Leserbriefe

"Bislang nur Ankündigungen"

Leser zu den Problemen mit der inneren Sicherheit und den wiederholten Anschlägen auf Polizisten

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat bislang keines seiner vollmundigen Versprechen erfüllt, Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers gaukelt den Bürgern eine heile Welt mit tollen, aber in keiner Weise realisierbaren Konzepten vor. Währenddessen wird an jeder Ecke geraubt und eingebrochen, ohne dass die Polizei zu sehen ist. Anstatt Druck auf die Täter auszuüben, klebt man bunte Plakate und verteilt Aufkleber. In immer mehr aufgeblähten Stäben erfinden Vollzugsbeamte immer mehr Statistiken, um diese untragbare Situation schönzureden. Immer weniger Personal arbeitet vor Ort an den Brennpunkten und wird zudem noch viel schlechter bezahlt als in jedem anderen Teil Deutschlands. Adieu innere Sicherheit.

Michael Vierck, Hermsdorf

Ich bin erschüttert von der Gewalt in Berlin. Ständig liest man von Messerstechereien und Übergriffen in der U-Bahn. Jetzt richtet sich auch noch die Gewalt gegen die Privatautos von Polizisten. Innensenator Frank Henkel muss sich fragen lassen, wo denn seine groß angekündigte Offensive für mehr Sicherheit in Berlin bleibt.

Ulrich Joachim, per E-Mail

Dass Berlins Innensenator Frank Henkel mit viel Getöse zum Kampf gegen die den Bürger belastenden Kriminalitätsfelder bläst, ist nicht zu beanstanden. Im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger Ehrhard Körting (SPD) verharmlost er weder, noch sitzt er Probleme aus. Allerdings wird er kaum effektive Maßnahmen durchführen lassen können, weil er ganz einfach das Personal dafür nicht hat. Und das zur Verfügung stehende Personal ist aufgrund diskriminierender Bezahlung im Vergleich zu den Kollegen im übrigen Bundesgebiet und der jahrelangen Geringschätzung seitens der Politik demotiviert. Die Verlagerung von Beamten in den Außendienst und in Bereiche mit Kriminalitätsschwerpunkten reißt anderswo Löcher, die entweder nicht wieder zu stopfen sind oder eine enorme Überstundenbelastung der dort verbliebenen Kollegen nach sich zieht.

Lars-Oliver Lutsch, per E-Mail

Die Polizeiführung weist die Beamten auf Eigensicherung hin. Weist unsere Politiker auf Eigensicherung hin und spart deren Personenschutz ein. Laut Klaus Wowereit haben wir ja noch immer zu viele Beamte auf der Straße - und im Büro sowieso.

Wolf-Dietrich Braun, per E-Mail

Keine Masten in Wohngebieten und neben Kitas und Schulen genehmigen

Zum Artikel: "Handy ja, Funkmast nein" vom 27. August

Endlich wird das Thema Handy und Funkmast wieder in die Öffentlichkeit gebracht. Nur leider nicht mit dem Ziel, die Bevölkerung sachlich kritisch aufzuklären, welcher Gesundheitsgefahr sie sich täglich aussetzt. Ich stimme dem Artikel insofern zu, dass es absurd ist, einerseits Handynutzer zu sein, andererseits aber Funkmasten nicht dulden zu wollen. Wie viele Menschen wollen überhaupt wissen, welche Auswirkungen die Dauerbestrahlung von Handy und Funkmasten auf unsere Gesundheit hat? Wer weiß denn schon, dass eine unvertretbare hohe Strahlenbelastung in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Tag für Tag an unserer Gesundheit nagt? Warum werden seriöse Kritiker nicht gehört, die Politiker endlich gezwungen, echte Vorsorge für die Bevölkerung zu treffen, das heißt keine Masten in Wohngebieten, in der Nähe von Kitas, Krankenhäusern und Schulen zu genehmigen? Wir wundern uns über die rasante Zunahme von Krebs, insbesondere bei Kindern, da wird von Vorsorgeuntersuchungen gefaselt, aber niemand fragt nach Umweltbedingungen und dem Ausufern immer noch schnellerer und besserer Kommunikationsverbindungen via Handy und Co. und deren Auswirkungen. Wie lange soll das noch so unkritisch und im Verborgenen gehalten werden? Es gibt genug Beweise der Gesundheitsschädigung, in zahlreichen unabhängigen Studien im Internet einsehbar. Wachen wir auf, bevor es zu spät ist.

S. Zajac, per E-Mail

Beamte der Schulverwaltung mit der Umsetzung überfordert

Zum Artikel: "Berlin will mehr Quereinsteiger für die Schulen" vom 24. August

Das wird uns alles schon seit Jahren erzählt, besser ist nichts geworden. Der Senat kümmert sich nicht wirklich um die naturwissenschaftlichen Fächer in den Schulen. Die Idee der Quereinsteiger ist ja nicht neu. Was aber passiert? Nichts. Ich habe mich als erfahrene Lehrkraft für Physik bei der Schulbehörde gemeldet. Außer nichtssagenden Schreiben habe ich nichts von denen bekommen oder gehört. Eine katastrophale Situation. Die Beamten in der Schulverwaltung sind offensichtlich völlig überfordert.

Christoph Luban, per E-Mail