"Bürger werden besänftigt"

Es ist ein Armutszeugnis für Berlins Innensenator, der nun zugeben muss, dass wegen der dünnen Personaldecke der Polizei die so hochgelobten Doppelstreifen von Beamten und BVG-Angestellten reduziert werden müssen. Vorrang habe jetzt die Präsenz bei der Bekämpfung der Brandanschläge auf Autos in der Stadt. Was sich hier abspielt, ist ein nicht mehr hinzunehmender Skandal. Auf einmal sollen nicht mehr nur linksradikale Chaoten verantwortlich sein, sondern auch Trittbrettfahrer, die nichts mit denen zu tun hätten. Was für eine jammervolle Auslegung von Tatsachen.

Wolfgang Pickert, E-Mail

Autos anzünden ist ein Nervenkitzel ohne großes Risiko. Nur wer sich beim Anzünden beobachten lässt, hat wohl mit einer Strafe zu rechnen. Fremdes Eigentum verpflichtet zu nichts - das haben Banken und Finanzjongleure vorgemacht.

Gerhard Lebnitz, per E-Mail

Ich bin der Besitzer des abgebrannten Motorrollers, der auf der Titelseite abgelichtet war. Vielleicht sollte man den Brandstiftern klarmachen, dass ich insbesondere der Leidtragende bin. Meine Versicherung ersetzt diesen Schaden nicht. Die abgebrannten Autos wurden abtransportiert, mein kleiner Roller steht ausgebrannt vor dem Haus. Die Besitzer der Autos sind versichert, haben sich schon neue Fahrzeuge ausgesucht. Ich bin extrem traurig und finde es total ungerecht.

Bernd Hagen, per E-Mail

Behörden brauchen Masterplan und richtige Fragebögen

Zum Artikel: "EHEC - Warnung vor selbst gezogenen Sprossen" vom 14. Juni

Vorbei ist die Sippenhaftung, Gurke, Salat, Tomate & Co. haben es geschafft. Kein Rufmord, keine Angstmacherei mehr rund um diese unverzichtbaren Vitaminspender. Sie dürfen wieder rauf auf unsere Speisetische. Bedauerlich nur, dass so viele unschuldige Menschen mit ihrem Leben bezahlt haben, bis der wahre Übeltäter gefasst werden konnte. So manche Existenz wurde durch die Angstmacherei und auftretende Panik stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch wenn es jetzt so manchem von uns schwerfallen wird, wir dürfen dafür nicht wirklich jemanden verurteilen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen aus der EHEC-Seuche gelernt haben. Sollte es wieder zu einem solch dramatischen Ereignis kommen, dann muss den Behörden ein Masterplan mit einem richtigen Fragebogen zur Verfügung stehen.

Peter Fuchs, per E-Mail

Besonderheit des Restaurants für die Gäste erhalten

Zum Artikel: "Deutsche Touristen unerwünscht" vom 10. Juni

Wenn ich in Zürich bin, versuche ich immer, Zeit für ein Essen in der "Kronenhalle" zu finden. Es ist ein besonderes Restaurant, das Essen ist erstklassig. Die Bedienung ist stets aufmerksam und von besonderer Freundlichkeit, mitunter geht selbst die Chefin von Tisch zu Tisch. Noch nie habe ich erlebt, dass ich als Deutscher nicht ebenso gut behandelt wurde wie die anderen Gäste. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht als Tourist auftrete, also weder in kurzen Hosen das Restaurant betrete noch die Kamera zücke, um Erinnerungsfotos zu machen. Wenn der Direktor der "Kronenhalle" solche Touristen fernhalten und nicht in bestimmten Reiseführern empfohlen werden will, hat das wenig mit Rassismus zu tun, aber viel mit dem Versuch, das besondere Erlebnis dieses Restaurants für die übrigen Gäste zu erhalten.

Ralf Thielemann, Wilmersdorf

Umschuldung wäre ein Geschenk aller an die Griechen

Zum Artikel: "Griechenland - US-Ratingagentur stuft Kreditwürdigkeit erneut herab" v. 14. Juni

Griechenlands Verschuldung beruht auch darauf, dass es seine Importe auf Kredit finanziert. Es sind Kredite auch deutscher Bankinstitute, die sich aus den Einlagen und den Käufen griechischer Schuldverschreibungen durch deutsche Sparer speisen. Wenn Griechenland nun umgeschuldet werden sollte und sich daran auch private Gläubiger, eben die Käufer griechischer Papiere, beteiligen sollen, dann haben wir alle im Ergebnis den Griechen umsonst geliefert, wir haben sie beschenkt mit Waren. Das, und nur das bedeutet es, wenn umgeschuldet wird.

Wolfgang Heinze, Wittenau

Korrektur

Zum Artikel: ",Das Fest zeigt den Charakter der Stadt'" vom 14. Juni, Seite 13

Bei der Beschriftung der Bilder zum Bericht über den Karneval der Kulturen haben wir versehentlich die Flagge Südkoreas als die von Japan bezeichnet. Wir bitten dafür um Entschuldigung.