Leserbriefe

"Leben auf Kosten der Bezirke"

| Lesedauer: 4 Minuten

Der Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), will dringend eine Lösung finden, um die Familien unterzubringen. Aber schon 2010 lebten mehrere Familien im Park, was dann mit hohen Kosten nur kurzfristig beendet wurde. Herr Schulz und auch der stark betroffene Bezirk Neukölln mit dem SPD-Bezirksbürgermeister Herrn Buschkowsky müssen endlich anders handeln. Solange jegliche kostenlose Unterstützung in Form von Wohnungen, Ärzten und auch die Kinderbetreuung geliefert werden, werden immer mehr bildungsferne Rumänen anreisen und auch untertauchen. Die Roma leben hier auf Kosten der Bezirke besser als in ihrer Heimat. Deutschland hat die Freizügigkeitsrichtlinie der EU zwar unterzeichnet, und die Roma dürfen einreisen, aber wenn die öffentliche Ordnung gefährdet ist, darf auch ausgewiesen werden. Jegliche Unterstützung der Roma in Rumänien, verbunden mit viel Druck auf die rumänische Regierung, ist für alle Beteiligten die bessere Lösung.

Klaus Okrafka, per E-Mail

Anscheinend hat Herr Wowereit den Überblick verloren, die obdachlosen Rumänen als neue Mitbürger zu bezeichnen. Natürlich kann er privat gern einige Familien aufnehmen, aber für den normalen Steuerzahler ist das ja wohl ein rumänisches Problem, was auch dort gelöst werden muss. Während bei normalen Hartz-IV-Empfängern um jeden Euro prozessiert wird, werden hier auch noch passende Wohnungen gesucht.

N. Meusel, per E-Mail

Damit sich der rumänische Staat kümmern kann, müssen die Rumänen in ihre Heimat zurückkehren. Ihnen muss deutlich klargemacht werden, dass in Berlin an Bettlern und Scheibenputzern kein Bedarf besteht. Das Problem, dass die Roma in ihrer Heimat auch nicht besonders gut gelitten sind, wird natürlich weiterbestehen. Es gibt auch Möglichkeiten, EU-Bürger bei groben Verstößen auszuweisen. Das sollte jetzt geprüft werden. Der Grundfehler war jedoch, Staaten wie Bulgarien und Rumänien mit ihren problematischen Volksgruppen überhaupt in die Europäische Union aufzunehmen.

Ralf Drescher, per E-Mail

Ohne Berichterstattung wäre Interesse der Täter geringer

Zum Artikel: "Elf Brandanschläge in einer Nacht" vom 17. August

Nun haben die kriminellen Autobrandstifter die "besseren" Westbezirke erreicht. Warum auch nicht? Die Polizei vermag dies nicht zu verhindern, denn nicht vor jedem Pkw kann ein Polizist wachen. Verantwortlich für die Serie derartiger Brandstiftungen sind für mich die Medien. Würden alle Brandanschläge konsequent totgeschwiegen, hätten die Täter kein Motiv mehr. Denn sie wollen doch nur den "Ruhm" in der Öffentlichkeit.

Dr. P. Ollick, per E-Mail

Machtspielereien in den Parteien sind unwürdig und abstoßend

Zum Artikel: "CDU-Landeschef Boetticher tritt zurück" vom 15. August

Entweder hat die SPD das Glück, dass in ihren Reihen Plagiatsdoktoren und Verführer Minderjähriger nicht vertreten sind, sondern offensichtlich nur bei CDU, CSU und FDP. Oder aber die SPD vertritt Werte, denen sich noch Menschen verpflichtet fühlen, für die nicht nur Gesetze, Verbote und Strafen, sondern auch Ethik und Moral Verpflichtung sind.

Helge-Rainer Decke, per E-Mail

Ich kann nicht verstehen, warum sich Herr Boetticher so unter Druck setzen lässt. Er hatte eine Liebesbeziehung zu einer 16-Jährigen. Das ist seine Privatsache. Ich möchte nur an Herrn Seehofer erinnern: Der ist verheiratet, hatte eine Liebesbeziehung und hat auch noch ein Kind gezeugt. Für sein sauberes Ansehen hat er diese Verbindung beendet und ist heute noch im Amt. Diese Machtspielereien in den Parteien sind unwürdig und abstoßend. Ich verurteile diese Vorgehensweisen und würde mir mehr politische Aktivitäten in allen Parteien wünschen.

Christiane Höhne, per E-Mail

Wo bitte ist der Informationswert des Artikels?

Zum Artikel: "Der Täter kehrt zurück" vom 15. August

Sind wir etwa im Zirkus, dass uns ein Ungeheuer an der Leine präsentiert werden muss? Ungeheuer zeigen keine Reue. Wo bitte ist denn der Informationswert dieses Artikels, wenn er denn so sehr wichtig erscheinen soll? Wenn ich das Bild länger ansehe, muss es für all die Angehörigen der Opfer und die vielen mitfühlenden Menschen wie ein Schlag ins Gesicht sein, wie man jetzt dieses abscheuliche Verbrechen vermarktet. Und Sie machen da munter mit. Das ist traurig. Fragen Sie doch mal die Leser, was diese von einer derartigen Berichterstattung halten!

Hans-Jürgen Schröder, Zehlendorf