Leserbriefe

"Nur Belustigung der Touristen"

Leser zur Debatte, ob Buddy-Bären auf dem Kurfürstendamm aufgestellt werden sollen

Wie kommt man dazu, von einer Aufwertung des Kurfürstendamms zu sprechen, indem man in Erwägung zieht, diese kitschigen, albernen Bären dort aufstellen zu wollen. Soll denn unser arg verkommener, einstmals schöner Boulevard nun vollends der Lächerlichkeit preisgegeben werden? Zur Belustigung der Touristen gibt es wahrlich mehr als genug Klamauk in unserer Stadt.

Barbara Thurecht, Schmargendorf

Bei der WM 2006 in Berlin war ich schon begeistert von den United Buddy-Bears auf dem Bebelplatz. Nun hatte ich das große Glück, diese wunderbare Ausstellung in New-Delhi wiederzusehen. Welch eine Botschaft für Frieden! Alle Nationen stehen friedlich auf einer Augenhöhe. Ich sprach mit vielen Indern, die dankbar dafür waren, dass ein solches Zeichen der Freundschaft und Friedfertigkeit aus Deutschland kam. Nun zu den Bären auf dem Kurfürstendamm: Natürlich gehören die Buddy-Bären zu Berlin. Sie bringen Internationalität und Toleranz in die Stadt. Sie sind ein Stück Berlin und erfreuen die Touristen.

Andrea Szigetvari-Sturm, Teltow

Die Buddy-Bären sollen also die grauen Pflanzschalen ersetzen, weil der Bezirk kein Geld für Blumen hat. Ich finde, dass die grauen Pflanzschalen auf den Mittelstreifen gehören. Wir brauchen Pflanzen und Bäume in der Stadt. Das Bezirksamt könnte Pflanzen einsetzen, die immer wiederkommen und auch Blüten tragen. So könnten die Hochbeete mit Flieder, Forsythien oder Jasmin bepflanzt werden. Man sollte etwas für Naturfreunde machen und nicht nur für die Belustigung der Touristen die Bären aufstellen.

Inge Winkler, Wilmersdorf

Die Buddy-Bären gehören zu Berlin wie das Brandenburger Tor. Mit den freundlichen, sympathischen Bären hat Berlin ein Alleinstellungsmerkmal weltweit. Sie sind bekannt wie ein bunter Hund oder besser wie ein bunter Bär. Ob jung oder alt, alle lieben sie: Altberliner, Neuberliner und die Touristen aus aller Welt sowieso! Berlin kann auf seine Berliner Buddy-Bären stolz sein.

Ilona Preißmann, Dahlem

Wenn der Senat schon kein Geld hat für eine Bepflanzung, dann sind die Buddy-Bären eine wunderbare Alternative, und sie gehören zu Berlin wie der Funkturm oder das Brandenburger Tor. Gleichzeitig ist es eine tolle Werbung für Berlin.

Sigrid Goebbels, per E-Mail

Die Infantilisierung der Gesellschaft nimmt halt ihren Lauf. Nicht genug, dass erwachsene Menschen mit Bärchen-T-Shirts herumlaufen, jetzt überfallen unsere Stadt auch noch Heerscharen von kindischen Buddy-Bären. Das hat Berlin, vor allem der Kudamm nicht verdient. Sollen sie meinetwegen vor Kindergärten stehen oder im Zoo und Tierpark.

Gernot Neuweiler, Charlottenburg

Die Buddy-Bären sind wunderbar, sie sind heiter, sie sind cool, sie sind Berlin. Wir verstehen nicht die ewigen Nörgler, die alles immer nur schlechtreden, aber selbst nichts auf die Beine stellen. Berlin braucht auch gerade diese heiteren, fröhlichen Akzente, die die Buddy-Bären setzen.

Erika und Hans-Georg Strauss, Schöneberg

Schwache Schüler ziehen die leistungsstarken nach unten

Zum Artikel: "Gymnasien verschicken blaue Briefe" vom 7. Juni

Am Menzel-Gymnasium in Mitte mussten drei von acht siebten Klassen aufgelöst werden, da 90 Schüler das Probejahr nicht bestanden hatten.

Dazu sagt die Schulleiterin, dass die hohe Anzahl schwacher Schüler das Niveau in einigen Klassen derart beeinflussten, dass auch etliche Schüler mit einer Gymnasialempfehlung das Probejahr nicht bestanden haben. "Diese Schüler hätten mehr gute Mitschüler gebraucht, um sich an ihnen zu orientieren." Genau das Gleiche passiert an den Sekundarschulen. Schüler, die früher auf die Hauptschule gegangen wären, sind jetzt mit Realschülern zusammen in einer Klasse. Natürlich kommen die Hauptschüler nicht mit, und der Lehrer muss sich an den Schwächsten orientieren. Damit werden die Realschüler mit heruntergezogen. Natürlich werden nicht die Hauptschüler gefördert, sondern die Realschüler gebremst. Das ist eine Tatsache, die von den Politikern ignoriert wird.

Bernd Wegner, Baumschulenweg

Wer fordert nach Spanien als Nächstes Unterstützung?

Zum Artikel: "Spanien will offenbar Euro-Hilfe für Banken beantragen" vom 9. Juni

Wird der Euro jetzt ganz vor die Wand gefahren? Wer ist der Nächste, der nach Spanien Milliarden von Euro haben will? Die Politik agiert ziemlich hilflos. Wo soll das hinführen?

Christian Lukner, per E-Mail