Leserbriefe

"Nur er kann Merkel Paroli bieten"

| Lesedauer: 4 Minuten

Leser zur Nominierung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten der SPD für die Wahl 2013

Zu diesem Kanzlerkandidaten kann man der SPD gratulieren, denn Peer Steinbrück ist in der gegenwärtigen Situation der einzig Richtige, der mit seinem finanzpolitischen Sachverstand Angela Merkel Paroli bieten kann. Wenn auch jetzt viele Umfragen herumgeistern, die Merkel angeblich weit vorne in der Zustimmung der Bevölkerung sehen, so prophezeie ich, dass sich das sehr schnell ändern wird, wenn die Euro-Krise sich weiter verschärft. Denn Angela Merkel ist nicht die großartige Krisenmanagerin, die sie immer vorgibt zu sein. Sie sitzt die Probleme doch eigentlich nur aus und reagiert erst dann, wenn es viel zu spät ist. Sie sollte mehr politische Akzente setzen und dem Raubtierkapitalismus der Finanzmärkte endlich Einhalt gebieten.

Thomas Henschke, Reinickendorf

Die Nominierung von Peer Steinbrück ist keine Überraschung. Das Schauspiel der SPD um die K-Frage war Schmierentheater fürs Volk. Schon empfiehlt sich der Finanz-Experte Steinbrück mit scheinbar gerechteren Vorschlägen für die Krise als der richtige Mann. Merkel wird derweil schon sanft demontiert, indem Verfehlungen aus ihrer Zeit als Umweltministerin thematisiert werden.

Peter Zimmermann, per E-Mail

Niemand hatte wohl ernsthaft daran geglaubt, dass einer der anderen Mitbewerber um die SPD-Kanzlerkandidatenschaft das Rennen machen würde. Weder mit dem biederen Sigmar Gabriel oder dem abgehalfterten Frank-Walter Steinmeier hätten die Sozialdemokraten ernsthaft eine wirkliche Chance gehabt. Die Festlegung von Peer Steinbrück auf die Grünen als einzig möglichen Koalitionspartner birgt indes eine große Gefahr in sich. Damit disqualifiziert sich die SPD schon im Vorfeld als möglicher Juniorpartner einer großen Koalition. Und mit dem erwarteten Einzug der Piraten in den künftigen Bundestag werden die Karten - mit dann vermutlich sechs Parteien im Parlament - neu gemischt. Da sollte man im Vorfeld nicht schon so bedingungslos und vor allem unnötig hoch pokern.

Klaus Hoffmann, Schlachtensee

Gesetzliche Regelung muss für alle Berufsgruppen gleichermaßen gelten

Zum Artikel: "Polizisten müssen doch nicht bis 67 arbeiten" vom 28. September

Wenn alle Arbeitnehmer bis 67 arbeiten müssen, dann auch die Polizisten. Im Innendienst gibt es genug Stellen, die besetzt werden müssen. Wenn jemand so krank beziehungsweise arbeitsunfähig ist, dann muss geprüft werden, ob der betreffende Beamte nicht vorzeitig in Rente gehen kann.

Lothar Wirth, per E-Mail

Behörden müssen härter durchgreifen

Zum Artikel: "Krank vom Schulessen: Behörden suchen nach der Infektionsquelle" vom 29. September

Solche Schlampereien dürfen einfach nicht passieren. Die Behörden müssen hier härter durchgreifen. Das sollten uns die Kinder wert sein. Leider müssen die meisten Kinder in Kantinen oder an der Frittenbude essen, da die Eltern arbeiten gehen. Zu meiner Schulzeit waren die Familien noch weitgehend intakt, und wir konnten nach der Schule zu Hause essen.

Christian Lukner, per E-Mail

Die Lehrkräfte sollen auch noch kochen, und die Eltern bestimmen, was gekocht wird. Hoffentlich ist die Auseinandersetzung über das Schulessen weit davon entfernt. Die Forderung nach Qualität, vernünftiger Vorgehensweise in den Ausschreibungen und einer regionalen Versorgung ist sicher richtig. Diese sollte aber mit dem Vorfall der vielen kranken Schüler nicht so in einen Topf geworfen werden - es stehen schließlich Arbeitsplätze auf dem Spiel. Übrigens: Meine Tochter bricht seit zwei Tagen und hat Durchfall, ihre Freundin von der Nachbarschule auch. Erstaunlich ist: Beide nehmen nicht am Schulessen teil.

Dunja Wolff, per E-Mail

Vorfreude auf bunte Blätter und gemütliche Abende

Zum Artikel: "33 Gründe, warum wir den Herbst lieben" vom 23. September

Es hat wirklich Spaß gemacht, die "33 Gründe, warum wir den Herbst lieben" zu lesen, und bei dem ein oder anderen konnte ich mir ein Schmunzeln auch nicht verkneifen. Da freut man sich beim Lesen schon richtig auf die sich färbenden Blätter, das warme Licht, das ab und zu durch die Bäume fällt, und die gemütlichen Abende, die man jetzt wieder guten Gewissens mit einem heißen Tee und einem guten Film im Bett verbringen kann. Und wenn ich das nächste Mal mit vom Regen durchtränkter Hose und Schuhen nach Hause komme, werde ich einfach an diese Gründe und die schönen Seiten des Herbstes denken.

Christine Hildebrand, per E-Mail