Leserbriefe

"Fremdsein-Gefühl ergründen"

Leser zu den Ergebnissen der Info-Studie "Deutsch-Türkische Lebens- und Wertewelten"

Die Studie belegt einmal mehr, wie groß die Kluft zwischen Schein und Sein in Deutschland ist, was nicht zuletzt auf eine völlig verfehlte Integrationspolitik zurückzuführen ist. Die Ursache dafür liegt vermutlich in der unterschiedlichen Interpretation des Begriffs Integration. Während in Deutschland damit eine Anpassung unter Achtung der hiesigen Kultur und Religion gemeint ist, verstehen viele Migranten darunter das Integrieren einer möglichst abgeschotteten Parallelgesellschaft, nicht selten mit dem Ziel, ihre eigene Religion und Kultur in die ungeliebte Wahlheimat zu implantieren und ihre Andersartigkeit (Religion und Kultur) damit zu zementieren. Die gewachsenen überwiegend islamisch geprägten Parallelgesellschaften in Deutschland nehmen sich in ihrer Wahlheimat, was sie brauchen, und geben, was sie möchten.

Petra u. Stefan Mehrholz, per E-Mail

Wenn sich so viele Migranten fremd in Deutschland fühlen, warum leben sie hier? Das muss doch einen Grund haben? Das ständige Jammern auf hohem Niveau hilft weder den Migranten noch den Deutschen. Man muss sich für einen Lebensmittelpunkt entscheiden, sonst wird man zwischen den Kulturen hin und her gerissen.

Christian Lukner, per E-Mail

Christen und Muslime werden wegen ihrer unterschiedlichen Kulturen immer in Parallelgesellschaften miteinander leben.

Eleonore Klein, per E-Mail

In dem Artikel ist nur von türkischstämmigen Menschen die Rede, die sich hier fremd fühlen. Dieses Gefühl teilen sie aber mit Millionen von Menschen, die in ein fremdes Land gehen. Die Ursache für dieses Fremdsein-Gefühl suchen sie allerdings nur in dem Land, in das sie gekommen sind, nicht aber bei sich selbst. Solange sie so fest in ihrer muslimischen Tradition verhaftet sind und Andersgläubige als minderwertig ansehen, kann ich kein Mitleid haben. Es wird doch niemand gezwungen, herzukommen oder zu bleiben.

H. Eckert, Tegel

Wenn sich tatsächlich jeder zweite türkischstämmige Deutsche eine Muslim-Mehrheit in Deutschland wünscht, wird einem Angst und Bange. Es sind überwiegend Kinder der zweiten oder dritten Generation, die unsere liberale Politik und das soziale Sicherungssystem gerne für ihre Interessen nutzen. Die Politik ist gefordert, den zunehmenden traditionellen und religiösen Werten türkischstämmiger junger Menschen in Deutschland etwas entgegenzusetzen. Es wird Zeit, dass die demokratischen Parteien die Befürchtungen und Sorgen großer Bevölkerungsteile annehmen und nicht immer die bestehenden Probleme verdrängen oder Menschen, die diese Probleme ansprechen, diffamieren.

Klaus Okrafka, per E-Mail

Eine Religion zu haben und auszuüben, ist Privatsache. Was soll man aber intoleranten Menschen entgegnen, die der Meinung sind, der Islam sei die einzig wahre Religion? Oder denen, die sich wünschen, dass irgendwann in Deutschland mehr Muslime leben als Christen? Nur hier zu leben, weil die soziale Absicherung, die Bildung, Gesetzgebung oder der Lebensstandard besser sind als etwa in der Türkei, ist zu wenig.

Lothar Wirth, per E-Mail

Vor meinen Auslandsreisen habe ich jeweils etwa 20 Sätze in der Landessprache gelernt, um Kontakt zur dortigen Bevölkerung zu haben. Wenn Migranten in einem christlich geprägten Land ihre heimatlichen Bräuche vermissen, dann haben sie sich offensichtlich nicht auf das Gastland vorbereitet und vermutlich das falsche Land gewählt.

Kurt Hauer, Steglitz

Unfähigkeit und Lustlosigkeit scheinen im Team verankert zu sein

Zum Artikel: "Peinliche Hertha" vom 20. August

Wie tief will Hertha noch abrutschen? Welche Krankheit hat diesen Verein befallen? Welcher Trainer kann diesen Sauhaufen trainieren, wenn in kurzer Zeit die Trainer Favre, Funkel, Babbel, Skibbe und Rehhagel gescheitert sind? Ist Luhukay der Nächste, der an dieser Trümmertruppe scheitert? Hier hilft nur ein großer Kehraus - angefangen bei Sportdirektor Preetz -, um noch größeren Schaden vom Verein abzuwenden.

H. Koßmann, Rudow

Dass Hertha BSC im DFB-Pokal früh scheitert, hat leider fast schon Tradition. Doch das, was dieses Jahr zu beobachten ist, lässt Schlimmes ahnen - nicht nur das Scheitern gegen eine unterklassige Mannschaft im Pokal. Die Mannschaft präsentiert sich mit der gleichen Unfähigkeit und Lustlosigkeit wie in der Bundesliga-Rückrunde. Da kann vermutlich auch ein engagierter Trainer wie Luhukay nicht viel ändern. Diese Mentalität scheint im Verein verankert zu sein.

Kristopher Jurk, per E-Mail