Leserbriefe

"Entscheidung mit Weitblick"

Eine erfreuliche Entscheidung mit Weitblick. Es darf nicht sein, dass ein paar eigennützige Dauerdemonstranten die private und berufliche Zukunft von Millionen Berlinern und Brandenburgern blockieren. Wir sind nun mal Bundeshauptstadt und weltoffen. Man kann nur hoffen, dass dieser Weg nun auch von einer großen Koalition in Berlin mit demselben Weitblick im Rahmen der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen weitergeführt wird.

Christian Hahn, Friedenau

Der letzte Satz des Flughafengegners Ferdi Breidbach sagt doch aus, wie die Klientel ewiger Nörgler so tickt. Selbst eine höchstrichterliche Entscheidung eines deutschen Gerichts wird als Unrecht abqualifiziert und nach internationalen Gerichtshöfen geschrien. Die Behauptung, das Bundesverwaltungsgericht hätte pro Wirtschaft und gegen die Menschenrechte entschieden, ist Demagogie. Menschenrechte haben auch die deutliche Mehrheit der Menschen, die den BER möglichst schnell nutzen wollen. Nämlich auf einen gut erreichbaren Flughafen, der wirtschaftlich betrieben wird und deshalb den Flugpassagieren auch zu günstigen Flugpreisen verhilft.

Ralf Drescher, per E-Mail

Langsam geht es auf die Nerven, das ewige Rumgemecker um den neuen Flughafen. Eins ist ja nun klar: Es werden mehr Menschen entlastet durch den neuen Flughafen als neu belastet, denn bereits heute gibt es in Schönefeld echte Nachtflüge zwischen 0 und 5 Uhr, außerdem wird Tegel bis Mitternacht angeflogen, und dort verlaufen die Flugrouten direkt über dem Stadtgebiet.

Lars Siepelt, per E-Mail

Mit großer Skepsis verfolge ich die Proteste der Bürgerinitiativen gegen einen auch nur teilweisen Nachtflugbetrieb des neuen Berliner Großflughafens BER in Schönefeld. Unabhängig davon, dass in unserer Demokratie höchstrichterliche Entscheidungen zu respektieren sind, halte ich die Position zumindest der Mehrzahl der Protestierenden für heuchlerisch. Wie viele von denen und ihren Angehörigen oder Freunden nutzen doch die verwerflichen Dumping-Angebote der sogenannten Billigfluggesellschaften. Würden die Proteste sich gegen derartige Angebote richten, könnte die Anzahl der Flüge - insbesondere nachts - erheblich reduziert werden.

Reinhard Bonnke, per E-Mail

Radfahrer sind das Feindbild vieler Autofahrer

Zum Artikel: "Radfahrer leben gefährlich - besonders in Mitte" vom 9. Oktober

Dass es in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow die meisten Verletzten gibt, liegt auch daran, dass in diesen Bezirken viele Touristen per Rad die Stadt erkunden. Viele Berliner und Touristen fahren auf Bürgersteigen und Straßen grob verkehrswidrig. Darum muss man sich eigentlich wundern, dass es bisher nur sieben tödliche Unfälle in diesem Jahr gab. Warum das verkehrswidrige Verhalten vieler Radfahrer seit Jahren von der Polizei geduldet wird, ist nicht zu verstehen. Vielleicht will man nicht tourismusfeindlich sein.

Klaus Okrafka, per E-Mail

Mir sind die Leserbriefe bezüglich des Anstiegs der Unfallzahlen bei Fahrradfahrern zu einseitig, was dazu führt, dass sich viele Autofahrer bestätigt fühlen und ihr Fahrverhalten nicht mehr kritisch überprüfen. Ein Leser schreibt, dass sich die Radfahrer gleich aufregen, wenn Autofahrer mal einen Fehler machen. Derartige Fehler können für Radfahrer fatale Folgen haben und sollten deshalb nicht heruntergespielt werden. Ich bin täglich mit dem Fahrrad unterwegs und habe das Gefühl, dass manche Autofahrer sich für gute Autofahrer halten, wenn sie es schaffen - auch bei wenig Platz -, noch den Fahrradfahrer zu überholen. Ich würde jedem Autofahrer empfehlen, sich mal auf ein Fahrrad zu setzen und durch die Stadt zu fahren, dann werden sie vielleicht auch verstehen, wie es schwächeren Verkehrsteilnehmern ergeht.

Matthias Otto, per E-Mail

Den Frust und teilweise auch den Hass auf Radfahrer bekomme ich täglich von vielen Autofahrern zu spüren. Ich bin eine sehr rücksichtsvolle Radfahrerin, fahre bei Dunkelheit mit Licht, benutze den Radweg, gebe Zeichen beim Abbiegen, fahre nicht bei roter Ampel und belästige keine Fußgänger auf dem Gehweg. Trotzdem bin ich als Radfahrerin das erklärte Feindbild vieler Autofahrer. Man nimmt mir die Vorfahrt, reißt rücksichtslos die Autotüren auf, parkt auf dem Radweg und - was für mich am Schlimmsten ist - überholt mich mit minimalem Abstand. Was das Nichtbenutzen von Radwegen betrifft, diese sind mitunter wirklich in einem katastrophalem Zustand. Die Baumwurzeln machen manche Radwege zur Buckelpiste. Trotzdem benutze ich sie zu meiner eigenen Sicherheit. Ich selber mag auch nicht die Radfahrer, die sich an keine Regeln halten und unbeleuchtet fahren.

Inge Briesemeister, per E-Mail

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