Leserbriefe

"Unbequeme Wahrheiten"

Leser zu Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und seinem neuen Buch "Neukölln ist überall"

Heinz Buschkowsky spricht eine Wahrheit aus, die unsere Linkspopulisten nicht hören wollen. Wenn auch Migranten schon aus Neukölln wegziehen, um die Chancen ihrer Kinder bezüglich Bildung und Integration in besser strukturierten Bezirken zu erhöhen, kann Buschkowsky nicht so sehr daneben liegen. Was bedeutet eigentlich Vielfalt in diesem Zusammenhang? Man könnte meinen, die Vielfalt einiger Migranten in Neukölln-Nord besteht darin, unsere Gesetze nach persönlichem Geschmack auszulegen beziehungsweise die verbliebenen Deutschen und integrationsbereiten ausländischen Mitbürger aus dem Bezirk zu vertreiben.

Manfred Grüneberg, per E-Mail

Was Heinz Buschkowsky in seinem Bezirk in den Jahren seiner Amtszeit als Bürgermeister vorgefunden hat und wie er die Probleme nicht nur beklagt, sondern Lösungen angestrebt hat, ist lobenswert und unterscheidet ihn fundamental von Thilo Sarrazin. Das große Problem bleibt aber, die rechtschaffenen Migranten von denen zu unterscheiden, die Probleme bereiten.

Rainer Block, Schönefeld

Parallelwelten gibt es in Berlin nicht nur in Neukölln. Ein weiterer maßgeblicher Politiker aus dem Lager der SPD hat nach Berlins Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin die wachsende Brutalität in unserem Land öffentlich gemacht. Das, was Buschkowsky und Sarrazin schreiben, kann jeder Bürger in unserem Land überprüfen.

Wolfgang Schwaneberg, Charlottenburg

Beim Neuköllner Verein Morus 14 haben die zahlreichen Ehrenamtler des Netzwerks Schülerhilfe den Schlüssel zur Zukunft Neuköllns in der Hand. Die Ehrenamtler schaffen Frieden durch Dienst am Menschen. Die Zukunft des Vereins ist leider ungewiss, es fehlt an der nötigen soliden Grundausstattung. Das schneidet ins Herz. Denn wofür ist sonst alles Geld da? Brauchen wir viele Milliarden Euro für einen glitzernden, dennoch nicht funktionierenden Flughafen, während gleichzeitig einige lumpige Zehntausend Euro für den Erhalt, die Pflege und die Koordination des Neuköllner Netzwerks Schülerhilfe fehlen? Die Kinder verdienen jede Zuwendung, sie brauchen so schlichte, aber wirksame Dinge wie Hausaufgabenhilfe, sie müssen Disziplin, Vertrauen, Verbindlichkeit erlernen, denn in den Elternhäusern lernen sie es nicht. Ist uns der "Goldstaub der Zukunft", von dem Neuköllns Bürgermeister so gerne spricht, unsere Kinder - egal ob in Neukölln im Rollbergviertel oder in Kreuzberg am Kottbusser Tor - so wenig wert?

Johannes Hampel, Kreuzberg

Seit 20 Jahren ist Heinz Buschkowsky im Rathaus Neukölln in verantwortlicher Position tätig. Von all dem, was er fordert oder anmahnt, hat er selbst nichts geändert, obwohl er es hätte ändern können. Ich wünsche mir, die Presse würde auch den anderen Heinz Buschkowsky mal beleuchten, der eben in vielen Fällen versagt hat.

Friedrich Sütterlin, Neukölln

Studienergebnisse häufig nach den Wünschen der Auftraggeber erzielt

Zum Artikel: "Genmais-Versuche: Die Ratten sterben an Krebs" vom 21. September

Die plakative Veröffentlichung der Studie erinnert fatal an die Atomkraft-Hysterie. Anstatt die bestehenden Techniken kritisch zu prüfen und zu verbessern, trompeten die Bedenkenträger Behauptungen heraus, die im Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten als Wahrheit verankert werden. Während sich bei wissenschaftlich Interessierten immer mehr der Eindruck verschärft, dass Studienergebnisse oft nach den Wünschen der Auftraggeber erzielt werden, wurden hier scheinbar die Studienparameter so verändert, dass Versuchstiere auch die gewünschten Krankheitsbilder aufwiesen. Dabei wurde die Gelegenheit verpasst, seriös nachzuweisen, ob gentechnisch veränderter Mais gesundheitsschädlich sein kann und so eben auch anderen Studien fundiert zu widersprechen.

Andreas Maaß, per E-Mail

Noch ist es nur eine Billigfluglinie, die sich aus Berlin zurückzieht

Zum Artikel: "Lufthansa lässt Berlin fallen" vom 20. September

Ohne Klaus Wowereits stümperhaften Umgang mit dem Flughafenprojekt wäre es sicherlich nicht zu dieser Entscheidung der Lufthansa gekommen.

Heide Binner, per E-Mail

Noch ist es nur die Billigfluglinie der Lufthansa, die sich aus Berlin zurückzieht. Noch ist die Lufthansa mit ihren internationalen Flügen in Berlin präsent. Doch der wirtschaftliche Schaden (der Imageschaden kann wohl nicht mehr größer werden) ist schon jetzt immens. Es wird Zeit, dass die verantwortlichen Politiker den Hut nehmen.

Oliver Laudahn, Friedrichshain