Leserbriefe

"Fahrgäste sind die Opfer"

Linksradikale terrorisieren erneut die Stadt. Mal sind es Autos, mal Geschäfte, mal Wohnhäuser, nun auch die Fahrgäste der S-Bahn. Wann begreift dieser Senat, was da läuft? Wo bleibt der sonst von ihm so gern geforderte "Aufstand der Anständigen", der gegen linksradikalen Terror längst fällig wäre?

Helmut Maier, Charlottenburg

Diese Verbrecher treffen mit ihren Taten nicht nur die Deutsche Bahn, sondern in erster Linie die Berufstätigen, die zur Arbeit müssen. Wenn es sich laut Staatsschutz um "alte Bekannte" handelt, warum werden diese dann nicht unverzüglich ihrer gerechten Strafe zugeführt?

Bernhard Adomeit, per E-Mail

Dass militante Atomkraftgegner Tausende Fahrgäste leiden lassen, geht entschieden zu weit. Kein Wunder, wenn immer mehr Leute auf das Auto umsteigen, um pünktlich zur Arbeit zu sein. Was hat die S-Bahn mit dem Transport von Atommüll zu tun?

Christian Lukner, per E-Mail

Solche Brandanschläge haben mit links und Anti-Atom-Bewegung nun wirklich gar nichts zu tun. Sie sind offenbar das Werk von Leuten, die mit sich und der Welt nichts anzufangen wissen und offenbar ihren Frust über eigenes Versagen an anderen Menschen auslassen müssen.

Oliver Laudahn, per E-Mail

Ich verurteile jegliche Gewalt bei Auseinandersetzungen zu politischen Themen in unserer Gesellschaft. Dennoch frage ich mich, warum es zu solchen Eskalationen kommen muss? Sind es nicht gerade ein Großteil unserer Politiker und insbesondere die mächtigen Energiekonzerne, die sich viele Jahrzehnte hindurch taub gestellt haben und auch heute noch herumlamentieren, wenn es um die Sicherheit unserer Atomkraftwerke geht? Fakt ist, dass nicht die Hysterie in der Bevölkerung grassiert, sondern die große Sorge, dass gerade stark veränderte Umweltbedingungen, Flugzeugabstürze oder Terroranschläge auch bei uns schnell zu einer Katastrophe führen können. Sichere Atomkraftwerke gibt es nirgendwo auf der Welt, sonst hätte sich längst eine Versicherung gefunden, die das Risiko dafür auch übernimmt und nicht auf die Bevölkerung abwälzt.

Thomas Henschke, Waidmannslust

Wenn man es richtig betrachtet, haben die Atomkraftgegner schon mehr Schaden angerichtet als alle deutschen Atomkraftwerke zusammen.

Helmut Nienborg, per E-Mail

Für die Folgen des Brandanschlages kann man die S-Bahn nicht verantwortlich machen. Wenn man aber um 7.46 Uhr von der U-Bahn am S-Bahnhof Jungfernheide die Treppen hocheilt, und dann steht an der Anzeige, die nächste Ringbahn kommt in 16 Minuten, und man hört gleichzeitig über Lautsprecher, "wegen einer technischen Störung fährt die Ringbahn nur alle zehn Minuten", ist man richtig verärgert.

Wolfgang Möritz, per E-Mail

Finanzpolitische Kompetenz auch in Deutschland vorhanden

Zum Artikel: "Merkel und Schäuble sprechen sich für Lagarde als IWF-Chefin aus"

Wenn es um die Euro-Rettungsschirme für Länder wie Griechenland, Irland oder Portugal und die Zahlungen an die EU und den IWF geht, muss Deutschland immer den größten finanziellen Beitrag leisten. Wenn aber Spitzenämter bei der Europäischen Zentralbank (EZB), der Europäischen Kommission und dem IWF besetzt werden sollen, dann zieht Deutschland fast immer den Kürzeren. So gab es in der Geschichte noch nie einen deutschen EZB- und EU-Kommissionspräsidenten. Und was machen Merkel und Schäuble in dieser Situation? Sie schlagen als Nachfolgerin beim IWF die französische Kandidatin Christine Lagarde vor. Dabei besitzt Deutschland überaus kompetente Finanz- und Währungsexperten wie Peer Steinbrück, Oskar Lafontaine oder Axel Weber. Warum kann sich Bundeskanzlerin Merkel nicht einmal gegen Frankreichs Staatspräsident Sarkozy durchsetzen?

Roland Klose, per E-Mail

Unnütze Geldausgabe mit nur kurzfristigem Erfolg

Zum Artikel: "Geschäftsleute zahlen 10 000 Euro für den Frühjahrsputz am Alex" vom 24. Mai

Das Geld können sich die Gewerbetreibenden sparen. Der wievielte Versuch, den Alex zu säubern, ist das? Ich überquere den Alex täglich zwei Mal und finde es schlimm, wie die Menschen sich dort benehmen. In der vergangenen Woche kampierten dort mehrere Tage und Nächte Atomgegner. Und die zahlreichen Bratwurst-Griller sorgen sicherlich für den meisten Dreck. Dass dies genehmigt wird, ist nicht zu verstehen.

Arite Dehnert, per E-Mail