Jungen zu kümmern? Der Islam versucht mit allen Mitteln, hier Fuß zu fassen, etwa mit Gebetsräumen in Schulen. Das sollte auch respektiert werden. Aber Einfluss nehmen auf elementare Bestimmungen des Grundgesetzes und Schulwesens, das geht zu weit.

Tobias Martin Hase, per E-Mail

Politisches Interesse an Ahndung von Steuervergehen ist eher gering

Zum Artikel: „‚Steuerfahndung muss besser werden‘“ vom 11. April

Es ist zwar schön, dass CDU-Fraktionschef Volker Kauder sich für eine bessere Steuerfahndung ausspricht, doch mit den Realitäten und mit den Zielen dieser CDU/FDP-Regierung hat das wenig zu tun. Selbst die SPD scheint wenig interessiert zu sein, säumige und flüchtige Steuerzahler zur Kasse zu bitten. Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (für SPD) etwa hält es nicht für notwendig, das Personal in den Finanzämtern auf ein vernünftiges Niveau aufzustocken, derzeit sollen etwa 800 Stellen fehlen. Dafür streicht er lieber rigoros den Haushalt zusammen und lässt Schulen und Schwimmbäder sowie Straßen verkommen. Die Beamten fordert er als Krönung sogar noch auf, keine Besoldungserhöhung zu erwarten und sich in Geduld zu üben. Im Bundesland Hessen allerdings war der zuständige CDU-Finanzminister noch dreister, denn er entließ Steuerfahnder im Beamtenstatus, die dem Fiskus viel Geld einbrachten, gleich mit amtsärztlichem Gutachten in den Ruhestand. Für einen normalen Steuerzahler klingen die Worte von Kauder wie Hohn und sind deshalb unglaubhaft.

Thomas Henschke, Waidmannslust

Mehr Geld in friedenserhaltende Maßnahmen investieren

Zum Artikel: „Eklat: Studenten stören Auftritt de Maizières an der HU“ vom 11. April

Mit ihrer Protestaktion haben die Studenten der Humboldt-Universität ein Zeichen gesetzt, welches deutlicher hätte nicht ausfallen können: Für Frieden – gegen Krieg! Sie wollten damit sicher auch auf die Unsummen aufmerksam machen, die in der weltweiten Kriegsmaschinerie nutzlos verpulvert werden. Die Etats der Militärs und der Verteidigungsministerien, übrigens auch bei uns, sind um den Faktor 20 bis 30 höher als das Geld, was in lebens-, umwelt und friedenserhaltende Maßnahmen investiert wird. In einigen Ländern gibt es bereits Friedensministerien oder ähnliche Organisationen (etwa in Kanada), die den Frieden auf ihre Fahne geschrieben haben und sehr aktiv sind und erfolgreich. Angesichts der heutigen Probleme auf der Welt und der zunehmenden Zahl militärischer Konflikte muss einfach mehr über solche Alternativen nachgedacht werden, wie der Frieden, von dem wir in Europa in den letzten Jahrzehnten profitiert haben, auch in der nächsten Generation gesichert werden kann. Darin liegt die eigentliche wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Christian Lukner, per E-Mail

Schlechte Besoldung, hohe Belastung und mangelnde Wertschätzung

Zum Artikel: „Nicht einmal jeder zweite Fall wird gelöst“ vom 12. April

Die neue Kriminalitätsstatistik spricht Bände und sollte unsere Politiker aufrütteln. Schließlich verstecken die sich immer gerne hinter Statistiken und amtlichen Zahlen. Nun zeigen diese Zahlen aber, dass es Zeit wird zu handeln: Das ist die Quittung für einen jahrelangen Sparkurs innerhalb der Polizei. Hinzu kommen Demotivation durch schlechteste Besoldung, hohe Arbeitsbelastung und mangelnde Wertschätzung der Beamten durch Politik und Bevölkerung.

Peter Hirsch, Wilmersdorf

Wer das Tagesgeschehen genau beobachtet, kann erkennen, dass die Polizei täglich Druck von oben und unten bekommt – und das nicht im feinen Stil. Greift die Polizei durch, hagelt es Anzeigen von unten. Greifen sie nicht ein, gibt es Ärger von oben. Die Innenminister müssen der Polizei als ausführender Staatsmacht mehr Rechte im Dienst und bei Einsätzen geben.

Wolfgang Priese, per E-Mail