Leserbriefe

"Kaum bekannte Persönlichkeiten"

Eines der zentralen Themen der neuen Landesregierung wird die Nachnutzung des Flughafens Tegel sein. Die neue Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz kann beweisen, dass Sie aus ihrer IKH-Erfahrung den Weg für Mittelstand und Arbeit in Tegel bereiten kann. Als Reinickendorfer würde ich mich freuen, wenn Burkhard Dregger als Staatssekretär die Interessen vieler Reinickendorfer Arbeitnehmer wahrnehmen würde. Als Abgeordneter aus der Einflugschneise des Airports kennt er die Herausforderungen des Areals. Der Wegfall des Flughafens bedeutet den Verlust von 10 000 Arbeitsplätzen. Das muss kompensiert werden.

Dennis Brinckmann, per E-Mail

Die Berliner Bevölkerung nimmt die Senatoren in der neuen Regierungsmannschaft der großen Koalition überrascht und staunend zur Kenntnis. Leider sind darunter kaum herausragende oder bekannte Persönlichkeiten zu finden.

Thomas Hansen, per E-Mail

Interessant, wie die Ex-Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer (SPD), über die Erfolge ihrer Senatszeit spricht: Sie will die Straßen sicherer gemacht haben und zu einem leistungsfähigen Nahverkehr beigetragen haben. Das Erste ist falsch, siehe Statistik der Todesfälle. Das Zweite hängt wohl kaum von ihrer Leistung ab. Mehr Erfolge sieht sie selbst nicht. Aber sie hat zu Hause eine "umfangreiche Sammlung von Bauhelmen". Ihre Leistung dabei? Keine. Und sonst? Ach ja, sie hat den Flughafen Tempelhof gegen die Stimmen von mehr als 520 000 Berlinern geschlossen. Eine fabelhafte Leistung, die nun den Steuerzahler richtig viel Geld kostet.

Hans-Henning Romberg, Wilmersdorf

Prinzipiell bin ich sehr zufrieden mit der Bildung einer großen Koalition aus SPD und CDU. Nach einem Jahrzehnt linker Politik wird die CDU der Stadt guttun. Von der Personalauswahl bin ich aber noch nicht überzeugt. Mit Frank Henkel, Michael Braun, Frank Czaja und der parteilosen Sybille von Obernitz von der IHK sind mir zu viele liberale Gesichter im neuen Senat vertreten. Da frage ich mich, wo Burkhard Dregger ist? Dregger ist geradlinig, spricht offen und ehrlich auch über die schwierigen Themen wie die Integration. Für mich hat Burkhard Dregger neben Klaus Wowereit das meiste Charisma. Alle anderen wirken blass und glatt geschliffen. Fast jeder vierte Berliner hat CDU gewählt. Darunter sind nicht nur liberale, sondern auch konservative Wähler, so wie ich. Die CDU hätte auch Persönlichkeiten, die Ausstrahlung haben, mit in den Senat nehmen sollen.

Dr. Johannes Steller, per E-Mail

Suche nach geeignetem Nachfolger beginnt langweilig zu werden

Zum Artikel: "Markus Lanz lehnt ebenfalls Gottschalk-Nachfolge ab" vom 29. November

Die hektische Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Showmaster Thomas Gottschalk beginnt langweilig zu werden. Wieso soll die Sendung "Wetten, dass..?" unbedingt fortgesetzt werden, obwohl sie schon lange an Beliebtheit eingebüßt hat?

Margret Claes, per E-Mail

Religionsfreiheit ist eine der Grundfesten unserer Gesellschaft

Zum Artikel: "Ein bisschen Schulfrieden" vom 1. Dezember

Ich bin zutiefst verstört durch dieses Urteil. In meiner Schulzeit war es normal, dass Schulgottesdienste zu Anfang und Ende des Jahres gehalten wurden und dass wir im Fach Religion immer wieder mal gebetet haben. Auch glaube ich, dass niemand auch nur auf die Idee käme, einen christlichen oder einen jüdischen jungen Menschen vom Gebet abzuhalten. Meine spontane Assoziation war, wie viele Räume man als Besenkammer voll räumen muss, um definitiv keinen Raum als Gebetsraum zur Verfügung stellen zu können - er wäre ja jeweils auch nur kurz belegt. Letztlich wäre ja auch ein gemeinsamer Gebetsraum denkbar, um Differenzen und Spannungen zu lösen und nicht noch zusätzlich gerichtlich zu zementieren. Wir sind eine Menschheit, stammen aus einer Schöpfung und beten zu einem Gott. Gläubige Moslems nennen das "die Völker des Buches".

F. Hesse, ev. Diakon, per E-Mail

Öffentliche Berliner Schulen sind keine Kirchen, Synagogen und auch keine Moscheen. Das sollte auch so bleiben. Wenn der Sohn eines zum Islam - warum auch immer - übergetretenen Deutschen das Gebet wünscht, kann er sich ja eine unter muslimischer Regie stehende Privatschule suchen. Oder gleich die Auswanderung in ein Land anstreben, in der der Islam Staatsreligion ist und Gebetszwang herrscht. Berliner Schüler haben ein Recht darauf, nicht mit privaten Glaubensbekenntnissen belästigt zu werden.

Rolf Prescher, per E-Mail