Leserbriefe

"Spendierhosen für sich selbst"

Leser zu der ab 2013 geltenden Erhöhung der Bezüge für Bundespräsidenten um 18.000 Euro pro Jahr

Kaum sprudeln die Steuereinnahmen, haben unsere Politiker schon wieder die Spendierhosen an - nicht für den Normalbürger, sondern für sich selbst. Es ist nicht zu fassen, dass ab 2013 alle Bundespräsidenten jeweils 18.000 Euro mehr pro Jahr erhalten sollen. Leistungen oder Amtsdauer spielen dabei keine Rolle. Interessant ist auch, dass der Ehrensold auch in voller Höhe bei Eintritt in den Ruhestand weitergezahlt wird, obwohl doch weniger Aufgaben anfallen.

Viktor Fischer, Spandau

Mit Verwunderung habe ich von der Erhöhung der Bezüge für unsere Bundespräsidenten gelesen. Wir sparen, damit sich die Herrschaften die Taschen noch voller machen können.

Annett Reichling, per E-Mail

Es gibt Bundespräsidenten, die ihren Ehrensold verdient haben. Ob aber Christian Wulff dazugehört, ist zweifelhaft. Seine Dienstzeit musste er auf Druck vorzeitig beenden und darf seine vollen Ruhebezüge, nun auch samt stattlicher Erhöhung, kassieren. Noch ist nicht einmal geklärt, ob ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet wird.

A. Panske, per E-Mail

18.000 Euro mehr pro Jahr für Ex-Bundespräsident Wulff ist ein Schlag ins Gesicht aller Rentner, die mit minimalen Rentenerhöhungen von wenigen Euro im Monat auskommen müssen.

Albert Alten, per E-Mail

Wann ziehen unsere regierenden Politiker endlich in Sachen Vergütungen die Notbremse? Es kann nicht sein, dass einem ehemaligen Staatsmann, der voller Verfehlungen ist und ständig einfordert, das Leben auch noch versüßt wird, während der einfache Bürger, der jahrzehntelang seine Arbeit getan und brav seine Steuern gezahlt hat, mit seinem Einkommen nicht mehr auskommt.

Olaf Sandelmann, per E-Mail

Ohne eigenen Willen und Engagement geht es nicht

Zum Artikel: "Viele Migranten fühlen sich fremd in Deutschland" vom 18. August

Endlich mal eine Studie, die nicht beschönigt und die durch die täglichen Erfahrungen bestätigt wird. Da gibt es unzählige Initiativen und Programme, um Integration zu ermöglichen. Das gesamte gesellschaftliche Klima - abgesehen von rechtsextremen Randgruppen - ist darauf ausgerichtet, Einwanderer willkommen zu heißen und zu integrieren. Ausländerfeindlichkeit und Rassismus werden gebrandmarkt. Warum also tun sich die türkischen und arabischen Einwanderer so schwer? Erstens und entscheidend ist, dass große Gruppen nicht wirklich Teil dieser Gesellschaft werden wollen, dass sie unsere Werte und Kultur ablehnen und sogar verachten. Ohne eigenen Willen und Engagement geht es aber nicht, da können wir noch so viele Programme aufstellen. Dann ist noch auffällig, dass es so gut wie keine Selbstkritik gibt, immer sind andere an den Problemen schuld. Gefragt, warum sie sich nicht heimisch fühlen in Deutschland, wird immer auf andere gezeigt. Andere Einwanderungsgruppen sind integrationswillig und haben dabei auch Erfolg. Niemand wird in Deutschland ernsthaft daran gehindert, sich zu integrieren und ein wertvoller Teil dieser Gesellschaft zu werden, es sei denn, er will es nicht.

Peter Reimann, Prenzlauer Berg

Auffällig ist das Verhalten muslimischer Zuwanderer in Deutschland. Betrachtet man die finanziellen und materiellen Aufwendungen unserer Gesellschaft für diese Menschen, so kann man größere Anstrengungen bei der Integration erwarten. Es kann nicht auf alle Befindlichkeiten aus der mitgebrachten Religion Rücksicht genommen werden.

Wolfgang Harnisch, Wartenberg

Bewährtes System soll ohne Not geändert werden

Zum Artikel: "Heimatliebe auf dem Nummernschild" vom 21. August

Es ist schwer zu begreifen, dass Verkehrsminister Peter Ramsauer ein neues Kfz-Kennzeichnungssystem einführen will. Scheinbar ist er nicht ausgelastet, wenn er sich Derartiges einfallen lässt und ein bewährtes System ändern will. Er sollte sich lieber mehr um den Flughafen BER kümmern, der ja auch in seinen Verantwortungsbereich fällt. Da wäre er gut ausgelastet und müsste sich nicht mit irrwitzigen Ideen beschäftigen.

Peter Otto, Kleinmachnow

Wer denkt sich solchen Unsinn aus? Oder hat hier die Kennzeichenherstellerlobby zugeschlagen?

Fritz Rackau, Treptow

Das Autofahren wird immer teurer. Und jetzt kommt der Verkehrsminister und bietet jedem Autofahrer sein persönliches Autokennzeichen an. Wozu? Um ein bayerisches Sommerloch zu füllen oder Geld in die Kasse zu spülen?

Lothar Wirth, per E-Mail