Leserbriefe

"Kein Signal gegen Kreditklemme"

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt leiht Europas Banken 489,2 Milliarden Euro und behauptet, die Finanzierung der europäischen Banken sei damit gesichert. Diese günstigen Kredite sind jedoch an keinerlei Bedingungen geknüpft und können somit auch kein Signal gegen die Kreditklemme und für die notwendige Vertrauensbildung der Banken untereinander sein. Ein folgenschwerer Trugschluss der EZB, weil deren gezielte Geldschöpfung durch Kreditgewährung im großen Stil eine Vermehrung der Geldmenge bewirkt und auf diesem Wege die Inflation, Spekulationsblasen und eine maßlose Überschuldung der Banken noch anheizt. Alles wie immer: Wenn systemrelevanten Banken die Pleite droht, dann werden sie wieder mit dem Geld der Steuerzahler gerettet.

Roland Klose, per E-Mail

Durch den Massenkredit an die Banken zu Weihnachten wurde die Inflation eingeleitet. Das neu gedruckte Geld spiegelt nicht den Wert der Goldvorräte wider. Damit dürfte es in Kürze zu massiven Teuerungsraten kommen. Das alles hatten wir 1921 schon einmal. Offenbar wiederholt sich die Geschichte.

Christoph Kastius, per E-Mail

Kein Dialekt und keine Bereicherung der deutschen Sprache

Zum Artikel: "Sie sprechen mehrere Sprachen - und alle auf einmal" vom 20. Dezember

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass das Germanistische Institut sich mit Besonderheiten und Wortschöpfungen beschäftigt, die besonders aus Migrantenkreisen in die deutsche Sprache einfließen. Erschreckend ist lediglich das Ergebnis. Statt wegen der Demontage einer für ihren Facettenreichtum bekannten Sprache die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen und Überlegungen anzustellen, wie man dem Problem begegnen kann, ergibt sich für Projektleiterin Heike Wiese das Fazit: Wir haben hier einen eigenständigen Dialekt und eine Bereicherung für die deutsche Sprache. Hier liegt definitiv kein eigenständiger Dialekt vor, und eine Bereicherung ist dieses Sprachengemisch ohne Sinn und Verstand schon gar nicht. Auch in Zeiten von Multikulti sollte man so viel Rückgrat haben, sich gegen eine derartige Verunglimpfung der eigenen Sprache auszusprechen.

Annabell Küppers, Rudow

Schnellstmöglich und mit allen Konsequenzen verurteilen

Zum Artikel: ",Menschenverachtender Vernichtungswille'" vom 22. Dezember

Endlich haben Richter den Mut gehabt, ein vernünftiges Urteil für solche Überfälle zu fällen. Wann wird die Haftstrafe für Torben P. vollstreckt? Wird er verschont, weil er ein Deutscher ist und einen guten Anwalt hat? Egal, welcher Nationalität diese Täter sind, solche Kriminellen müssen schnellstmöglich und mit allen Konsequenzen verurteilt werden.

A. Panske, per E-Mail

Warum werden immer wieder Angeklagte, obwohl sie 18 Jahre alt sind, nach Jugendstrafrecht verurteilt? Wenn Wahlen anstehen, werden sie doch auch als Erwachsene angesehen.

H.-J. Ploetz, per E-Mail

Rente reicht oft hinten und vorne nicht mehr zum Leben

Zum Artikel: "Vom Gehaltsplus bleibt nichts übrig" vom 23. Dezember

Immer mehr Rentner bekommen immer weniger Rente. Wenn die Millionen Babyboomer der 60er-Jahre in ein paar Jahren in Rente gehen, wird Altersarmut ein großes Problem in Deutschland sein. Denn Minijobs, Zeiten der Arbeitslosigkeit sowie der Kurz- und Leiharbeit schaffen Erwerbsbiografien, bei denen nicht lückenlos 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Für Millionen Rentner gibt es leider schon heute ein böses Erwachen, wenn sie beim Blick auf ihre Kontoauszüge feststellen, dass die Rente hinten und vorne nicht mehr zum Leben reicht.

Albert Alten, per E-Mail

Rechtskonservative Partei mit prominenten Experten der Vernunft

Zum Artikel: "Konservativer Berliner Kreis steht zur Kanzlerin" vom 19. Dezember

Viele Bürger sind verunsichert wegen des offenbar auf Mainstream angelegten "Modernisierungskurses" der CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel. Wenn die Prognose des Geschäftsführers des Emnid-Instituts zutrifft und eine neue rechtskonservative Partei auf Anhieb zehn Prozent oder mehr bekäme, dann böte sich doch an, dass sich etwa die Freien Wähler mit Hans-Olaf Henkel und möglichst noch anderen prominenten Experten der Vernunft zusammentun.

Olaf Hessemer, Konradshöhe