Leserbriefe

"Unfähiges Management"

Leser zu der dritten Niederlage in Folge von Hertha BSC unter dem neuen Trainer Michael Skibbe

Die dritte Niederlage im dritten Spiel für Hertha-Trainer Michael Skibbe. Was also hat der Rauswurf von Markus Babbel gebracht? Nicht die Trainer gewinnen oder verlieren ein Spiel, sondern die eingesetzten Spieler. Was sich Hertha da seit Jahren leistet, zeigt, dass das Management unfähig ist und dringend gegen fähige Manager ausgetauscht werden muss. Man schaue sich nur mal an, welche Spieler bei Hertha nicht genommen wurden, mittlerweile aber bei anderen Vereinen die Leistungsträger sind. Wenn sich hier nichts Grundlegendes ändert, wird Hertha wieder in die Bedeutungslosigkeit der zweiten Liga absteigen.

Thomas Kramer, per E-Mail

Der einstige Hertha-Trainer Markus Babbel hat in der Hinrunde alle Ziele erreicht, die man von ihm erwartet: einen Tabellenplatz mit genügend Abstand zum Abstiegsfeld und das Erreichen des Viertelfinals im Pokalwettbewerb. Dann erfolgte auf Betreiben des Managers aus fadenscheinigen Gründen seine vorzeitige Entlassung. Die in diesem Zusammenhang verpulverten Energien und Finanzen hätten besser in der Winterpause in die Suche und Verpflichtung passender Spieler gesteckt werden müssen. Stattdessen manövrierte Manager Michael Preetz Hertha BSC und sich selbst in eine Sackgasse. Sein Schicksal ist an den Erfolg des Trainers Michael Skibbe geknüpft. Eine objektive und kritische Betrachtungsweise der Leistungen des neuen Trainers ist dem Manager damit nicht mehr möglich. Das ist keine gute Konstellation für die Zukunft.

Wolfgang Pöhler, Spandau

Verantwortlich für die Hertha-Misere ist einzig und allein Michael Preetz. In der vergangenen Saison hatte sich Babbel zum Ziel gesetzt, Hertha sofort wieder in die erste Liga zu holen. Sein Ziel hat er souverän erreicht. Preetz ist egozentrisch und vergisst die Regeln des guten Managements. Die Mannschaft besteht aus den Spielern, dem Trainer und dem Management. Harmonie, ideenreiche Taktik und Motivation zwischen allen drei Ebenen sind von größter Wichtigkeit. Dies hat Preetz nie verstanden.

Jai Menon, Lichterfelde

Trainer Skibbe kann nichts für den desolaten Zustand der Mannschaft. Die Fehler wurden bereits in der Einkaufspolitik vor Beginn der neuen Saison gemacht. Hertha besteht überwiegend aus defensiv eingestellten Akteuren, die weder torgefährlich sind noch ein Spiel leiten oder lenken können. Dazu kommt eine bekannte Schwäche in der Abwehr, die immer weggeredet wurde, sonst hätte man sich in der Winterpause verstärkt. Es könnte aber auch sein, dass der Verein so klamm ist und dass das auch Babbel schon bekannt war. Hertha kann sich leider schon wieder auf Abschiedstour in der ersten Liga begeben. Den Fans blutet das Herz, denn man hatte doch so sehr gehofft, dass die Verantwortlichen aus dem Abstiegsjahr gelernt haben. Doch leider wird immer weiter so rumgemurkst und stümperhaft gemanagt, dass die Lichter bei Hertha auf längere Zeit ausgehen werden. Die Fans werden das dem Verein nicht mehr verzeihen und haben jetzt schon die Schnauze gestrichen voll.

C-P Paege, Reinickendorf

Preetz war sicher ein ausgezeichneter Fußballer, aber zum guten Manager fehlt ihm alles. Vier Trainer, ein Abstieg. Der Wiederaufstieg ist nicht sein Verdienst. Die maroden Finanzen hat er nur indirekt zu verantworten, dafür ist der Vorstand verantwortlich. Und nun schon wieder Abstieg? Preetz scheint mit keinem auszukommen. Ex-Hertha-Trainer Favre etwa spielt inzwischen mit Borussia Mönchengladbach um den Titel mit. Mit Markus Babbel hat sich Preetz genauso wenig verstanden wie mit Dieter Hoeneß. Noch mehr Namen? Ich bin kein Fußball-Fan, aber ich muss mir auch die Häme, besonders woanders, anhören: Willst du Hertha an der Spitze sehen, musst du die Tabelle drehen!

Herbert Toepfer, per E-Mail

Markus Babbel hat es offensichtlich frühzeitig erkannt, und der neue Trainer Michael Skibbe wird es bald erkennen: Wichtige Positionen sind mit Spielern besetzt, die zu alt und damit zu langsam sind. Etliche Spieler sind schlicht nicht erstligatauglich. Es fehlt insgesamt an Qualität und Kreativität im Kader. Damit ist permanenter Abstiegskampf programmiert. Bei einem Blick in die Zukunft kann einem angst und bange werden.

Achim Sahr, per E-Mail

Seit ich in Berlin bin, ist es immer dasselbe, erst einmal schwach anfangen und dann ganz stark nachlassen. Sage keiner, es liege an den Spielern oder den Trainern. Favre beweist wieder einmal eindrucksvoll das Gegenteil. Nein, es war schon immer so, der Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Und solange sich oben nichts verändert, wird das so bleiben. Schade um die vielen, vielen betrogenen Fans.

Herbert Korte, per E-Mail