Leserbriefe

"Sendung hat ihre Berechtigung"

Man kann über die jüngste Ausgabe von "Wetten, dass..?" geteilter Meinung sein. Aber von einer Tageszeitung wie der Morgenpost erwarte ich ein wenig mehr Objektivität in der Analyse der Sendung. Glücklicherweise habe ich die Sendung gesehen und kann mir ein Urteil über Kandidaten und Wetten erlauben. Das fällt bei Weitem nicht so schlecht aus. Aber das ist Geschmackssache. Was mich überaus ärgert, ist, wie der Autor eine Sendung runterschreibt, die immer noch bahnbrechende Einschaltquoten abliefert.

Monika Albinus, per E-Mail

Was für ein Theater um diese abgedroschene Sendung. Streicht die Sendung ersatzlos aus dem Programm - und es ist gut!

Ernst-Markfried Kanz, per E-Mail

Das ZDF sollte sich bei der Gottschalk-Nachfolge für Barbara Schöneberger entscheiden. Sie hat als Einzige das Format und die Persönlichkeit, um dem angestaubten Image dieser Sendung zu neuem Glanz zu verhelfen. Auf keinen Fall sollte Anke Engelke dies übernehmen, sie hat keine natürliche Ausstrahlung und keinen Charme.

Lutz-Peter Schmitz, Mitte

Die Lösung ist ebenso einfach wie genial. Das ZDF wiederholt einfach einige "Wetten, dass..?"-Sendungen, merkt eh keiner. Und in spätestens drei Jahren ist dann endgültig Schluss mit lustig.

Werner Blaas, per E-Mail

Hat es die Berliner Morgenpost nötig, der Meinung eines Journalisten derart viel Platz einzuräumen? Es ist schade, dass es nicht einfach ein seriöser Bericht war. Es mag sein, dass der Autor die Sendung nicht mag, mehr Action braucht und die Gäste zu langweilig und altbacken fand - aber so persönlich und so taktlos? Vielleicht bin ich mit meinen 46 Jahren nicht repräsentativ. Doch meiner Meinung nach hat eine solche Show, die immer wieder Millionen Menschen vor dem Fernseher zusammenbringt, eine Berechtigung. Es müssen auch Wetten verloren gehen dürfen. Darüber sollte man sich nicht lustig machen oder gar spötteln. Wir haben Achtung auch vor den Kandidaten, die es einmal nicht schaffen.

Annett Steiner-Stoll, per E-Mail

Hape Kerkeling kann man nur beglückwünschen zu seiner Entscheidung, nicht Nachfolger von Thomas Gottschalk zu werden. Eine dämlichere Sendung als diese kann ich mir nur schwer vorstellen, abgesehen von den RTL-Sendungen. Am besten stellt man die ganze Sendung ein.

Heinz G. Kandel, per E-Mail

Denkpause in der Bildungspolitik dringend erforderlich

Zum Artikel: "Pflicht zum gemeinsamen Lernen wird abgeschafft" vom 5. November

Es ist noch nicht lange her, da wurde von unseren Politikern das jahrgangsübergreifende Lernen (Jül) als pädagogische Wunderwaffe propagiert, die viele Probleme lösen sollte. Jetzt soll plötzlich Jül wieder abgeschafft werden. So macht jeder, was er will, diese ständigen Experimente schaden den Kindern mehr, als sie nutzen. Es wird Zeit, dass in der Bildungspolitik wieder eine Denkpause gemacht und nicht jeder Reform sofort nachgelaufen wird!

Chris Lauber, per E-Mail

Genauere Angaben über Stundenausfall sind verfügbar

Zum Artikel: "Eine Million Schulstunden pro Woche nicht nach Plan gehalten" vom 6. November

Ich staune, dass in diesem Artikel behauptet wird, dass nur über ausgefallene Stunden Auskunft gegeben werden kann. Die Schulen führen eine genaue Statistik, welche Stunden zu vertreten sind, welche durch Zusammenlegung von Teilungsgruppen, durch Mehrarbeit oder durch Vertretungsreserven erteilt werden und welche Stunden ausfallen. Aus dieser Statistik geht auch hervor, warum die Stunden zu vertreten sind.

Sabine Schwarz, per E-Mail

Fragwürdige Aktionen inakzeptabler Gruppenegoisten

Zum Artikel: "Volksbegehren Grundschule wird fortgeführt" vom 6. November

Es kann doch nicht richtig sein, dass sich einzelne Gruppen auf Kosten der Allgemeinheit mit solch fragwürdigen Aktionen tarifpolitische Vorteile verschaffen wollen. Es geht vermeintlich um unsere Kinder. Doch in Wirklichkeit wird zugunsten von Lehrern und Erziehern dieses Spektakel Volksbegehren veranstaltet. Es geht um bessere Bezahlung, um mehr soziale Absicherung und eine expansive Ausweitung von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst. Das ist ein nicht akzeptabler Gruppenegoismus. Deshalb hoffe ich, dass das Volksbegehren scheitert.

Wolfgang Heller, Westend