Leserbriefe

"Mentalitätswechsel erforderlich"

Dieses seit Jahrzehnten ekelige Problem könnte durch eine drastische Anhebung von Bußgeldern aus der Welt geschafft werden. Andere Städte schaffen das doch auch.

Jörg Franke, per E-Mail

Falls das Ordnungsamt in Berlin unterwegs ist, dann im Sommer von 8 bis 17 Uhr. So manches geschieht aber vorher und nachher. Mancher Hund läuft meterweit seinem Herrchen voraus. Irgendwann kommt das Herrchen hinterher und hat natürlich nicht gesehen, dass sein im Park nicht angeleinter Hund auf die Liegewiese gemacht hat. Dieses Verhalten passt sehr gut zu den haufenweise Zigarettenkippen und den Radfahrern auf Gehwegen, zum grenzenlosen Müll und überhaupt zu Berlin, der Stadt der Aussteiger.

Annemarie Wachsmann, per E-Mail

In Berlin liegen zu viele Hundehaufen herum. Das ist richtig und eine unschöne Tatsache. Das Problem ist die Mentalität der Berliner. Denn nicht nur Hundehaufen liegen herum. Berlins Straßen gehören zu den dreckigsten Europas. Überall liegen zerbrochene Flaschen, Pappbecher, Papierschnipsel, Glasscherben oder Plastikfolien auf den Straßen, Gehwegen, Bahnhöfen und Grünflächen herum. Ich wohne am Schillerpark in Wedding und kann mich nach zwei Jahren in Berlin noch immer nicht an die schmutzigen und stinkenden Straßen gewöhnen. Im Winter schwimmen nach der Eisschmelze die Straßen in einer Hundekot- und Silvesterabfallmischung. Im Sommer beginnen einige Straßen- und Häuserecken nach Urin und Abfall zu stinken. Im Herbst rutscht man auf einem glitschigen Blätter-Hundekot-Belag aus. Die Bewohner scheint es nicht zu stören, im Gegenteil: Man liegt im Sommer sorglos im Park neben Grillresten, leeren Verpackungen und oben erwähnten Glasscherben und fügt dem Müll lustig feiernd noch das Seinige hinzu.

Brigitte Redlich, per E-Mail

Sozial schwache Familien brauchen unsere Hilfe

Zum Artikel: "Kaum Anträge - Bildungspaket in Berlin ein Flop" vom 5. Juni

Das Bildungspaket der Bundesregierung ist genau der richtige Weg, Kinder in eine zufriedene Zukunft zu bringen. Es war klug von Ursula von der Leyen, diesen Weg zu beschreiten. Die Kinder sozial schwacher Familien brauchen die Hilfe des Staates. Wenn Kinder Aufgaben haben, neigen sie nicht zu Unlust. Vandalismus, Wandschmierereien, Brutalität und vieles mehr sind Ausdrucksweisen unzufriedener Kinder. Das Geld, das für diesen Zweck bereitgestellt wird, an die Eltern auszuzahlen, ist der falsche Weg, die Eltern würden es für andere Dinge verwenden. Dass nur wenige der Eltern diese Leistungen in Anspruch genommen haben, zeigt, dass sozial schwache Eltern sich oft nicht trauen. Sie brauchen Hilfe. Es gibt zahlreiche Kritiker am Bildungspaket. Mein Appell an diese Menschen: Gehen Sie zu den sozial schwachen Familien und machen Sie den Eltern Mut, etwas Gutes für ihre Kinder zu tun.

Jürgen Hampel, per E-Mail

Freiheitsdiskussion geht über ihre Zuständigkeit hinaus

Zum Artikel: ",Wer für Freiheit streitet, ist kein Fundamentalist'" vom 5. Juni

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gefällt sich ununterbrochen, in Sachen Freiheit zu argumentieren und zu referieren. Nach der Bundestagswahl wurde sie aber als Justiz- und nicht als Freiheitsministerin ins Amt gesandt. Über ihre ständigen Freiheitsbekundungen hat sie ihr Ressort kaum noch im Griff. Interessenvertretung der Täter durch die gesamte Gerichtsbarkeit zur Wahrung der "Menschenwürde" der Straftäter und des völligen Desinteresses an der Menschenwürde der Opfer sind ein markantes Markenzeichen unserer Justiz.

Lothar Pahlau, per E-Mail

Überwachungselektronik ist von der FDP lange verteufelt worden

Zum Artikel: "U-Bahn-Schlägereien - Aufklärungsquote beträgt fast 100 Prozent" v. 7. Juni

Dank Videoüberwachung beträgt die Aufklärungsquote bei schweren Straftaten in U- und S-Bahn fast 100 Prozent. Die Einführung dieser Überwachungselektronik war von der FDP jahrelang als Vorgriff auf den orwellschen Überwachungsstaat verteufelt worden. Letztlich haben sich die Fachleute und die Notwendigkeiten einer effizienten Strafverfolgung durchgesetzt. Ähnlichen Erfolg wünscht man den Verantwortlichen bei der Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung und der Entfristung der Anti-Terror-Gesetze, bei denen sich die Justizministerin mangels anderer Profilierungsmöglichkeiten als Lordsiegelbewahrerin angeblich bedrohter Bürgerrechte und Gralshüterin des Datenschutzes geriert und dem größeren Koalitionspartner auf der Nase herumtanzt.

Bernd Walter, per E-Mail