Leserbriefe

"Richtige Entscheidung"

Es überrascht zwar, dass nur mit einer Stimme Mehrheit das Grillverbot beschlossen wurde. Dennoch bleibt zu hoffen, dass das Verbot auch konsequent durchgesetzt wird. Die Entscheidung ist nicht gegen den Willen der Berliner getroffen worden, sondern im Sinne der Mehrheit. Wenn Vertreter von Migrantenverbänden die Entscheidung als diskriminierend bewerten, dann sind sie offenbar in unserem Kulturkreis noch nicht angekommen. Sie wollen nicht verstehen, dass dieses Grillverbot in erster Linie dem Schutz des Parks und damit der Natur dient und es ihnen nicht verwehrt ist, sich dort auch weiterhin gesellig einzufinden.

Harry Döring, per E-Mail

Endlich wurde das Grillen im Tiergarten verboten. Der Tiergarten ist für alle da, doch Dreck und Rauchschwaden haben Berliner und Touristen vertrieben. Ein Vorschlag wäre, in einem Neuköllner Park einen Grillplatz einzurichten.

Klaus-Peter Rabe, per E-Mail

Ich kann die Aufregung nicht verstehen. Das Grillverbot ist die richtige Endscheidung. Vielleicht sollten sich die Vertreter von Migrantenverbänden die Verschmutzung ansehen. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche möchte ich mich jedenfalls in einem sauberen Tiergarten erholen.

Ulrich Joachims, per E-Mail

Über die Argumente von Teilen der Berliner Mitbürger und auch einiger Organisationen kann man nur den Kopf schütteln. Hier wird in einer anmaßenden Weise Kritik an Beschlüssen des Bezirkes geübt, die doch erst durch das unvernünftige Verhalten eben dieser grillfreudigen Nutzer erforderlich wurden. Wenn der Sprecher des Türkischen Bundes sich dann auch noch dahin versteigt, diesen Beschluss im Namen "der Berliner" zu kritisieren, scheint dabei ganz aus dem Blickfeld zu verschwinden, dass hier Steuern zur Müllbeseitigung verwendet werden müssen, die wir dringend an anderer Stelle einsetzen müssten. Statt aufklärend und mahnend auf die Parkverschmutzer einzuwirken, wird in unverständlicher Weise gegen solche notwendigen Bezirksbeschlüsse aufgewiegelt. Es sollte an die Einsicht aller Betroffenen appelliert werden, diesen Beschluss nicht zu ignorieren, damit nicht durch unnötig eingesetztes Kontrollpersonal ein Teil der Einsparung bei den Müllentsorgungskosten wieder ausgegeben werden muss.

Heinrich Lemke, Britz

Hat denn Kenan Kolat, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, jemals einen Gedanken daran verschwendet, was denn die armen diskriminierten Griller in der Vergangenheit selbst zur Verbesserung der inakzeptablen Zustände hätten beitragen können? Mitnichten, man hat Ansprüche und stellt absurde Forderungen.

Erwin Brand, per E-Mail

Den Bürgern keine falschen Versprechen machen

Zum Artikel: "Koalition plant Gesetz gegen zu hohe Benzinpreise" vom 23. November

Die Philosophie der Bundesregierung kann nicht überzeugen. Denn wenn man die Gewinnmarge der Oligopolisten verringert, dürften deren Mutterkonzerne an den großen Märkten sich künftig dafür entscheiden, geringere Mengen nach Deutschland zu liefern. Das lässt sich recht einfach umsetzen und führt über ein verknapptes Angebot wiederum zu höheren Preisen. Daher tut die Politik gut daran, den Bürgern keine falschen Versprechen zu machen, die sie am Ende nicht halten kann. Der beste Lösungsansatz für den Kampf gegen zu hohe Benzinkosten wäre, wesentlich stärker als bisher in spritarme Modelle sowie Elektroautos zu investieren.

Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

Kirche muss sich dem rohen Zeitgeist entgegenstellen

Zum Artikel: "Katholische Kirche will Weltbild-Verlag verkaufen" vom 22. November

Dieser Verkauf war schon lange fällig. Die Kirche sollte nichts zu schaffen haben mit der seltsamen Erotikwelle, die über unser Land rollt. Dazu zähle ich auch erotische Kalender. Da lassen sich Bäuerinnen, Sportlerinnen, Feuerwehrdamen oder Faschingsgarden nackt fotografieren und halten das noch für ein Zeichen von Mut, von Lebensfreude, von sozialer Gesinnung, wenn die Einnahmen gespendet werden. Mit Sex Geschäfte zu machen, lehne ich ab. Was unterscheidet einen solchen Kalender von einem herkömmlichen Sexheftchen? Mit solchen Kalendern kann man weder für einen bestimmten Beruf werben, denn die Leistung der Sportlerin muss mich überzeugen, nicht ihr nackter Busen, noch taugen solche Produkte zum Spendensammeln. Im Gegenteil wird dadurch die Bereitschaft untergraben, selbstlos, ohne schmutzige Hintergedanken zu spenden. Die Kirche muss sich auch hier dem immer roher werdenden Zeitgeist entgegenstellen.

Christian Fuchs, per E-Mail