Leserbriefe

"Integration einfordern"

Leser zur Studie im Auftrag des Innenministers über die "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland"

Wer aufmerksam durch die Welt geht, hat längst festgestellt, dass der Islam die Integration nachhaltig behindert. Freiheit, Menschenrechte und Demokratie sind für das Zusammenleben in Deutschland unabdingbar. Religion hat sich den Werten des Grundgesetzes stets unterzuordnen. Der Islam und ein erheblicher Teil der islamischen Jugend hat dies offensichtlich noch immer nicht begriffen. Es sollten alle gesellschaftlichen Kräfte, die Radikalismus - ob von rechts, links oder dem Islam - ablehnen, die Bereitschaft zur Integration von Ausländern nachhaltig fordern. Ansonsten wird man dem Rechtsradikalismus Vorschub leisten. Viele haben dies noch gar nicht begriffen, sondern frönen nur dem Zeitgeist.

Gerhard Frey, per E-Mail

Nun zeigt eine Studie, dass 25 Prozent der jungen Muslime Integration ablehnen und die westliche Welt sowieso. Anstatt nun daraus Konsequenzen zu ziehen, wird diese Studie gleich wieder von der Politik weichgespült.

Michael Linde, Blankenfelde

Das Thema ist seit Jahrzehnten bekannt und wirklich nicht neu. Es macht nur keiner was, aus Angst anzuecken. Wenn man darüber spricht oder schreibt, wird man schnell als ausländerfeindlich abgekanzelt.

Rüdiger Schütze, per E-Mail

Denken Sie, dass die Studie repräsentativ ist? Nein, ist sie nicht. Ich bin auch deutsche Muslima, hier geboren, aufgewachsen und zu Hause. Mich hat aber keiner befragt. So geht es auch vielen, vielen anderen Muslimen in Deutschland, die nicht befragt worden sind und jetzt in diese Schublade reingesteckt werden. Eine derart unrepräsentative Umfrage soll nicht eine, nicht zwei, sondern gleich 464 Seiten des Buches von Thilo Sarrazin bestätigen? Natürlich gibt es auch in diesem Buch Aspekte, die richtig sind, aber alle auf einen Haufen zu kehren, hat noch nie jemandem gutgetan. Und schon gar nicht in einem Land, in dem sehr viele Muslime leben.

Rizwana Ahmad, per E-Mail

Schon wieder viel Lärm um die missglückte Einwanderungspolitik. Bei dem, was Thilo Sarrazin in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" polemisch-verletzend überspitzte und was die verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig in ihrem Buch "Das Ende der Geduld" sachlich-kühl, realistisch, erschreckend-abschreckend beschrieb, beeindruckte mich deren große Übereinstimmung bei der Analyse und Bewertung der missglückten Einwanderungspolitik und die Geistesnähe bei vielen vorgeschlagenen richtigen Empfehlungen. Neuköllns SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky bekämpft täglich die sich zuspitzenden Problemlagen, Parteigenossen werfen ihm beständig Kassandrarufe vor. Alle drei haben ihre Finger in schwelende Wunden gelegt, denn bei den Alteingesessenen brodelt es zunehmend - weit entfernt von oft vorschnell und populistisch unterstelltem Rassismus.

Klaus Katzur, Zehlendorf

Mangelhafte Transparenz und zu wenig Fortbildungsangebote

Zum Artikel: "Neues Inklusionskonzept für Berlin" vom 26. Februar

Die Oberschulen sind ebenso gefordert bei der längst fälligen Realisierung des Inklusionskonzeptes, also des gemeinsamen Lernens von behinderten und nichtbehinderten Schülern ohne die ständige Betrachtung der Defizite der Betroffenen. Auch die Gustav-Heinemann-Oberschule bemüht sich engagiert um die Umsetzung dieses Konzeptes und stößt an die im Bericht genannten Grenzen, wie zu wenig verfügbare Stunden und zu wenig Personal, mangelnde Transparenz bei der Stundenzuteilung für die Inklusion seitens der Schulaufsicht und zu wenig Fortbildungsangeboten für inklusionswillige Lehrer.

Sylvia Sobel, per E-Mail

Ohne Verbeamtung wird Exodus junger Lehrer anhalten

Zum Artikel: "'Wir sind gern an der Schule, aber nicht unter diesen Bedingungen'" vom 29. Februar

So berechtigt die Forderungen der Kollegen der Reinhardswald-Schule auch sind, sie lösen nicht das eigentliche Problem. Sollte sich Herr Wowereit weiter gegen die Verbeamtung sperren, wird der Exodus der jungen Lehrer anhalten. Die Haltung der GEW hierzu ist heuchlerisch. Einerseits sperrt sie sich gegen die Verbeamtung, andererseits stimmt sie in den örtlichen Personalräten der Einstellung von Kollegen zu, die aus anderen Bundesländern mit dem Beamtenstatus in Berlin aufgenommen werden. Es ist ärgerlich, dass andere Gewerkschaften in der Berichterstattung kaum Erwähnung finden. Dabei fordert etwa der Verband Bildung und Erziehung vehement die Verbeamtung der Lehrer in Berlin.

Ernst Mross, per E-Mail