Leserbriefe

"Hilfreich für Orientierung"

Ich finde es super, im Vorfeld der Wahlen eine entsprechende Serie in der Berliner Morgenpost zu starten. Wenn man durch die Stadt geht, kann man vor lauter Wahlplakaten kaum noch eine Laterne erkennen, und die Slogans sind mitunter haarsträubend statt hilfreich. Für den Wähler ist es sicher sehr hilfreich, wenn alle Parteien kurz vorgestellt werden, sachlich und ohne jegliche Polemik. Man könnte auch eine kurz gefasste Selbstdarstellung der Parteien anfordern. So sieht man, wie die Partei sich selbst sieht und wie man das von außen betrachten kann.

Rene Klier, per E-Mail

Die Plakate der Parteien zur Wahl im September sind einfallslos und verdummend. Aus dieser Schlafwagenveranstaltung ragt allerdings jetzt ein Plakat mit Wowereit hervor, das dreist und verlogen wirkt. Wowereit führt eine alte, gebrechlich wirkende Frau an seiner Hand und will wohl glauben machen, dass ihn und seine Partei das Wohlergehen der Alten in Berlin interessiere. In seiner nassforschen Art hofft er wohl, dass schon vergessen ist, wie er die alten Berliner im Winter vor zwei Jahren verhöhnte, als sie über vereiste Bürgersteige klagten. Ganz Berlin war eine Eisbuckelpiste, viele Bürger zogen sich Knochenbrüche zu, und der Regierende Bürgermeister Wowereit meinte, solange wir nicht Zustände wie in Haiti hätten, sei doch alles okay.

Wolfgang Heinze, per E-Mail

Wowereit tobt gegen die Rechten und schämt sich nicht, aus purem Machterhalt mit der Nachfolgeorganisation der verbrecherischen SED Berlin zu regieren. Unsäglich, menschenverachtend und ausgrenzend ist allenfalls sein Verhalten gegenüber den Berlinern und den Verfolgten dieser kommunistischen Partei, weil er mit Funktionären regiert, die auch weiterhin die DDR verherrlichen und dem Stasi-Kult huldigen, um lieber heute als morgen aus der Bundesrepublik einen DDR-Staat zu machen. Wowereit ist auf beiden Augen blind, wird immer mehr unglaubwürdig und ist als Regierender Bürgermeister völlig ungeeignet.

Egon Franke, per E-Mail

Ursachen für Unruhen müssen gründlich untersucht werden

Zum Artikel: "Gewalt in London bereitet sich aus" vom 9. August

Diese Gewalt in London ist schon erschreckend. Sofort hört man wieder die Leier von der Perspektivlosigkeit und der sozialen Benachteiligung. Sicher ist das Problem auch mit diesen Erscheinungen zu erklären, aber das greift zu kurz. Warum fragt niemand nach eigener Verantwortung, nach eigenem Versagen der Randalierer? Warum fragt niemand, was habt ihr Jugendlichen denn eigentlich selbst für eure Perspektive getan? Habt ihr wirklich alle Chancen genutzt? Schuld können nicht immer nur andere sein beziehungsweise der Staat. Gerade bei Jugendlichen aus Migrantenfamilien, auch bei uns in Deutschland, hat Bildung und Aufstieg nicht die Bedeutung, die sie haben müsste. Die Energie wird oftmals in die eigene Religion, in Abgrenzung, in Kriminalität und Gewalt investiert. Weil dies auch bei uns festzustellen ist, sind solche Gewaltexzesse wie jetzt in London auch in Deutschland nicht auszuschließen.

Peter Reimann, Pankow

Immer mehr alte Menschen geraten in Geldnot

Zum Artikel: "Die Koalition sucht ihre Pflegereform" vom 12. August"

Ich habe bei der jüngsten Bundestagswahl der FDP meine Zweitstimme gegeben, weil ich nicht wollte, dass die CDU die kleinen Leute durch immer höhere Steuern und Sozialabgaben belastet. Wenn sich die FDP schon nicht gegen den "Backbordkurs" der Kanzlerin durchsetzen konnte, dann ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass sie bei der Pflegeversicherung durch eine zu finanzierende Kapitalrücklage noch draufsatteln möchte. Unsere von der Wirklichkeit sehr weit entfernten Politiker können sich nicht mehr vorstellen, wie Familien mit 2000 bis 3000 Euro im Monat noch über die Runden kommen sollen, und schon gar nicht, dass immer mehr alte Menschen in Geldnot geraten.

Manfred Lietke, Tempelhof-Schöneberg