Leserbriefe

"Alte Netzwerke konserviert"

Das Traurige ist, wenn man sich die Reaktionen von Frank Mangelsdorf oder MOZ-Verlagsgeschäftsführer Bodo Almert anschaut, dass dies im Zweifelsfalle wieder keine Konsequenzen haben wird. Was die "Märkische Oderzeitung" (MOZ) und ihre Stuttgarter Hintermänner machen - oder in Form von Aussitzen eben auch nicht machen -, ist peinlich. Mangelsdorf ist da nicht der Einzige, wenn man suchen würde, fände man bestimmt noch ein paar mehr solcher Leute. Wird das Thema angesprochen, dann heißt es nur: "Sollte man es nach 20 Jahren nicht langsam gut sein lassen?" Nein, sollte man nicht! Diesen Luxus könnte man sich heute leisten, wenn man in früheren Jahren Aufklärung betrieben hätte. Stattdessen wurden alte Netzwerke systematisch konserviert und in neue Strukturen überführt. Die Arbeitsweisen sind oftmals die gleichen geblieben. Richtig peinlich ist nur, dass die oftmals traditionsreichen westdeutschen Verlagshäuser, die die ostdeutschen Zeitungen übernommen haben, dies tolerieren oder gar befördern.

Helen Feldhaus, per E-Mail

Die Selbstdarstellung des Herrn Mangelsdorf, er habe "ein typisches Schicksal gehabt ...", ist schlichtweg eine Lüge. Millionen DDR-Bürger haben in schlechten Wohnverhältnissen gelebt, ohne sich von der Stasi aushalten zu lassen.

Dass dieser Journalist nun Chefredakteur der MOZ ist, kann für mich nur die eine Konsequenz haben, diese Zeitung meiden.

H. Möller, per E-Mail

Vom Unrechtsstaat DDR seit 1989 nicht distanziert

Zum Artikel: "CSU-Generalsekretär regt Verbotsverfahren gegen Linkspartei an" vom 8. August

Ich hoffe, dass die vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geforderte verstärkte Überwachung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz und gegebenenfalls die Einleitung eines von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt geforderten Verbotsverfahrens - wie auch bei der NPD - umgesetzt werden. Die Linken haben sich in den vergangenen 22 Jahren nicht vom Unrechtsstaat DDR distanziert. Sie beherbergen Menschen wie Sahra Wagenknecht und Gesine Lötzsch, die vom Kommunismus, Marxismus und Stalinismus träumen. Jährlich dienen die Gräber von Luxemburg und Liebknecht als Wallfahrtsort sozialistischer Betonköpfe, und im Parteiprogramm spricht man wieder von Verstaatlichung und Enteignung. Wahrscheinlich liegen auch schon Pläne für eine neue Mauer in den Schubläden. Zudem distanzieren sich diese Damen und Herren nicht von den Brandanschlägen auf Sachwerte gut situierter Bürger. Demnach muss man davon ausgehen, dass dies toleriert wird, zumal die Täter wohl auch größtenteils aus dem linksautonomen Spektrum kommen.

Bernhard Adomeit, per E-Mail

Im Wahlkampf offenbart sich fehlender Sachverstand

Zum Artikel: "Kasupke sagt, wie es ist" vom 9. August

Ich bin ja häufig Kasupkes Meinung, weil er Dinge so herrlich auf den Punkt bringt. Seine Meinung über die Berliner Ordnungsämter stimmt mich allerdings nachdenklich. Offensichtlich hält auch er die Ahndung von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung für überflüssig und reduziert die Arbeit der Mitarbeiter einzig auf diese Tätigkeit. Das ist schade, ich hätte mir hier etwas mehr Objektivität und Recherche gewünscht. Ganz nebenbei: Schmierfinken mit Spraydose begehen Straftaten, für die die Polizei zuständig ist. Dass Kasupke dies nicht weiß, ist verzeihlich. Dass die FDP mit dieser Falschaussage auf Stimmenfang geht, spricht nicht für deren Sachverstand.

Wilfried Wölk, Wittenau

Nur noch Geld für Pflichtausgaben im Haushalt

Zum Artikel: "Letzte Saison für Berlins Ostsee-Perle" vom 9. August

Die Stadt Berlin, die auch im Krisenjahr 1929 arm war, konnte es sich damals leisten, eine Immobilie zu kaufen, um armen Menschen ein paar Tage an der Ostsee zu ermöglichen. Das ist scheinbar 80 Jahre später nicht mehr möglich. Nun wird aus dem einst unter sozialen Aspekten genutzten Ferienheim vermutlich eine Pension wie so viele an der Ostsee, in denen recht unverschämte Preise aufgerufen werden. Berlin zeigt wieder einmal, dass nur noch Geld für Pflichtaufgaben im Haushalt ist. Armes Berlin!

Ralf Drescher, per E-Mail

Ärgernis für Berliner und Besucher der Stadt

Zum Artikel: "Die BVG plant die Ticket-Revolution" vom 7. August

Gut, dass sich die BVG des Ticketproblems annimmt. Ob als Tourist oder Berliner: es ist ärgerlich, wenn man in der Schlange vor einem Fahrkartenautomaten steht und die Bahn davon fährt.

Regina Werpuschinski, Frohnau