Leserbriefe

"Steinbrück demontiert sich selbst"

Leser zur Kritik des SPD-Kanzlerkandidaten am zu niedrigen Gehalt des Regierungschefs

Die Äußerungen von Peer Steinbrück zu der Höhe des Gehaltes eines Bundeskanzlers sind unangemessen. Gerade Führungskräfte oder Spitzenpolitiker sollten sich bewusst sein, dass es ihnen überdurchschnittlich gut geht und einfache Angestellte und Arbeiter, die auch sehr viel arbeiten und hohem Stress ausgesetzt sind, nicht annähernd so viel verdienen. Steinbrück hat sich für das Amt des Bundeskanzlers selbst disqualifiziert, obgleich er sicherlich ein hohes Fachwissen aufzuweisen hat.

Thomas Kummer, Charlottenburg

Frau Merkel wird entzückt sein. Eine bessere Wahlunterstützung kann sie sich für die CDU und sich selbst gar nicht wünschen.

Margret Claes, per E-Mail

In der SPD ist man entsetzt über Steinbrücks neuerliche Äußerungen. Warum? Da sollten sich die Genossen mal fragen, warum sie überhaupt so jemanden zum Spitzenkandidaten nominieren, wo doch allseits bekannt ist, dass eben dieser sich als Abgeordneter bereits unterbezahlt fühlt. Steinbrück gibt durch seine Äußerungen zu verstehen, dass er es sich finanziell eigentlich nicht leisten kann, Bundeskanzler zu werden.

Franko Gestrich, Lichtenrade

Steinbrück hätte sich die Wirkung seiner Bemerkung vorher gut überlegen sollen. Gerade ist die Diskussion um seine Vortragshonorare verklungen, schon spricht er öffentlich wieder über Bezüge, von denen er als Kanzler profitieren könnte.

Achim Sahr, per E-Mail

Braucht ein Kanzlerkandidat nicht vor allem Visionen für seinen angestrebten Job, wie er in Deutschland wieder soziale Gerechtigkeit herstellen kann? Viel zu viele Menschen arbeiten für ein paar Euro pro Stunde und sind auf Hartz-IV-Aufstockung angewiesen. Und die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Da klingt Steinbrücks Jammern über das schmale Kanzler-Gehalt wie ein Jammern auf sehr hohem Niveau. Auf einen Bundeskanzler, der nur auf dass Geld schaut und keinen Funken Idealismus und Patriotismus im Leib hat, kann Deutschland getrost verzichten.

Ronald Fredeburg, per E-Mail

Steinbrück hängt sich mit seinen Äußerungen doch nur an das einstige Wahlplakat der FDP ran, als Guido Westerwelle neben seinem Konterfei offensichtlich für sich verlangte: "Arbeit muss sich wieder lohnen". Mir ist allerdings nicht bekannt, ob Westerwelle mit seiner Forderung durchkam und nach der Wahl mehr Geld bekommen hat. Mehr Wählerstimmen wohl auch nicht.

Heinz Baumann, Lichterfelde

Dass Steinbrück hinter dem Geld her ist wie der Teufel hinter der Seele, hat er bereits bewiesen. Nun aber träumt er davon, Bundeskanzler zu werden und will sich mit seiner neuesten Forderung schon jetzt eine kräftige Gehaltserhöhung sichern. Wie können altgediente Sozialdemokraten das noch verstehen, wie lange wollen sich die SPD und deren Wähler das noch anschauen, wie ihr Kanzlerkandidat sich als Raffke präsentiert?

Etwas Bescheidenheit würde ihm sicher mehr Wählerstimmen einbringen, aber den Wahlsieg hat er wohl schon abgeschrieben.

Wulf Haustein, per E-Mail

Es ist schon erstaunlich, wie es Kanzlerkandidat Steinbrück gelingt, von einem Fettnapf in den nächsten zu stolpern. Gerade erst sollen die Verstrickungen seiner Person aus seiner Ministerzeit wegen Zahlungen an eine Anwaltskanzlei untersucht werden, da erdreistet er sich, das Einkommen eines Bundeskanzlers als zu niedrig zu bemessen. Natürlich kann man darüber streiten, ob die Einkommen von Managern oder Direktoren im Vergleich zu denen eines Bundeskanzlers nicht zu hoch sind. Aber dies sind Einkommen, die in den Unternehmen erwirtschaftet wurden, wohingegen Gehälter des Bundeskanzlers wie auch der Berufspolitiker aus dem Steuersäckel finanziert werden. Frau Merkel kann beruhigt sein - Steinbrück demontiert sich selbst.

P. Rost, per E-Mail

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist und bleibt ein Nimmersatt. Dieser Sozialdemokrat, der allein durch Nebeneinkünfte zum Millionär wurde, verlangt schon jetzt ein noch üppigeres Gehalt als Bundeskanzler. So kann sich jeder Wähler ausrechnen, was passiert, wenn er ins Kanzleramt gewählt wird: Er bedient sich erst mal selbst, bevor er zum Wohle des Volkes überhaupt anfängt zu regieren.

Alfons Albert, per E-Mail

Da bleibt uns nur noch zu hoffen, dass dieser Mann niemals Kanzler wird. Wer derart geldgierig ist, wird unserem Land nie irgendetwas Gutes bringen. Steinbrück sollte Sparkassendirektor und nicht unser Kanzler werden.

Regina Kröning, Spandau